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Menschen mit geringer sozialer Intelligenz zeigen oft dieselben Verhaltensweisen

Menschen mit geringer sozialer Intelligenz zeigen oft dieselben Verhaltensweisen

Extrovertiert oder beliebt zu sein, hat mit sozialer Intelligenz nur wenig zu tun.

Wichtiger ist, wie gut jemand andere Menschen versteht, auf sie eingeht und mit unterschiedlichen Situationen umgeht.

Aufmerksames Zuhören, ein Gespür für Stimmungen, das Wissen, wann Worte verletzen oder Schweigen die bessere Wahl ist, all das gehört dazu.

Diese Fähigkeit beeinflusst, wie Beziehungen, Freundschaften oder die Zusammenarbeit im Beruf verlaufen.

Fehlt sie, handeln manche unbewusst auf eine Weise, die bei anderen für Irritation sorgt.

Böse gemeint ist das selten.

Trotzdem führen bestimmte Verhaltensweisen immer wieder zu Missverständnissen, Konflikten oder emotionaler Distanz.

Die folgenden Anzeichen bedeuten nicht automatisch, dass jemand grundsätzlich unsympathisch ist.

Sie zeigen aber oft, dass wichtige soziale Fähigkeiten noch nicht ausreichend entwickelt sind.

Zuhören, aber nicht wirklich

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Die meisten Menschen sprechen gerne über eigene Erfahrungen, und daran ist erst einmal nichts auszusetzen.

Schwierig wird ein Gespräch, wenn es nur noch aus Monologen besteht.

Aufmerksam wirken manche dabei durchaus, warten aber meist nur darauf, selbst wieder sprechen zu können.

Während das Gegenüber erzählt, überlegen sie bereits, was sie als Nächstes sagen möchten, sodass wichtige Details auf der Strecke bleiben.

Nachfragen kommen selten vor, und wenn doch, dienen sie oft nur dazu, das Gespräch schnell wieder auf sich selbst zu lenken.

Beim Zuhören geht es um mehr, als während des Sprechens des anderen zu schweigen: Es bedeutet, echtes Interesse zu zeigen, zwischen den Zeilen zu hören und dem Gegenüber ein Gefühl von Verständnis zu vermitteln.

Fehlt diese Fähigkeit, entstehen häufig Gespräche, nach denen sich andere zwar angehört, aber nicht wirklich wahrgenommen fühlen.

An diesem Punkt zeigt sich soziales Gespür besonders deutlich.

Fühlen des Gegenübers bleibt unbemerkt

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Ein kurzer Blick, ein veränderter Gesichtsausdruck oder ein ungewohnt ruhiger Tonfall, solche kleinen Momente verraten oft mehr, als Worte es könnten.

Solche Signale gehen bei manchen Menschen einfach unter.

Dass jemand müde ist, dass eine Bemerkung verletzt hat, oder dass das Gegenüber das Gespräch längst beenden möchte, bleibt oft verborgen.

Daraus entstehen Situationen, die für andere unangenehm werden: Manche reden weiter, obwohl niemand mehr zuhört, machen Witze, obwohl die Stimmung längst gekippt ist, oder sprechen ein sensibles Thema an, obwohl der richtige Moment dafür fehlt.

Gedanken lesen kann natürlich niemand.

Ein gutes Gespür für andere zeigt sich aber in der Aufmerksamkeit für Körpersprache, Mimik und die Reaktionen des Gegenübers.

Verändert sich die Stimmung, merken einfühlsame Menschen das oft früh und stellen sich darauf ein.

Genau dieses Gespür macht den Umgang mit ihnen für andere angenehm und unkompliziert.

Ehrlichkeit mit Rücksichtslosigkeit verwechselt

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Viele Menschen sind stolz darauf, immer offen ihre Meinung zu sagen, und das ist zunächst einmal nichts Verwerfliches.

Soziales Gespür zeigt sich jedoch nicht nur darin, was jemand sagt, sondern auch darin, wie und wann etwas gesagt wird.

Verletzende Bemerkungen werden dann oft mit Sätzen gerechtfertigt wie: „Ich bin eben ehrlich.“ oder „Damit musst du klarkommen.“

Kritik lässt sich klar formulieren, ohne den anderen bloßzustellen.

Unnötig verletzende Worte deuten häufig darauf hin, dass jemand mehr an die eigene Meinung denkt als an ihre Wirkung auf andere.

Die eigenen Worte bewusst abzuwägen, im Wissen, dass sich dieselbe Botschaft ganz unterschiedlich vermitteln lässt, macht hier den Unterschied.

So gelingt es manchen, auch schwierige Themen anzusprechen, ohne andere unnötig zu verletzen.

Schwierigkeiten im Umgang mit Kritik

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Kritik zu hören, ist für die wenigsten angenehm.

Trotzdem gehört die Fähigkeit, sie anzunehmen, zu den wichtigen Merkmalen sozialer Intelligenz.

Auf kritische Rückmeldungen folgt bei manchen sofort eine defensive Reaktion.

Ausreden, Rechtfertigungen oder die Verantwortung auf andere abzuschieben, gehört dann oft zur ersten Reaktion.

Manche fühlen sich sogar persönlich angegriffen, obwohl die Kritik sachlich und gut gemeint ist, wodurch es schwerfällt, aus Fehlern zu lernen oder das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Zuhören und verstehen wollen, warum das Gegenüber so empfindet, das unterscheidet einen reiferen Umgang mit Kritik.

Berechtigt ist längst nicht jede Rückmeldung, doch selbst dann lohnt sich ein ernsthafter Blick auf die Sichtweise des anderen.

Feedback anzunehmen, bringt einen persönlich weiter und stärkt gleichzeitig die eigenen Beziehungen.

Kaum Interesse an der Perspektive anderer

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Jeder Mensch betrachtet die Welt aus seiner eigenen Sicht, und daraus entstehen ganz natürlich unterschiedliche Meinungen.

Andere Perspektiven nachzuvollziehen fällt manchen jedoch schwer.

Zugehört wird zwar, verstanden werden will das Gegenüber jedoch selten.

Situationen werden fast ausschließlich aus der eigenen Sicht bewertet, andere Meinungen vorschnell als falsch, übertrieben oder unverständlich abgestempelt.

Das erschwert nicht nur Diskussionen, auch Freundschaften und Beziehungen leiden darunter.

Mit allem einverstanden sein muss dabei niemand.

Die Frage, warum jemand anders denkt, fühlt oder handelt, öffnet trotzdem den Raum für respektvolle Gespräche, selbst wenn die Ansichten weit auseinandergehen.

Die Sichtweise anderer nachzuvollziehen, legt eine wichtige Grundlage für Vertrauen.

Fazit

Immer die richtigen Worte zu finden, macht soziale Intelligenz nicht aus.

Wichtiger ist die Fähigkeit, anderen Menschen mit Aufmerksamkeit und echtem Interesse zu begegnen.

Von Anfang an voll ausgeprägt sind diese Fähigkeiten bei den wenigsten. Mit jeder Begegnung und jedem Gespräch entwickeln sie sich weiter, lassen sich also über die Zeit ausbauen.

Oft hilft es schon, sich selbst genauso aufmerksam zu beobachten, wie man andere beobachtet.