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Typische Eigenschaften manipulativer Menschen

Typische Eigenschaften manipulativer Menschen

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden bestimmte Verhaltensweisen oft schnell als bösartig oder negativ abgestempelt.

In der psychologischen Forschung spricht man jedoch deutlich differenzierter von sogenannten dunklen Persönlichkeitseigenschaften, die unter dem Begriff „dunkle Triade“ zusammengefasst werden.

Dazu zählen muster, die mit Egozentrik, mangelnder Empathie und manipulativen Tendenzen verbunden sind.

Darüber wurde eine wissenschaftliche Untersuchung in der Fachzeitschrift veröffentlicht. Sie zeigt, dass solche Eigenschaften häufiger mit unethischem Verhalten in Verbindung stehen können.

Dazu gehören unter anderem Lügen, Täuschung oder das bewusste Ausnutzen anderer Menschen.

Wichtig ist jedoch zu betonen, dass es sich dabei nicht um eine Diagnose handelt. Es sind wissenschaftliche Beschreibungen von Persönlichkeitsmerkmalen, die in unterschiedlicher Ausprägung bei Menschen auftreten können.

Die Forschung versucht dabei vor allem, Muster im Verhalten besser zu verstehen und einzuordnen, ohne vorschnelle moralische Urteile zu fällen.

Dunkle Triade

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Die sogenannte Dunkle Triade beschreibt in der Psychologie ein Modell, das drei bestimmte Persönlichkeitseigenschaften zusammenfasst. Diese werden häufig im Zusammenhang mit zwischenmenschlichem Verhalten und sozialen Beziehungen untersucht.

Dazu gehört zunächst der Narzissmus, der sich durch eine starke Selbstbezogenheit, ein überhöhtes Selbstbild und ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Bewunderung durch andere auszeichnet.

Menschen mit solchen Tendenzen stellen oft sich selbst in den Mittelpunkt. 

Ein weiteres Merkmal ist der Machiavellismus. Dabei handelt es sich um eine eher strategische und manipulative Art, bei der soziale Beziehungen gezielt genutzt werden, um eigene Ziele zu erreichen, oft ohne Rücksicht auf andere.

Die dritte Komponente ist die Psychopathie, die durch Impulsivität, geringe emotionale Empathie und eine erhöhte Risikobereitschaft geprägt ist.

Machiavelismus

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Das auffälligste Erlebnis der Untersuchung ist die besondere Rolle des Machiavelismus. In der Studie wurden den TeilnehmerInnen zwei unterschiedliche Situationen präsentiert, in denen sie die Möglichkeit hatten, zu lügen oder zu betrügen, um sich dadurch einen persönlichen Vorteil zu verschaffen.

Dabei wurde genauer analysiert, welche der Eigenschaften der Dunklen Triade mit welchem Verhalten am stärksten zusammenhängt. Die Auswertung zeigte, dass Machiavelismus besonders stark mit Betrug in Situationen verbunden war, in denen die Täuschung gezielt auf Kosten anderer Menschen erfolgte.

Diese Form des unethischen Verhaltens ist eher sozial und strategisch geprägt, da sie auf Planung und bewusster Manipulation basiert.

Personen mit hohem Wert an Machiavelismus neigen also dazu, Täuschung als Mittel zu verwenden, um langfristige Vorteile zu sichern, auch wenn dabei andere geschädigt werden.

Im Gegensatz dazu zeigte sich bei der Psychopathie ein stärkerer Zusammenhang mit dem Lügen über die eigene Leistung. Hier handelt es sich eher um eine direkte und opportunistische Form der Täuschung, bei der kurzfristige Vorteile im Vordergrund stehen.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass kein einzelnes Persönlichkeitsmerkmal allein alle Formen unethischen Verhaltens erklären kann, sondern dass die Zusammenhänge je nach Situation und Art des Verhaltens unterschiedlich ausfallen.

