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4 „harmlose“ Gewohnheiten, die dich gefährlich nah ans Fremdgehen bringen

4 „harmlose“ Gewohnheiten, die dich gefährlich nah ans Fremdgehen bringen

Wir reden oft über Treue, aber mal ehrlich: kaum jemand setzt sich wirklich damit auseinander, wie Fremdgehen überhaupt anfängt.

Die meisten stellen sich das so vor: Da ist plötzlich eine heiße Affäre, man entscheidet sich spontan dafür – und bumm, Betrug.

Aber in Wirklichkeit läuft es meistens viel subtiler. Niemand wacht morgens auf und sagt: „Heute ruiniere ich meine Beziehung.“

Stattdessen schleicht sich das Ganze ein – durch kleine Gewohnheiten, durch ein Verhalten, das auf den ersten Blick harmlos wirkt, in Wahrheit aber ziemlich riskant ist.

Und genau da liegt die Gefahr: Man merkt gar nicht, dass man eine Grenze nach der anderen verschiebt.

Irgendwann steht man an einem Punkt, an dem es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Betrug ist.

In diesem Artikel schauen wir uns vier typische Dinge an, die Menschen tun – oft ohne böse Absicht – die sie aber verdammt nah ans Fremdgehen bringen können.

Und das Ganze nicht als Vorwurf, sondern als Einladung, mal ehrlich auf sich selbst oder die eigene Beziehung zu schauen.

1. Ständiges Nörgeln und Beschweren

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Jeder kennt das: Der Partner macht irgendetwas, was nervt. Socken überall, nie hört er richtig zu, oder er ist ständig am Handy.

Klar, man regt sich auf, man sagt was – das ist völlig normal. Aber wenn aus gelegentlichem Gemecker ein Dauerzustand wird, dann wird es gefährlich.

Warum? Weil ständiges Nörgeln oft bedeutet, dass man grundsätzlich unzufrieden ist.

Und Unzufriedenheit in einer Beziehung ist wie ein kleiner Haarriss im Glas: Anfangs kaum sichtbar, aber wenn Druck draufkommt, bricht irgendwann alles.

Noch problematischer wird’s, wenn man nicht nur dem Partner gegenüber meckert, sondern hinter seinem Rücken.

Viele erzählen dann den Freundinnen oder Kollegen jedes Detail, das sie stört. „Boah, der macht nie dies… Der checkt das nicht…“ – und auf einmal teilt man mehr über die eigenen Beziehungsprobleme mit anderen Menschen als mit dem Partner.

Das ist nicht nur unfair, es öffnet auch die Tür für Nähe an anderer Stelle.

Denn während man über den Partner ablästert, kriegt man vielleicht von jemand anderem Verständnis, Mitgefühl – und schwupps, man fühlt sich dort „besser verstanden“.

Das Gefährliche: Meckern ist kein Ventil, das Dampf ablässt. Meistens macht es die Beziehung kaputter.

Und je kaputter sie wirkt, desto eher denkt man irgendwann: „Vielleicht finde ich woanders, was mir hier fehlt.“

2. Immer das Risiko suchen

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Es gibt Menschen, die lieben das Drama. Sie langweilen sich, wenn alles zu ruhig und stabil läuft. Also suchen sie bewusst Situationen, die sie kitzeln.

Das kann Bungee-Jumping sein, aber eben auch ein kleiner Flirt am Arbeitsplatz, ein Chat mit jemandem, den man eigentlich nicht mehr sehen sollte, oder ein Treffen, bei dem man ganz genau weiß: „Eigentlich ist das keine gute Idee.“

Auf den ersten Blick wirkt das harmlos. Man sagt sich: „Ach komm, ist doch nur Spaß, ich brauch ein bisschen Nervenkitzel.“

Aber das ist genau dieser Adrenalinkick, der süchtig machen kann. Wer einmal gemerkt hat, wie spannend so ein verbotenes Gefühl ist, läuft Gefahr, es immer wieder zu suchen.

Und mal ehrlich: Wenn man ständig Gelegenheiten herausfordert, bei denen theoretisch etwas laufen könnte, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wirklich etwas passiert.

Es ist ein bisschen wie Autofahren mit nur einem halben Auge auf die Straße – irgendwann kracht es.

Ein weiterer Punkt: Menschen, die dieses Risikoverhalten an den Tag legen, sind oft auch Meister darin, sich selbst Ausreden zu basteln.

