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5 Wahrheiten, die dir helfen, weiterzumachen, wenn sich Loslassen gerade unmöglich anfühlt

5 Wahrheiten, die dir helfen, weiterzumachen, wenn sich Loslassen gerade unmöglich anfühlt

Es gibt Phasen im Leben, die sich anfühlen, als würde alles stehen bleiben, während alle anderen einfach weitermachen.
Du funktionierst irgendwie, gehst arbeiten, triffst vielleicht Leute, erledigst Dinge, aber innerlich bist du noch komplett woanders.

Und genau das ist dieses Gefühl, wenn man über jemanden nicht hinwegkommt und es sich so anfühlt, als würde das niemals wieder anders werden.

Man versucht, sich abzulenken, man redet sich gut zu, man sagt sich selbst, dass es irgendwann besser wird, aber gleichzeitig fühlt es sich so an, als würde sich nichts verändern.

Und genau in solchen Momenten braucht man nicht irgendwelche leeren Sprüche, sondern Dinge, die man wirklich versteht, auch wenn sie im ersten Moment vielleicht unangenehm sind.

Hier sind fünf Wahrheiten, die genau dabei helfen können, langsam wieder nach vorne zu schauen, auch wenn es sich gerade noch unmöglich anfühlt.

1. Du darfst traurig sein, auch wenn andere denken, dass du längst darüber hinweg sein solltest

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Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem Trauer „vorbei“ sein muss, auch wenn es oft so dargestellt wird, als müsste man nach ein paar Wochen wieder komplett normal funktionieren.
Viele Menschen fühlen sich sogar zusätzlich schlecht, weil sie glauben, dass sie zu lange traurig sind oder dass mit ihnen etwas nicht stimmt, weil sie nicht schneller loslassen können.

Dabei ist es eigentlich genau andersherum.
Wenn dir jemand wirklich wichtig war, dann ist es völlig normal, dass es weh tut, und zwar nicht nur kurz, sondern manchmal über einen längeren Zeitraum hinweg.

Gefühle lassen sich nicht beschleunigen, nur weil man es gerne hätte oder weil andere es erwarten.
Wenn du versuchst, deine Trauer zu unterdrücken, nur um stark zu wirken, bleibt sie trotzdem da und kommt oft sogar stärker zurück, als du denkst.

Es geht also nicht darum, dich komplett darin zu verlieren und wochenlang nichts mehr zu tun, sondern darum, dir selbst zu erlauben, dass es dir gerade nicht gut geht, ohne dich dafür zu verurteilen.
Du darfst schlechte Tage haben, du darfst Momente haben, in denen dich Erinnerungen plötzlich überrollen, und du darfst auch länger brauchen, als andere es vielleicht verstehen.

Und genau in dem Moment, in dem du aufhörst, gegen deine Gefühle anzukämpfen, fängt oft schon ein kleiner Teil der Heilung an.

2. Dein Kopf erzählt dir gerade Geschichten, die sich real anfühlen, aber nicht unbedingt wahr sind

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Nach einer Trennung passiert oft etwas, das viele gar nicht so bewusst wahrnehmen.
Der Kopf beginnt, alles zu analysieren, zu überdenken und sich Szenarien auszumalen, die sich unglaublich echt anfühlen, obwohl sie oft nicht der Realität entsprechen.

Du erinnerst dich plötzlich nur noch an die schönen Momente und blendest dabei alles aus, was schwierig war oder nicht funktioniert hat.
Du stellst dir vor, dass dein Ex jetzt mit jemand anderem glücklicher ist, dass alles bei der neuen Person besser läuft und dass du vielleicht der Grund warst, warum es nicht funktioniert hat.

Diese Gedanken können sich so überzeugend anfühlen, dass man sie kaum hinterfragt.
Aber genau hier liegt das Problem, weil dein Kopf in dieser Phase nicht neutral arbeitet, sondern stark von deinen Emotionen beeinflusst ist.

Du siehst die Vergangenheit nicht so, wie sie wirklich war, sondern so, wie dein Schmerz sie gerade darstellen möchte.
Und genau deshalb ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, dass Gedanken nicht automatisch Fakten sind.

Menschen ändern sich nicht plötzlich komplett, nur weil sie jemand Neues kennenlernen.
Und eine Beziehung scheitert fast nie nur an einer Person, sondern immer an einer Dynamik zwischen zwei Menschen.

Wenn du anfängst, deine eigenen Gedanken ein bisschen zu hinterfragen, statt ihnen einfach zu glauben, nimmst du ihnen einen großen Teil ihrer Macht.
Und genau das hilft dir dabei, wieder klarer zu sehen, auch wenn es am Anfang nicht leicht ist.

3. Du hältst dich selbst fest, solange du ständig nach ihm suchst, auch wenn es sich wie ein kleiner Trost anfühlt

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Es ist unglaublich verlockend, immer wieder nachzuschauen, was die andere Person macht.
Ein kurzer Blick auf Social Media, ein schnelles Durchscrollen, vielleicht einfach nur, um zu sehen, ob es ihm auch schlecht geht oder ob er schon weitergemacht hat.

