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Warum Experten warnen: 6 Hunde, die in Familien nichts verloren haben

Warum Experten warnen: 6 Hunde, die in Familien nichts verloren haben

Für viele Familien ist die Anschaffung eines Hundes ein großer Traum.

Er soll Spielkamerad für die Kinder sein, ein treuer Begleiter im Alltag und ein neues Mitglied der Familie.

Doch nicht jede Hunderasse eignet sich gleichermaßen gut für das Leben mit Kindern oder einem turbulenten Haushalt.

Einige Rassen bringen Eigenschaften mit, die für erfahrene Hundebesitzer gut handhabbar sind, für Familien mit wenig Zeit oder für Kinder jedoch schnell zur Überforderung werden können.

Ob es dabei um Temperament, Energielevel, Größe, gesundheitliche Probleme oder besondere Pflegeansprüche geht – die Wahl einer ungeeigneten Rasse kann zu Spannungen, Frustration und im schlimmsten Fall zur Abgabe des Tieres führen.

Es lohnt sich daher, die typischen Eigenschaften genauer zu betrachten und bewusst eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur auf dem Aussehen oder einem spontanen Wunsch basiert, sondern auf realistischer Einschätzung.

Im Folgenden werden sechs Hunderassen vorgestellt, die von Experten immer wieder als herausfordernd für Familien bezeichnet werden.

Das bedeutet nicht, dass diese Tiere grundsätzlich schlechte Begleiter sind, sondern dass sie besondere Ansprüche stellen, die für viele Haushalte schwer zu erfüllen sind.

Wer sich dennoch für eine dieser Rassen entscheidet, sollte sich über ihre Bedürfnisse im Klaren sein und bereit sein, viel Zeit, Energie und Wissen zu investieren.

1. Chihuahuas – klein, aber anspruchsvoll

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Der Chihuahua wirkt auf den ersten Blick wie der perfekte Familienhund: handlich klein, süß anzusehen und leicht zu tragen.

Doch gerade seine geringe Größe macht ihn empfindlich gegenüber groben Bewegungen, wie sie bei Kindern im Alltag vorkommen können.

Er neigt dazu, schnell gereizt zu reagieren, wenn er sich bedrängt oder unsanft behandelt fühlt.

Zudem hat diese Rasse ein starkes Selbstbewusstsein und kann trotz ihrer geringen Größe durchaus aggressives Verhalten zeigen, wenn sie ihre Grenzen überschritten sieht.

Für Kinder, die noch nicht gelernt haben, respektvoll mit Tieren umzugehen, ist das eine heikle Mischung.

Ein Chihuahua braucht eine ruhige Umgebung, konsequente Erziehung und sehr viel Aufmerksamkeit.

Familien, die hoffen, ein unkompliziertes Haustier zu bekommen, werden mit dieser Rasse eher überfordert sein.

2. Akitas – treu, aber distanziert

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Der Akita ist ein Hund mit imposanter Erscheinung und großem Stolz.

Er ist seinem Besitzer gegenüber äußerst loyal, reagiert aber oft reserviert oder misstrauisch auf Fremde.

In einer Familie mit Kindern, wechselnden Besuchern und viel Trubel kann diese Haltung zu Problemen führen.

Akitas brauchen eine konsequente Erziehung und eine klare Rangordnung, ansonsten übernehmen sie selbst die Führung.

Ihre Stärke und Selbstsicherheit machen sie schwer kontrollierbar, wenn sie sich einmal in den Kopf gesetzt haben, etwas durchzusetzen.

Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist das riskant, da ein Akita nicht die geduldige und tolerante Art hat, die man sich in diesem Umfeld wünscht.

Er ist ein Hund für erfahrene Halter, die seine Eigenständigkeit zu schätzen wissen, nicht aber für ein Zuhause, in dem Chaos und Spontaneität zum Alltag gehören.

3. Huskys – voller Energie, aber kaum zu bremsen

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Sibirische Huskys faszinieren mit ihrem wolfsähnlichen Aussehen und ihrer beeindruckenden Ausdauer.

Doch genau das macht sie für Familien zur Herausforderung. Sie sind Arbeitshunde, die für das Ziehen von Schlitten über lange Strecken gezüchtet wurden.

Ihr Energielevel ist dementsprechend hoch, und sie brauchen täglich intensive Bewegung und Beschäftigung.

Ein kurzer Spaziergang reicht ihnen bei weitem nicht aus, und wer diesen Bedürfnissen nicht gerecht wird, bekommt es schnell mit einem unruhigen, zerstörerischen oder ausbrechenden Hund zu tun.

Für eine Familie mit Kindern, die selbst viele Termine und Verpflichtungen hat, ist es kaum möglich, den hohen Ansprüchen eines Huskys dauerhaft gerecht zu werden.