„Ich hab ja nichts gemacht…“, „Es war nur ein Drink…“, „Wir haben nur geredet…“ – aber der innere Kompass weiß ganz genau: Das ist nicht mehr weit weg vom Betrug.

3. Eigene Bedürfnisse runterschlucken

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Ein riesiger Klassiker: Man hat Wünsche, Sehnsüchte, Bedürfnisse – und traut sich nicht, sie anzusprechen.

Vielleicht, weil man Angst hat, dass der Partner es falsch versteht. Oder weil man denkt: „Bringt ja eh nichts.“ Also schweigt man.

Das Problem daran: Unerfüllte Bedürfnisse verschwinden nicht einfach, nur weil man sie nicht ausspricht. Sie stauen sich an.

Wer sich einsam fühlt, wünscht sich Nähe.

Wer sich im Bett mehr Abenteuer wünscht, denkt irgendwann an andere Optionen. Und wenn man das alles nie anspricht, entsteht mit der Zeit eine Lücke.

Diese Lücke kann gefährlich werden. Denn sobald jemand von außen auftaucht, der zufällig genau dieses Bedürfnis erfüllt – ein Kollege, der einem zuhört, oder jemand, der einen attraktiv findet – dann ist die Versuchung riesig.

Nicht, weil man ein schlechter Mensch ist, sondern weil man sich endlich gesehen fühlt.

Das Bittere: Oft könnte man all das verhindern, wenn man einfach mal ehrlich wäre. Ja, das kann unangenehm sein, weil man nicht weiß, wie der Partner reagiert.

Aber Schweigen ist langfristig viel riskanter. Denn in einer Beziehung gilt: Was man nicht ausspricht, sucht sich irgendwann einen anderen Weg – und das ist selten ein guter.

4. Lügen – auch die kleinen

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„Ich hab’s vergessen.“ – „Ich war länger im Büro.“ – „War gar nicht so teuer.“ Kleine Notlügen kennt jeder.

Manchmal sogar mit guter Absicht, um den Partner nicht zu verletzen. Aber genau hier fängt die Rutschbahn an.

Das Problem ist nicht die einzelne Lüge. Sondern die Routine, die daraus entsteht. Wer einmal merkt, dass eine kleine Unwahrheit durchgeht, der hat beim nächsten Mal weniger Hemmungen.

Und irgendwann sind die Lügen größer, gravierender – bis hin zu: „Ich hab niemanden getroffen.“ obwohl man heimlich beim Ex war.

Das Gemeine: Lügen untergraben das Fundament einer Beziehung. Vertrauen ist wie ein Glas Wasser: Ein einziger Tropfen Schmutz reicht, und es ist nicht mehr rein.

Und wenn man den Partner regelmäßig anlügt, selbst bei Kleinigkeiten, dann schafft man eine Distanz, die man irgendwann mit echten Geheimnissen füllen kann.

Und auch hier gilt: Wer lügt, tut das meist, um einen Konflikt zu vermeiden. Aber die Realität ist, dass Konflikte so oder so irgendwann hochkommen – nur eben viel heftiger, wenn schon das Vertrauen weg ist.

Ehrlichkeit ist manchmal unbequem, aber auf lange Sicht der einzige Schutz vor richtigem Schaden.

Fazit

Fremdgehen passiert selten plötzlich. Es ist fast immer das Ergebnis von vielen kleinen Schritten, die vorher schon in die falsche Richtung gegangen sind.

Ständiges Nörgeln, unnötige Risiken, unterdrückte Bedürfnisse oder ständige Lügen – all das sind keine Kleinigkeiten, sondern ernsthafte Warnsignale.

Das Gute ist: Man kann etwas dagegen tun.

Man kann anfangen, offener zu sprechen, bewusst aufhören zu nörgeln, ehrlich zu seinen Wünschen stehen und den Mut haben, die Wahrheit zu sagen – auch wenn es unangenehm ist.

Am Ende geht es darum, Verantwortung zu übernehmen. Nicht für die perfekte Beziehung, sondern für die eigene Rolle darin.

Denn niemand rutscht „aus Versehen“ in eine Affäre. Es sind immer Entscheidungen – kleine, alltägliche – die den Weg dorthin ebnen.

Wenn du dich also in einem der Punkte wiedererkennst, nimm das nicht als Urteil, sondern als Chance.

Du hast es in der Hand, rechtzeitig die Richtung zu ändern – bevor aus harmlosen Gewohnheiten ein echtes Fremdgehen wird.

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