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Warum man manchmal unsympathisch wirkt, ohne es zu merken – 5 Gewohnheiten

Warum man manchmal unsympathisch wirkt, ohne es zu merken – 5 Gewohnheiten

Es gibt diese Situationen, in denen man merkt, dass die Stimmung irgendwie komisch ist, obwohl man selbst das Gefühl hat, ganz normal zu sein, nichts falsch gemacht zu haben und eigentlich sogar freundlich unterwegs war.

Man unterhält sich, lacht vielleicht sogar, und trotzdem merkt man, dass das Gegenüber auf Abstand bleibt oder nicht wirklich warm wird, ohne dass man genau sagen kann, woran es liegt.

Und genau da wird es interessant, weil es oft nicht die großen Dinge sind, die dafür sorgen, dass man unsympathisch wirkt, sondern eher kleine Verhaltensweisen, die man selbst gar nicht bewusst wahrnimmt.

Diese Dinge passieren nebenbei, automatisch, fast wie Gewohnheiten, und gerade deshalb hinterfragt man sie selten, obwohl sie im Umgang mit anderen einen riesigen Unterschied machen können.

Das Schwierige daran ist, dass man sich selbst meistens ganz anders einschätzt, während andere einen komplett anders wahrnehmen, und genau diese Lücke sorgt dafür, dass Missverständnisse entstehen.

1. Du hörst nicht richtig zu, auch wenn du denkst, dass du es tust

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Viele glauben, dass sie gute Zuhörer sind, weil sie während eines Gesprächs nicht ständig unterbrechen oder weil sie nicken und reagieren.

Doch echtes Zuhören bedeutet mehr als nur still zu sein, während der andere spricht, weil es darum geht, wirklich zu verstehen, was gesagt wird, statt schon die eigene Antwort im Kopf zu formulieren.

Oft passiert genau das, dass man innerlich schon überlegt, was man als Nächstes sagt, während der andere noch spricht, und dadurch verpasst man viele kleine Details, die eigentlich wichtig wären.

Das merkt das Gegenüber oft schneller, als man denkt, weil man dann ungenau reagiert oder an etwas vorbeiredet, was gerade gesagt wurde.

Mit der Zeit entsteht so das Gefühl, dass man nicht wirklich interessiert ist, auch wenn das gar nicht die Absicht war.

Und genau das sorgt dafür, dass Gespräche oberflächlich bleiben und keine echte Verbindung entsteht.

2. Du redest viel über dich, ohne es bewusst zu merken

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Es ist völlig normal, von sich selbst zu erzählen, weil Gespräche nun mal davon leben, dass beide Seiten etwas einbringen.

Problematisch wird es erst dann, wenn man unbewusst dazu neigt, jedes Thema wieder auf sich zu lenken, ohne dem anderen genug Raum zu geben.

Das passiert oft ganz automatisch, weil man zeigen will, dass man etwas versteht oder dass man ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Doch wenn das ständig passiert, kann es so wirken, als würde man sich mehr für sich selbst interessieren als für das, was der andere erzählt.

Das Gegenüber fühlt sich dann schnell übergangen oder nicht ernst genommen, auch wenn man es gar nicht so gemeint hat.

Ein gutes Gespräch entsteht nur dann, wenn beide Seiten das Gefühl haben, wirklich gehört zu werden und nicht nur eine Bühne für den anderen zu sein.

3. Deine Körpersprache passt nicht zu dem, was du sagst

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Viele achten auf ihre Worte, aber vergessen dabei komplett, wie viel ihre Körpersprache eigentlich aussagt.

Ein kurzer Blick aufs Handy, verschränkte Arme oder ein abwesender Gesichtsausdruck können mehr Wirkung haben als jedes gesprochene Wort.

Selbst kleine Dinge wie fehlender Blickkontakt oder ein genervter Blick können dafür sorgen, dass sich der andere unwohl fühlt, ohne genau zu wissen, warum.

Das Problem ist, dass solche Signale oft unbewusst passieren, besonders wenn man müde ist oder mit den Gedanken woanders.

Für das Gegenüber wirkt es dann so, als hätte man kein Interesse oder als würde man sich überlegen fühlen, obwohl das gar nicht stimmt.

Wenn Worte und Körpersprache nicht zusammenpassen, entsteht schnell ein komisches Gefühl, das schwer zu greifen ist, aber trotzdem deutlich spürbar bleibt.

4. Du wirkst schnell negativ oder kritisch, auch wenn du es nicht so meinst

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Manche Menschen haben einfach eine direkte Art, Dinge anzusprechen, was grundsätzlich nichts Schlechtes ist.

Doch wenn diese Direktheit oft in Kritik oder negative Kommentare übergeht, kann das auf andere schnell anstrengend wirken.

Selbst kleine Bemerkungen, die man selbst vielleicht gar nicht so ernst meint, können beim Gegenüber hängen bleiben und einen bestimmten Eindruck hinterlassen.

Wenn man oft das Schlechte sieht oder Dinge kommentiert, die nicht passen, entsteht schnell das Gefühl, dass man schwer zufriedenzustellen ist.

Das bedeutet nicht, dass man immer positiv sein muss, sondern eher, dass man bewusst wahrnimmt, wie oft man etwas kritisiert oder negativ bewertet.

Ein ausgewogenes Verhalten macht einen viel angenehmer im Umgang, weil es zeigt, dass man nicht nur Probleme sieht, sondern auch das Gute wahrnimmt.

5. Du bist nicht wirklich präsent, auch wenn du körperlich da bist

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Es gibt kaum etwas, das stärker auffällt, als wenn jemand zwar da sitzt, aber gedanklich ganz woanders ist.

Man merkt es an kleinen Dingen, an verzögerten Reaktionen, an unpassenden Antworten oder daran, dass jemand Dinge vergisst, die gerade erst gesagt wurden.

In einer Zeit, in der jeder ständig abgelenkt ist, ist echte Aufmerksamkeit selten geworden, und genau deshalb fällt es umso mehr auf, wenn sie fehlt.

Das Gegenüber fühlt sich dann schnell unwichtig oder nicht ernst genommen, auch wenn man selbst vielleicht nur kurz abgelenkt war.

Präsenz bedeutet nicht, perfekt zu sein, sondern einfach im Moment zu sein und dem anderen das Gefühl zu geben, dass er gerade zählt.

Und genau dieses Gefühl entscheidet oft darüber, ob man als sympathisch wahrgenommen wird oder nicht.

Fazit

Unsympathisch zu wirken hat selten etwas mit der Persönlichkeit an sich zu tun, sondern oft mit kleinen Gewohnheiten, die man sich im Laufe der Zeit angeeignet hat, ohne sie zu hinterfragen.

Das Gute daran ist, dass genau diese Dinge auch veränderbar sind, wenn man anfängt, bewusster auf sich selbst zu achten und zu verstehen, wie man auf andere wirkt.

Es geht nicht darum, sich komplett zu verstellen oder perfekt zu sein, sondern eher darum, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie man im Umgang mit anderen wahrgenommen wird.

Oft reichen schon kleine Veränderungen, um Gespräche angenehmer zu machen und Verbindungen zu stärken, ohne dass man sich dabei selbst verliert.