Es gibt da so ein kleines Geheimnis, das dir niemand so wirklich sagt: Wenn du dich zu Hause ständig unruhig fühlst, als würdest du nie richtig „ankommen“ – dann liegt das oft nicht an dir. Sondern an dem ganzen Kram, der sich über Jahre angesammelt hat.
Dinge, die du mal „für später“ aufgehoben hast. Sachen, die du vielleicht irgendwann mal „noch brauchen könntest“. Dinge, die dich aber, wenn wir mal ehrlich sind, eigentlich nur noch nerven.
Du musst nicht gleich Minimalistin werden und in einem leeren Raum mit nur einem Stuhl leben.
Aber es gibt diese typischen Sachen in jedem Haushalt, die dir mehr Energie ziehen, als du vielleicht ahnst.
Als jemand, der selbst jahrelang im eigenen Chaos versunken ist und irgendwann gemerkt hat, dass es so nicht weitergeht, sag ich dir jetzt ganz direkt: Es wird Zeit, mal richtig auszumisten.
Und zwar nicht halbherzig. Sondern mit klaren Ansagen und ohne nostalgische Ausreden.
Hier sind elf Dinge, die du dir heute mal ganz genau anschauen solltest. Spoiler: Du wirst wahrscheinlich mehr davon haben, als dir lieb ist.
1. Küchengadgets, die mehr Platz fressen als Nutzen bringen

Du kennst sie. Diese alten Zangen, deren Griff schon schief ist. Der Pizzaschneider mit der rostigen Klinge. Oder der Silikonpinsel, bei dem die Hälfte der Borsten schon abgefallen ist. Wann genau hast du die das letzte Mal benutzt? Richtig. Keine Ahnung.
Und bitte – wenn du noch diese riesige Plastikschublade mit Tupperdosen hast, von denen 60 % keinen Deckel mehr haben… ja, weg damit. Du brauchst nicht sieben Behälter für Reste, wenn du am Ende eh nur zwei davon benutzt.
Alles, was du im letzten Jahr nicht angefasst hast – ciao. Und wenn’s noch funktioniert, verschenken oder spenden. Es gibt genug Menschen, die sich über funktionierende Küchenhelfer freuen.
2. Alte Handtücher, die mal weich waren – aber jetzt eher an Schleifpapier erinnern

Du hebst sie auf „für den Fall der Fälle“. Fürs nächste Picknick, für die Werkstatt, für den Hund deiner Schwester. Aber seien wir ehrlich: Die meisten dieser Fälle treten nie ein. Und wenn doch, willst du dann wirklich mit einem Handtuch dastehen, das aussieht, als hätte es den Zweiten Weltkrieg überlebt?
Tierheime freuen sich über gebrauchte, saubere Handtücher. Einfach vorher anrufen und fragen.
3. Tassen, Gläser und Flaschen, die niemand benutzt – aus gutem Grund

Kennst du diese bunten Plastiktassen, die man mal auf irgendeinem Festival bekommen hat? Oder den Becher mit dem Aufdruck „Ich bin nicht müde, ich bin nur im Energiesparmodus“? Die stehen seit Jahren in deinem Schrank und erinnern dich jeden Tag daran, wie wenig du sie magst.
Und diese Wasserflasche ohne Deckel? Die ist nicht mehr stylisch, die ist einfach nur nervig.
Halte dich an die Basics. Vier schöne Gläser, zwei Tassen, ein funktionierender To-Go-Becher. Der Rest? Kann weg. Niemand braucht zehn Werbetassen aus 2012.
4. Taschen, die schon bessere Zeiten gesehen haben

Du hebst jede Stofftasche auf, weil „die kann man ja noch für den Einkauf nehmen“. Aber du nimmst immer nur deine Lieblingsstofftasche. Der Rest? Flattert ungenutzt im Schrank rum.
Und was ist mit dieser Umhängetasche, bei der der Reißverschluss hängt? Seit 2019 wolltest du den reparieren lassen. Spoiler: Wird nicht passieren.
Alles, was kaputt ist und seit einem Jahr nicht repariert wurde, wird’s auch nicht mehr. Weg damit.
5. Bücher, die du nie (wieder) lesen wirst

Ich weiß, Bücher auszusortieren fühlt sich an wie ein Verrat an der Menschheit. Aber wenn du ehrlich bist: Wirst du diesen einen Roman, den du damals nur zur Hälfte gelesen hast, wirklich nochmal in die Hand nehmen?
Bücher sind zum Lesen da – nicht zum Staub fangen. Schenk sie weiter, spende sie, bring sie zu einem offenen Bücherschrank. Lass sie leben – statt sie einstauben zu lassen.
6. Alte Kosmetik – die du irgendwie nicht wegwerfen willst