Dazu kommt ein stark ausgeprägter Jagdtrieb, der es schwer macht, ihn unangeleint laufen zu lassen.

Wer sich für einen Husky entscheidet, sollte viel Erfahrung, Zeit und Ausdauer mitbringen, andernfalls wird das Familienleben durch seine Rastlosigkeit eher belastet als bereichert.

4. Rottweiler – mächtig, aber nicht immer berechenbar

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Der Rottweiler hat den Ruf, ein zuverlässiger Wach- und Schutzhund zu sein, doch er bringt Eigenschaften mit, die ihn für viele Familien weniger geeignet machen.

Er ist stark, durchsetzungsfähig und braucht eine sehr konsequente, erfahrene Führung.

Fehlt diese, neigt er dazu, selbst Verantwortung zu übernehmen, was im familiären Umfeld schnell zu gefährlichen Situationen führen kann.

Kinder, die ungestüm auf ihn zulaufen oder in sein Revier eindringen, können ungewollt eine Reaktion auslösen, die für alle Beteiligten riskant ist.

Auch wenn Rottweiler liebevolle und loyale Tiere sein können, sind sie in der Erziehung anspruchsvoll und brauchen eine klare Struktur.

Familien, die wenig Erfahrung mit Hunden haben oder sich eine unkomplizierte Fellnase wünschen, werden mit einem Rottweiler überfordert sein.

Er passt besser zu Menschen, die genau wissen, wie sie seine Kraft und seinen Beschützerinstinkt in die richtigen Bahnen lenken können.

5. Bulldoggen – liebenswert, aber gesundheitlich belastet

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Bulldoggen haben ein freundliches Wesen und eine gemütliche Art, die auf viele Familien anziehend wirkt.

Doch ihr auffälliges Aussehen mit der kurzen Schnauze und dem kompakten Körperbau bringt gravierende gesundheitliche Probleme mit sich.

Viele Bulldoggen leiden unter Atemschwierigkeiten, Überhitzung, Hautproblemen oder Gelenkbelastungen.

Für Familien bedeutet das nicht nur hohe Tierarztkosten, sondern auch eine ständige Sorge um das Wohl des Tieres.

Kinder, die mit einem robusten Spielkameraden rechnen, stoßen hier auf Grenzen, da Bulldoggen körperlich nicht belastbar sind und leicht unter Stress geraten.

Diese Hunde brauchen besondere Pflege und ein Umfeld, das ihre Einschränkungen berücksichtigt.

Wer einen unkomplizierten Familienhund sucht, sollte bedenken, dass die Bulldogge oft mehr Fürsorge verlangt, als man im Alltag mit Kindern leisten kann.

6. Chow Chows – schön anzusehen, aber schwer im Umgang

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Der Chow Chow ist mit seiner löwenähnlichen Mähne und seinem würdevollen Auftreten ein echter Blickfang.

Doch er gilt als eine der unabhängigsten Hunderassen überhaupt. Chow Chows bauen selten die enge Bindung auf, die viele Familien von einem Hund erwarten.

Sie sind eher eigenständig, teilweise stur und reagieren nicht gern auf ständige Ansprache oder Spielversuche.

Für Kinder, die einen verschmusten Gefährten suchen, ist das enttäuschend. Hinzu kommt ein ausgeprägter Territorialinstinkt, der zu Aggression führen kann, wenn Fremde ins Haus kommen.

Der Chow Chow ist damit kein typischer Familienhund, sondern eher ein Tier für Halter, die seine Eigenheiten respektieren und mit seiner distanzierten Art umgehen können.

Fazit: Die passende Wahl trifft die ganze Familie

Warum Verantwortung wichtiger ist als Spontaneität

Die Wahl einer Hunderasse ist mehr als eine emotionale Entscheidung, sie ist eine Verantwortung für viele Jahre.

Die hier beschriebenen Rassen sind nicht grundsätzlich ungeeignet, aber sie erfordern ein hohes Maß an Erfahrung, Wissen und Konsequenz, das in vielen Familien mit Kindern schlicht nicht gegeben ist.

Wer den Wunsch nach einem Hund hat, sollte sich daher nicht allein vom Aussehen oder von einer spontanen Begeisterung leiten lassen, sondern genau prüfen, ob die Bedürfnisse des Tieres mit dem eigenen Alltag vereinbar sind.

Ein Hund kann das Familienleben bereichern, doch nur dann, wenn seine Eigenschaften zum Lebensstil passen.

Wer diese Verantwortung ernst nimmt, schützt nicht nur sich und seine Kinder, sondern auch den Hund vor einem Leben, das nicht seinen Bedürfnissen entspricht.