Mal ehrlich: Wir alle haben so kleine Angewohnheiten, bei denen wir denken, „ach, das merkt doch keiner“ oder „ist doch halb so wild“. Aber die Wahrheit ist: manche dieser Macken sind nicht nur ungesund, sondern hinterlassen auch bei anderen einen richtig schlechten Eindruck.
Hygiene ist nämlich nicht nur eine Frage von Seife und Deo, sondern auch davon, wie wir mit unserem Körper und unserem Umfeld umgehen.
Das Problem: Viele Leute unterschätzen, wie sehr man an kleinen Dingen sofort ablesen kann, ob jemand Wert auf Sauberkeit legt oder nicht.
Und nein, es geht nicht darum, perfekt zu sein oder ständig mit Desinfektionsmittel herumzulaufen.
Aber es gibt ein paar Angewohnheiten, die so offensichtlich und so unhygienisch sind, dass sie dich – ob du willst oder nicht – in einem ziemlich schlechten Licht dastehen lassen.
Lass uns also mal ganz entspannt über fünf Angewohnheiten reden, die dir vielleicht gar nicht so schlimm vorkommen, die aber in Wirklichkeit ziemlich eklig sind und mehr über dich verraten, als dir lieb ist.
1. Mit Make-up ins Bett gehen – der Klassiker, der sich rächt

Du bist müde, es war ein langer Tag, und der Weg vom Sofa ins Bett hat schon fast olympisches Niveau? Verständlich.
Aber was viele trotzdem tun: einfach mit Make-up einschlafen. Und das ist, sorry, eine der größten Hygiene-Sünden überhaupt.
Warum? Ganz einfach: Schminke verstopft die Poren, sammelt Bakterien und macht deine Haut auf Dauer richtig kaputt.
Pickel, Mitesser, trockene Stellen – das volle Programm. Noch schlimmer wird’s im Augenbereich.
Mascara und Eyeliner, die über Nacht draufbleiben, können deine Augen reizen, Entzündungen verursachen und im schlimmsten Fall sogar Infektionen hervorrufen.
Da reden wir nicht mehr nur von „ein bisschen Rötung“, sondern im Ernstfall von Problemen, die echt gefährlich werden können.
Und jetzt mal ehrlich: Wir putzen uns die Zähne, weil wir wissen, dass es wichtig ist. Warum sollte das mit dem Gesicht anders sein? Einmal mit einem sanften Reiniger drüber, fertig.
Das dauert keine fünf Minuten, und deine Haut wird es dir danken. Bonuspunkt: Auch deine Kissenbezüge bleiben länger frisch, weil du sie nicht jeden Abend mit Make-up-Resten vollschmierst.
2. Bettwäsche viel zu selten waschen – die unsichtbare Dreckfalle

Bett = Entspannung, oder? Aber wenn du deine Bettwäsche nur alle paar Wochen (oder schlimmer: Monate) wechselst, liegst du quasi in einer Dreckschleuder. Klingt hart, ist aber so.
Wir verlieren jeden Tag Millionen Hautschuppen, dazu kommt Schweiß, Speichel, Haare – und das alles landet in deiner Bettwäsche.
Klingt schon ekelhaft genug, aber warte: Staubmilben lieben genau dieses Buffet.
Sie kriechen durch dein Kissen, fressen die Hautschuppen und hinterlassen ihren eigenen „Müll“. Ergebnis: juckende Haut, verstopfte Nase, vielleicht sogar Atemprobleme.
Noch ein Gedanke gefällig? Wenn du krank bist und danach dein Bett nicht richtig reinigst, bleiben die Keime in der Wäsche hängen.
Da brauchst du dich nicht wundern, wenn du nach ein paar Tagen wieder flachliegst.
Die Lösung ist so simpel wie nervig: Bettwäsche regelmäßig wechseln. Am besten einmal pro Woche, spätestens alle zwei.
Und bitte heiß waschen, nicht bei lauen 30 Grad. Ja, das ist Arbeit, aber du wirst dich frischer fühlen und besser schlafen – versprochen.
3. Unterwäsche und BHs viel zu lange tragen – kein „Geheimtipp“, sondern einfach nur unhygienisch

