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Was du nach einem Fehler tust, kann überraschend viel über deine Intelligenz verraten

Was du nach einem Fehler tust, kann überraschend viel über deine Intelligenz verraten

Du hast etwas Falsches gesagt, eine schlechte Entscheidung getroffen oder schlicht etwas vermasselt.

Was passiert als Nächstes?

Vielleicht ist dein erster Impuls, dich zu erklären. Schließlich gab es Gründe.

Jemand anderes war ebenfalls beteiligt, die Situation war kompliziert und überhaupt hätte wahrscheinlich jeder an deiner Stelle ähnlich gehandelt.

Das kennen wir alle.

Fehler fühlen sich selten gut an. Noch unangenehmer ist es, vor einem anderen Menschen zuzugeben: „Ja, das war meine Schuld.“

Doch ausgerechnet dieser Moment kann erstaunlich viel über einen Menschen verraten.

Denn es braucht Selbstreflexion, um den eigenen Anteil an einer unangenehmen Situation zu erkennen.

Wer dagegen für jedes Problem sofort einen Schuldigen im Außen sucht, nimmt sich selbst die Möglichkeit, aus den eigenen Fehlern zu lernen.

Ganz so einfach lässt sich Intelligenz natürlich nicht an einer einzigen Reaktion messen.

Menschen rechtfertigen sich aus den unterschiedlichsten Gründen, und niemand reagiert nach jedem Fehler vollkommen reflektiert.

Trotzdem lohnt sich eine Frage:

Was machst du, wenn du merkst, dass diesmal tatsächlich du falschlagst?

Denn wie du mit diesem unangenehmen Moment umgehst, sagt möglicherweise mehr über dich aus als der Fehler selbst.

Du suchst nicht sofort nach einem Schuldigen

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Etwas geht schief und plötzlich beginnt die Suche nach einer Erklärung.

Wer hat angefangen? Wer hätte besser aufpassen müssen? Und wer hat überhaupt dafür gesorgt, dass die Situation so weit gekommen ist?

Einen Schuldigen zu finden, kann erstaunlich beruhigend sein.

Denn solange jemand anderes verantwortlich ist, müssen wir uns mit dem eigenen Anteil nicht besonders lange beschäftigen.

„Ich hätte das nicht gemacht, wenn er nicht …“

„Sie hat mich schließlich dazu gebracht.“

„Unter anderen Umständen wäre das niemals passiert.“

Natürlich gibt es Situationen, in denen tatsächlich mehrere Menschen Verantwortung tragen. Nicht jeder Fehler, an dem du beteiligt bist, liegt automatisch allein bei dir.

Die entscheidende Frage ist vielmehr, ob du deinen eigenen Anteil noch erkennen kannst, wenn es unangenehm wird.

Was hätte ich anders machen können?

Was habe ich übersehen?

Und würde ich mich beim nächsten Mal wieder genauso verhalten?

Solche Fragen sind unangenehmer, als einfach mit dem Finger auf einen anderen Menschen zu zeigen.

Sie geben dir jedoch die Möglichkeit, etwas über dein eigenes Verhalten zu lernen.

Du kannst sagen: „Das war mein Fehler.“

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Dieser Satz ist erstaunlich schwer auszusprechen.

Vor allem dann, wenn niemand gerne schlecht dastehen möchte.

Also erklären wir, relativieren oder hängen schnell noch ein „aber“ an unsere Entschuldigung.

„Ja, das war mein Fehler, aber du hättest auch …“

Und plötzlich geht es gar nicht mehr darum, Verantwortung zu übernehmen.

Wer einen Fehler wirklich eingestehen kann, braucht nicht sofort eine Rechtfertigung hinterherschieben.

„Ich habe das falsch eingeschätzt.“

„Da lag ich daneben.“

„Das hätte ich anders machen sollen.“

Solche Sätze ändern nicht, was passiert ist.

Sie zeigen jedoch, dass du in der Lage bist, dein eigenes Verhalten zu betrachten, ohne sofort eine Erklärung zu suchen, die dich besser aussehen lässt.

Das bedeutet auch nicht, dass du dir für alles die Schuld geben sollst.

