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6 Dinge, die Eltern für sich tun sollten, ohne sich zu schämen

6 Dinge, die Eltern für sich tun sollten, ohne sich zu schämen

Elternsein wird oft wie ein Dauerlauf beschrieben, bei dem es keine richtige Pause gibt. Kaum ist ein Tag geschafft, steht der nächste schon bereit – mit Brotdosen, Wäsche, Terminen, Müdigkeit und dem ständigen Gefühl, gleichzeitig überall gebraucht zu werden.

Viele Mütter und Väter funktionieren einfach weiter, weil sie glauben, dass genau das von ihnen erwartet wird. Zeit nur für sich selbst fühlt sich dann schnell falsch an, fast so, als würde man jemanden im Stich lassen.

Dabei passiert im Alltag etwas, das viele erst merken, wenn es schon zu viel geworden ist: Wer sich selbst komplett vergisst, hat irgendwann auch keine echte Kraft mehr für die eigenen Kinder. Man ist zwar körperlich da, aber innerlich leer, gereizt oder einfach nur erschöpft.7 Genau deshalb ist es kein Luxus, sich zwischendurch bewusst Zeit allein zu nehmen. Es ist notwendig. Nicht irgendwann, sondern regelmäßig.

Glückliche Eltern unterscheiden sich nicht dadurch, dass ihr Leben leichter wäre. Sie haben nicht automatisch mehr Hilfe, mehr Geld oder mehr Freizeit.

Der Unterschied liegt oft in kleinen Gewohnheiten, die unscheinbar wirken, aber viel verändern. Sie erlauben sich Momente nur für sich – ohne schlechtes Gewissen. Nicht, weil ihnen ihre Kinder egal sind, sondern weil sie verstanden haben, dass Fürsorge immer bei einem selbst beginnt.

Diese kleinen Auszeiten müssen nichts Großes sein. Es geht nicht um Wellness-Wochenenden oder stundenlange Ruhe. Oft reichen ein paar Minuten, wenn sie bewusst genutzt werden.

Entscheidend ist die Haltung dahinter: sich selbst wichtig nehmen, ohne sich dafür zu rechtfertigen. Genau das tun Eltern, die langfristig gelassener, ruhiger und zufriedener bleiben.

Die folgenden sechs Dinge zeigen, wie solche Momente im echten Alltag aussehen können. Ganz normal, machbar und ohne großes Drama – aber mit spürbarer Wirkung.

1. Kleine Inseln im Alltag schaffen, die nur einem selbst gehören

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Viele denken bei Selbstfürsorge sofort an etwas Großes, das Zeit kostet. Doch genau daran scheitert es im Familienleben meistens. Glückliche Eltern warten deshalb nicht auf den perfekten freien Nachmittag. Sie bauen sich kleine Lichtblicke direkt in den Tag ein.

Das kann schon morgens anfangen, bevor der Trubel losgeht. Ein Kaffee in Ruhe, ohne nebenbei etwas aufzuräumen. Musik hören, die gute Laune macht, statt direkt Nachrichten und Stress in den Kopf zu lassen. Solche Momente dauern oft nur wenige Minuten, verändern aber die Stimmung für Stunden.

Auch zwischendurch lassen sich diese Mini-Pausen finden. Ein kurzer Blick aus dem Fenster. Ein tiefer Atemzug auf dem Balkon. Zwei Minuten Stille im Badezimmer, bevor wieder jemand etwas braucht. Von außen wirkt das unspektakulär, innerlich bringt es erstaunlich viel Ruhe.

Der wichtige Punkt dabei ist nicht die Dauer, sondern die Entscheidung, sich diesen Moment wirklich zu nehmen. Ohne Handy. Ohne schlechtes Gewissen. Einfach kurz da sein. Eltern, die das regelmäßig tun, fühlen sich weniger gehetzt, obwohl ihr Alltag genauso voll ist wie bei allen anderen.

2. Den eigenen Körper nicht komplett vergessen

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Im Familienalltag dreht sich fast alles um die Bedürfnisse der Kinder. Essen, Schlaf, Bewegung – ständig sorgt man dafür, dass es den Kleinen gut geht. Der eigene Körper rutscht dabei schnell auf den letzten Platz.

Zufriedene Eltern gehen damit anders um. Sie erwarten keine sportlichen Höchstleistungen von sich, aber sie bleiben in Bewegung. Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie merken, wie gut es ihnen tut. Ein paar Dehnübungen im Wohnzimmer, ein kurzer Spaziergang allein, zehn ruhige Minuten auf der Matte – mehr braucht es oft gar nicht.

Diese kleinen Bewegungen lösen Spannung, die sich über den Tag angesammelt hat. Der Kopf wird klarer, die Atmung ruhiger, der Körper fühlt sich wieder wie der eigene an und nicht nur wie ein Werkzeug, das funktionieren muss.

Wichtig ist auch hier die Haltung: Bewegung als Unterstützung, nicht als zusätzlicher Druck. Niemand muss perfekt trainieren oder einen Plan einhalten. Es reicht, regelmäßig etwas zu tun, das sich gut anfühlt. Genau das sorgt langfristig für mehr Energie im Alltag.