Da steht noch dieser Nagellack in Pink, den du dir mal im Sommerurlaub gekauft hast. 2017. Und diese Bodylotion, die du nicht magst, aber nicht wegwerfen willst, weil sie „noch voll ist“.
Mal ganz ehrlich: Wenn du etwas seit Monaten (oder Jahren) nicht benutzt, dann wirst du’s auch morgen nicht tun. Und das Zeug wird nicht besser mit der Zeit – es kippt, es riecht komisch, es wirkt nicht mehr.
Alles, was du im letzten halben Jahr nicht benutzt hast, fliegt raus. Punkt.
7. Zettelwirtschaft aus der Hölle

Einkaufszettel, alte Quittungen, Notizen, von denen du heute nicht mal mehr weißt, was du dir damals dabei gedacht hast. Rechnungen von Geräten, die du gar nicht mehr besitzt.
Was genau bringt dir das? Nichts, außer Chaos.
Nimm dir eine Stunde und schmeiß weg, was weg kann. Und: Wenn du Zettel brauchst – mach ein Notizbuch auf. Oder nutz dein Handy. Aber bitte, hör auf, alles auf Fetzen zu schreiben, die dann überall rumliegen.
8. Medikamente, die schon längst abgelaufen sind

Du hebst sie auf „für den Fall, dass mal wieder was ist“. Nur dass dieser Fall 2022 war. Und das Schmerzmittel, das du da noch hast, wurde da vermutlich auch produziert.
Alte Medikamente gehören nicht in den Müll, und auch nicht ins Klo! Gib sie bei der Apotheke ab oder frag bei der Stadt nach Sammelstellen. Aber lass sie nicht weiter in deinem Badezimmerschrank verrotten.
9. Grill- und Gartenzeug, das aussieht wie aus einer Doku über verlassene Häuser

Die Grillzange ist verrostet. Die Gartenlichter funktionieren nicht mehr. Die Tiki-Fackel ist abgebrannt, und der Deckel vom Vogelhäuschen fehlt auch schon seit dem letzten Sturm.
Und was machst du? Du schiebst’s einfach auf den nächsten Sommer.
Nein. Entweder du reparierst es jetzt – oder es fliegt raus. Alles andere ist nur Verschwendung von Platz und Nerven.
10. Diese Schublade voller… na ja, Schrott

Du weißt genau, welche ich meine. Diese eine Schublade mit Batterien (leer oder nicht?), Kabeln von Geräten, die du nicht mehr besitzt, Knöpfen, alten Feuerzeugen und zerbrochenen Kugelschreibern.
Das ist keine „Praktisch-für-alle-Fälle“-Schublade – das ist der Vorhof zur Hölle. Mach sie auf. Nimm alles raus. Wirf 80 % davon weg. Und dann atme tief durch. Fühlt sich gut an, oder?
11. Post und Werbung, die du nie liest

Du bekommst sie jede Woche: Flyer, Prospekte, Werbung, Briefe von Organisationen, die du nicht mal kennst. Und trotzdem stapelt sich das alles auf deinem Esstisch oder neben dem Briefkasten.
Melde dich bei unnötiger Werbung ab, wenn’s geht. Und geh einmal die Woche deinen Papierkram durch. Recyclen, abheften oder wegwerfen. Mehr Optionen gibt’s nicht.
Fazit
Das alles soll kein Vorwurf sein. Wir alle haben Kram, den wir zu lange mit uns rumschleppen – aus Sentimentalität, aus Bequemlichkeit, aus „könnte man ja noch brauchen“-Mentalität.
Aber du wirst merken: Wenn du mal anfängst, wird’s leichter. Du fühlst dich freier. Du kannst wieder durchatmen. Und das ist unbezahlbar.
Also, leg los. Eine Schublade nach der anderen. Ohne Stress, aber mit Klarheit.
Und hey – mach dir gute Musik an. Trink zwischendurch einen Kaffee. Und feier jeden kleinen Fortschritt. Du machst dein Zuhause ein Stück mehr zu deinem Wohlfühlort.
Ich liebe es, Informationen auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. Mit meiner Leidenschaft für das Schreiben und meinem Hintergrund im Germanistik Studium bringe ich Kreativität und Präzision in meine Arbeit ein. Ich freue mich darauf, weiterhin fesselnde Inhalte zu kreieren und neue Themen zu erkunden.