Es geht darum, Verantwortung dort zu übernehmen, wo sie tatsächlich bei dir liegt.

Denn einen Fehler zuzugeben macht dich nicht weniger kompetent oder weniger intelligent.

Im Gegenteil: Erst wenn du akzeptieren kannst, dass du falschlagst, kannst du überhaupt überlegen, was du beim nächsten Mal besser machen möchtest.

Du willst verstehen, was schiefgelaufen ist

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Einen Fehler zuzugeben ist der erste Schritt.

Danach kommt die wesentlich interessantere Frage: Warum ist er überhaupt passiert?

Vielleicht hast du eine Entscheidung zu schnell getroffen. Du hast etwas Wichtiges übersehen, nicht richtig zugehört oder dich so sehr auf deine eigene Meinung verlassen, dass du andere Möglichkeiten gar nicht mehr in Betracht gezogen hast.

Wer darüber nachdenkt, sucht keine Ausrede.

Er versucht zu verstehen.

Denn derselbe Fehler kann aus völlig unterschiedlichen Gründen entstehen.

Wenn du nur feststellst: „Das war falsch“, weißt du zwar, was passiert ist. Du weißt aber noch lange nicht, was du daraus mitnehmen kannst.

Dafür musst du ein wenig genauer hinschauen.

Was hat mich zu dieser Entscheidung gebracht? Welche Informationen haben mir gefehlt? Habe ich etwas ignoriert, obwohl ich es eigentlich besser wusste?

Die Antworten darauf sind nicht immer angenehm.

Sie können dir jedoch etwas zeigen, das weit über diesen einen Fehler hinausgeht.

Du versuchst nicht, deinen Fehler kleinzureden

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„So schlimm war es doch gar nicht.“

Dieser Satz kommt schnell über die Lippen, wenn wir merken, dass unser Verhalten Konsequenzen hatte.

Vielleicht wurde jemand verletzt, eine wichtige Aufgabe ging schief oder eine Entscheidung hat mehr Probleme verursacht als erwartet.

Dann ist es verlockend, die Sache kleiner zu machen.

Schließlich fühlt sich ein kleiner Fehler leichter an als die Erkenntnis, dass man wirklich Mist gebaut hat.

Doch wie groß ein Fehler war, entscheidet nicht immer nur derjenige, der ihn gemacht hat.

Wenn dein Verhalten einen anderen Menschen verletzt hat, hilft es wenig, ihm zu erklären, dass er übertreibt. Und wenn deine Entscheidung ein Problem verursacht hat, verschwindet es nicht dadurch, dass du es als unwichtig bezeichnest.

Du machst beim nächsten Mal etwas anders

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Ein Fehler bringt dir wenig, wenn du ihn zwar erkennst, danach aber genauso weitermachst wie vorher.

Du kannst lange darüber nachdenken, dich entschuldigen und genau erklären, was schiefgelaufen ist.

Am Ende zeigt sich die wichtigste Veränderung jedoch im Verhalten.

Vielleicht bereitest du dich beim nächsten Mal besser vor. Du hörst genauer zu, fragst nach, bevor du voreilige Schlüsse ziehst, oder nimmst dir mehr Zeit für eine Entscheidung.

Das müssen keine großen Veränderungen sein.

Oft reicht schon die Erkenntnis: So möchte ich in dieser Situation kein zweites Mal reagieren.

Natürlich schützt dich das nicht davor, neue Fehler zu machen.

Niemand trifft immer die richtige Entscheidung und niemand verhält sich in jeder Situation perfekt.

Fazit

Fehler gehören zum Leben und sagen für sich allein wenig darüber aus, wie klug ein Mensch ist.

Viel interessanter ist, was du danach machst.

Kannst du deinen eigenen Anteil erkennen, Verantwortung übernehmen und dir eingestehen, dass du etwas falsch gemacht hast?

Du musst dich dafür weder endlos rechtfertigen noch tagelang über deinen Fehler ärgern.

Entscheidend ist, dass du etwas daraus mitnimmst.

Denn ein Fehler bringt dich erst dann wirklich weiter, wenn du beim nächsten Mal weißt, was du anders machen möchtest.