3. Kurze mentale Pausen bewusst nutzen

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Stress entsteht nicht nur durch zu viele Aufgaben, sondern auch durch das Gefühl, innerlich nie abschalten zu können. Gedanken kreisen weiter, selbst wenn gerade nichts passiert.

Eltern, die gelassener bleiben, bauen sich deshalb kleine mentale Stopps in den Tag ein. Ein paar Minuten bewusst atmen. Kurz die Augen schließen. Den Gedankenstrom einfach vorbeiziehen lassen, ohne ihn festzuhalten.

Dabei helfen manchmal einfache Hilfsmittel wie ruhige Musik oder geführte Meditationen. Entscheidend ist jedoch nicht die Methode, sondern die Regelmäßigkeit. Schon wenige Minuten täglich können spürbar verändern, wie man mit Druck umgeht.

Mit der Zeit entsteht eine neue Gewohnheit: nicht sofort reagieren, sondern erst kurz innehalten. Genau diese kleine Pause verhindert viele unnötige Konflikte und gibt Kraft zurück, die sonst verloren gehen würde.

4. Übergänge im Alltag nicht überstürzen

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Ein typischer Stressmoment passiert oft genau dann, wenn ein Abschnitt des Tages in den nächsten übergeht. Von der Arbeit direkt zur Kinderabholung, vom Haushalt sofort ins Abendprogramm, ohne einmal Luft zu holen.

Glückliche Eltern nehmen sich bewusst ein paar Minuten zwischen diesen Übergängen. Sie bleiben noch kurz im Auto sitzen, bevor sie aussteigen. Atmen durch. Lassen den Tag innerlich los, bevor sie wieder gebraucht werden.

Diese wenigen Minuten wirken wie ein Reset. Die Stimmung verändert sich, die Anspannung sinkt, und man kann den Kindern wieder mit echter Aufmerksamkeit begegnen statt nur mit Restenergie.

Es geht nicht darum, lange zu warten oder sich zu drücken. Nur um einen kurzen Moment, der hilft, präsent zu sein. Genau das spüren Kinder sofort – und reagieren selbst ruhiger.

5. Sich echte Entspannung erlauben, statt nur zu funktionieren

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Viele Eltern kennen Abende, die sich wie ein zweiter Arbeitstag anfühlen. Aufräumen, vorbereiten, organisieren – bis man schließlich erschöpft ins Bett fällt.

Zufriedene Eltern gönnen sich bewusst kleine Rituale, die nichts mit Pflicht zu tun haben. Ein warmes Bad. Eine ruhige Dusche ohne Eile. Eine Gesichtsmaske, ein Buch, leise Musik. Dinge, die einfach guttun, ohne einen Zweck erfüllen zu müssen.

Diese Momente senden ein wichtiges Signal an das eigene Gehirn: Der Tag ist vorbei. Jetzt darf Ruhe kommen. Dadurch schläft man oft besser und startet erholter in den nächsten Morgen.

Entspannung ist also keine Belohnung für perfekte Leistung, sondern ein notwendiger Teil des Gleichgewichts. Wer sich das erlaubt, bleibt langfristig stabiler.

6. Sich selbst eine Pause geben, wenn alles zu viel wird

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Kinder bekommen manchmal eine Auszeit, wenn ihre Gefühle überkochen. Erwachsene bräuchten das genauso – erlauben es sich aber selten.

Glückliche Eltern gehen ehrlicher mit ihren Grenzen um. Wenn die Geduld aufgebraucht ist, ziehen sie sich kurz zurück, statt weiterzumachen, bis sie explodieren. Ein paar Minuten allein mit einer Tasse Tee, tief durchatmen, kurz nichts hören müssen.

Diese bewusste Pause verhindert viele Situationen, die man später bereuen würde. Man kommt ruhiger zurück, klarer im Kopf und wieder ansprechbar.

Das Wichtigste daran: Diese Pause ist kein Versagen. Sie ist Verantwortung. Denn nur wer sich selbst regulieren kann, kann auch Kindern zeigen, wie man mit starken Gefühlen umgeht.

Fazit

Zeit allein zu verbringen bedeutet für Eltern nicht, ihre Familie zu vernachlässigen. Es bedeutet, genug Kraft zu behalten, um wirklich da zu sein. Die glücklichsten Eltern sind nicht diejenigen, die sich komplett aufopfern, sondern diejenigen, die ein Gleichgewicht finden.

Kleine Momente der Ruhe, Bewegung, Stille oder Entspannung wirken unscheinbar, verändern aber den ganzen Alltag. Sie machen geduldiger, klarer und innerlich ruhiger. Genau davon profitieren am Ende auch die Kinder.

Selbstfürsorge ist deshalb kein Luxus und kein Egoismus. Sie ist eine stille Grundlage für ein Familienleben, das nicht nur funktioniert, sondern sich auch gut anfühlt. Und manchmal beginnt genau dieses bessere Gefühl mit nichts weiter als ein paar Minuten ganz allein.

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