Und jedes Mal denkt man, dass es einem vielleicht hilft oder zumindest kurz dieses Gefühl von Nähe zurückbringt.
Aber in den meisten Fällen passiert genau das Gegenteil.

Du siehst etwas, das dich triggert, du fängst wieder an zu vergleichen, du denkst wieder mehr darüber nach, und plötzlich bist du emotional wieder genau da, wo du eigentlich raus wolltest.
Das ist wie ein Kreislauf, aus dem man nur schwer rauskommt, wenn man ihn nicht bewusst unterbricht.

Jeder Blick zurück macht den Schritt nach vorne schwerer.
Und auch wenn es sich am Anfang hart anfühlt, Abstand zu halten, ist genau das einer der wichtigsten Schritte überhaupt.

Abstand bedeutet nicht nur, keinen Kontakt zu haben, sondern auch, sich selbst davor zu schützen, immer wieder in alte Muster zurückzufallen.
Du gibst dir damit die Möglichkeit, langsam loszulassen, auch wenn es sich am Anfang ungewohnt und unangenehm anfühlt.

Und genau dieser Abstand sorgt irgendwann dafür, dass die Gedanken weniger werden, auch wenn du dir das gerade vielleicht noch nicht vorstellen kannst.

4. Du bist nicht machtlos, auch wenn es sich gerade so anfühlt, und genau das verändert mehr, als du denkst

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Nach einer Trennung fühlt man sich oft, als hätte man die Kontrolle komplett verloren.
Als wäre alles einfach passiert und man könnte nichts daran ändern, wie es einem geht oder wie es weitergeht.

Dieses Gefühl kann sehr stark sein, weil man sich emotional ausgeliefert fühlt.
Aber gleichzeitig ist es auch ein Zustand, in dem man sich selbst oft unterschätzt.

Denn auch wenn du nicht beeinflussen kannst, was passiert ist, kannst du beeinflussen, wie du jetzt damit umgehst.
Du kannst entscheiden, ob du dich komplett in deinen Gedanken verlierst oder ob du versuchst, kleine Schritte nach vorne zu machen, auch wenn sie sich am Anfang schwer anfühlen.

Das bedeutet nicht, dass du sofort stark sein musst oder dass du alles im Griff haben musst.
Es bedeutet nur, dass du nicht komplett ohne Einfluss bist, auch wenn es sich manchmal so anfühlt.

Sobald du beginnst, dich selbst wieder ernst zu nehmen und dir bewusst machst, dass du nicht nur reagierst, sondern auch handeln kannst, verändert sich langsam etwas.
Vielleicht nicht sofort sichtbar, aber spürbar.

Und genau dieses Gefühl, wieder ein bisschen Kontrolle zu haben, hilft dir dabei, aus diesem Zustand rauszukommen, in dem du dich nur noch ausgeliefert fühlst.

5. Du wirst wieder lieben, auch wenn du es dir gerade absolut nicht vorstellen kannst

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Das ist wahrscheinlich die schwerste Wahrheit von allen, weil sie sich im Moment am unrealistischsten anfühlt.
Wenn man jemanden verloren hat, den man wirklich geliebt hat, dann fühlt es sich oft so an, als wäre das etwas Einmaliges gewesen, das man nie wieder erleben wird.

Man denkt, dass niemand mehr diesen Platz einnehmen kann oder dass man selbst gar nicht mehr in der Lage ist, so zu fühlen wie vorher.
Und genau diese Gedanken machen es noch schwerer, loszulassen, weil man das Gefühl hat, dass man etwas Unersetzbares verloren hat.

Aber Gefühle sind nicht statisch.
Sie verändern sich, auch wenn es Zeit braucht und man es im Moment noch nicht sieht.

Irgendwann merkst du, dass du nicht mehr jeden Tag daran denkst.
Irgendwann merkst du, dass du wieder lachen kannst, ohne dass sich etwas in dir zusammenzieht.

Und irgendwann kommt der Punkt, an dem du wieder offen bist für jemanden neuen, ohne dass du das Gefühl hast, etwas zu ersetzen.
Es wird sich anders anfühlen, vielleicht ruhiger, vielleicht klarer, aber nicht schlechter.

Und genau das ist wichtig zu verstehen.
Nur weil etwas vorbei ist, bedeutet das nicht, dass es das letzte Mal war, dass du so fühlen wirst.

Fazit

Loslassen fühlt sich am Anfang nicht wie ein Prozess an, sondern eher wie ein Stillstand, aus dem man nicht rauskommt.
Man denkt, dass sich nichts verändert und dass man für immer in diesem Zustand bleibt.

Aber Veränderung passiert oft leise.
Nicht von heute auf morgen, sondern in kleinen Momenten, die man manchmal erst im Nachhinein erkennt.

Es ist okay, wenn es dauert.
Es ist okay, wenn es sich zwischendurch wieder schlimmer anfühlt.

Wichtig ist nur, dass du dir selbst erlaubst, da durchzugehen, ohne dich dabei zu verlieren.

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