Abends sind weniger moralisch

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Was hat dies mit diesem bekannten Sprichwort zu tun? In der psychologischen Forschung wird dieser Gedanke häufig mit der sogenannten Hypothese des „Morgenmoral-Effekts“ in Verbindung gebracht.

Diese Theorie geht davon aus, dass Menschen in den frühen Stunden des Tages eher dazu neigen, ehrlich zu handeln und moralisch korrekte Entscheidungen zu treffen. 

Im Laufe des Tages, insbesondere am Nachmittag oder Abend, ist diese Tendenz angeblich nachgelassen, weil Konzentration und Selbstkontrolle abnehmen und dadurch impulsives Verhalten wahrscheinlicher wird.

Im Kontext der Studie zu Dunklen Traide wurde diese Annahme ebenfalls genauer untersucht. Dabei ging es unter anderem darum, zu prüfen, ob die Tageszeit einen Einfluss auf unethisches Verhalten wie Lügen oder Betrug hat oder ob möglicherweise die Wirkung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale verstärkt.

Das Ergebnis

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Die Ergebnisse waren jedoch eindeutig und widersprachen dieser verbreiteten Annahme.

Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Tageszeit und der Häufigkeit von unehrlichem Verhalten festgestellt werden. Weder traten am Abend mehr Lügen oder Betrugsversuche, noch zeigte sich, dass sogenannte dunkle Persönlichkeitseigenschaften im Tagesverlauf stärker oder schwächer wirken.

Auch die erwartete Abnahme des moralischen Verhaltens im Laufe des Tages ließ sich empirisch nicht bestätigen.

Stattdessen deuten die Daten darauf hin, dass andere Faktoren eine wesentlich größere Rolle spielen. Dazu zählen vor allem stabile Persönlichkeitseigenschaften sowie die konkrete soziale Situation, in der eine Entscheidung getroffen wird.

Die Ergebnisse legen somit nahe, dass moralisches Verhalten weniger von der Uhrzeit abhängt, als häufig angenommen wird, sondern vielmehr von individuellen und situativen Einflüsse geprägt ist.

Befunde

Wie manifestiert man etwas, das man wirklich will?
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Die Untersuchung liefert mehrere zentrale Ergebnisse, die ein differenzierteres Verständnis von unehrlichem Verhalten ermöglichen. Besonders deutlich zeigt sich, dass Machiavelismus jene Persönlichkeitseigenschaft ist, die am stärksten mit strategischer Täuschung in Verbindung steht.

Personen mit ausgeprägten machiavelistischen Tendenzen nutzen Lügen oder Betrug gezielt und geplant, besonders dann, wenn dadurch andere benachteiligt werden.

Diese Form der Täuschung ist weniger impulsiv, dafür aber sehr kalkuliert und langfristig ausgerichtet.

Ein anderes Muster zeigt sich bei der Psychopathie. Hier besteht ein längerer Zusammenhang mit direktem, opportunistischem Lügen, etwa in Situationen, in denen Menschen ihre eigene Leistung bewusst falsch darstellen, um kurzfristige Vorteile zu erzielen.

Im Gegensatz zu Machiavelismus steht hier weniger die Strategie im Vordergrund, sondern eher spontanes, selbstbezogenes Verhalten ohne Rücksicht auf Konsequenzen.

Ein weiterer Befund betrifft die Tageszeiten. Anders als in manchen früheren Annahmen spielt es in dieser Studie keine Rolle, ob Entscheidungen morgens oder abends getroffen werden. Es konnte kein verlässlicher Einfluss der Uhrzeit auf Betrug oder Lügen festgestellt werden, ebenso wenig eine Verstärkung dunkler Eigenschaften im Tagesverlauf.

Insgesamt zeigt die Studie, dass es nicht um vereinfachte Kategorien wie „gut“ oder „böse“ geht. Vielmehr handelt es sich um unterschiedliche Persönlichkeitstendenzen, die je nach Situation verschieden stark zum Ausdruck kommen können.