Es gibt Menschen, die denken: „Ach, das T-Shirt riecht noch gut, das kann ich noch mal anziehen.“ Okay, kann man machen. Aber Unterwäsche oder BHs mehrfach zu tragen? Ganz schlechte Idee.
Unsere Unterwäsche sitzt direkt auf der Haut, nimmt Schweiß, Bakterien und alles andere auf, was sich so ansammelt.
Wer dieselbe Unterhose tagelang trägt, riskiert nicht nur unangenehme Gerüche, sondern auch Hautirritationen, Pilzinfektionen oder Ausschläge.
Und bei BHs ist es nicht besser: Durch den engen Sitz sammelt sich Schweiß, der Stoff reibt – und plötzlich hast du Pickel am Rücken oder Ausschläge unter der Brust.
Klar, BHs muss man nicht nach jedem Tragen sofort in die Wäsche schmeißen, aber nach zwei, drei Mal ist Schluss.
Bei Unterhosen ist die Regel noch klarer: einmal tragen, dann ab in die Waschmaschine. Alles andere ist einfach – entschuldige den Ausdruck – eklig.
4. Zahnbürste, Rasierer oder Haarbürste teilen – klingt nach Nähe, ist aber einfach nur gefährlich

Manche Dinge sind einfach nicht zum Teilen gemacht. Deine Zahnbürste gehört definitiv dazu.
Dein Rasierer auch. Und ja, selbst die Haarbürste ist problematischer, als viele denken.
Warum? Weil wir über diese Dinge jede Menge Bakterien und Viren weitergeben. Eine Zahnbürste transportiert Speichel und manchmal auch Blut – perfekte Bedingungen, um Kariesbakterien oder sogar Viren zu übertragen.
Beim Rasierer kommt noch das Risiko von kleinen Schnitten dazu, durch die Keime direkt ins Blut gelangen können. Haarbürsten?
Lässt du jemanden mit Kopfläusen oder Pilzinfektionen drangehen, hast du den Spaß auch ganz schnell auf dem Kopf.
Klingt übertrieben? Ist es nicht. Also: Auch wenn’s praktisch erscheint – jeder sollte seine eigenen Sachen benutzen. Und im Zweifel lieber eine neue Zahnbürste für den Besuch besorgen, als deine herzugeben.
5. Barfuß in öffentlichen Toiletten – das absolute No-Go

Öffentliche Toiletten sind schon mit Schuhen manchmal grenzwertig. Aber barfuß da durchlaufen? Ganz ehrlich: Das ist wie eine Einladung an alle möglichen Keime, Bakterien und Pilze, es sich bei dir gemütlich zu machen.
Der Boden ist oft feucht, und in dieser Mischung aus Wasser, Schweiß und allem, was da sonst so landet, fühlen sich Bakterien und Pilze pudelwohl.
Ergebnis: Fußpilz, Nagelpilz, Hautausschläge oder im schlimmsten Fall ernsthafte Infektionen.
Und wer schon mal versucht hat, Nagelpilz wieder loszuwerden, weiß: Das ist kein Spaß und zieht sich monatelang.
Also, bitte: Zieh wenigstens Flip-Flops oder irgendwas an, wenn du unbedingt barfuß unterwegs bist – aber niemals im Klo.
Fazit
Niemand verlangt, dass du ein Sauberkeitsfanatiker wirst, der jeden Krümel sofort wegwischt. Aber es gibt ein paar Dinge, die wirklich jeder im Griff haben sollte.
Wenn du dir angewöhnst, Make-up abzuschminken, Bettwäsche regelmäßig zu wechseln, Unterwäsche nicht mehrfach zu tragen, persönliche Hygieneartikel nicht zu teilen und Schuhe in öffentlichen Toiletten anzulassen, bist du schon meilenweit voraus.
Am Ende ist Hygiene nichts anderes als Respekt – gegenüber dir selbst und gegenüber den Menschen, mit denen du dein Leben teilst.
Und Hand aufs Herz: Wer will schon, dass andere heimlich denken „boah, wie ekelhaft“?
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