Skip to Content

Diese 5 klaren Anzeichen zeigen, dass du eine schwere Kindheit hattest

Diese 5 klaren Anzeichen zeigen, dass du eine schwere Kindheit hattest

Hast du dich schon einmal gefragt, warum dir manche Dinge viel schwerer fallen als anderen Menschen?

Warum du dich sofort entschuldigst, obwohl du eigentlich gar nichts falsch gemacht hast? Warum du kaum um Hilfe bitten kannst oder plötzlich unruhig wirst, obwohl gerade alles gut läuft?

Oft halten wir solche Verhaltensweisen einfach für einen Teil unserer Persönlichkeit.

„So bin ich eben.“

Doch manchmal lohnt sich ein Blick zurück.

Denn unsere Kindheit prägt nicht nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen.

Sie kann auch beeinflussen, wie wir heute mit Konflikten umgehen, wie leicht wir anderen vertrauen, welche Beziehungen wir führen und wie sicher wir uns fühlen, wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse aussprechen.

Besonders eine schwierige oder emotional unberechenbare Kindheit kann Spuren hinterlassen, die Jahre später gar nicht mehr unmittelbar mit früher in Verbindung gebracht werden.

Du hast früh gelernt, die Stimmung anderer genau zu beobachten. Vielleicht war es einfacher, keine Probleme zu machen, nichts zu verlangen oder möglichst alles allein zu schaffen.

Damals konnte dir genau dieses Verhalten helfen, mit deiner Umgebung zurechtzukommen.

Heute brauchst du manche dieser alten Strategien möglicherweise längst nicht mehr und trotzdem tauchen sie immer wieder auf.

Natürlich bedeutet ein einzelnes Verhalten noch lange nicht, dass jemand eine schwere Kindheit hatte. Menschen entwickeln Gewohnheiten und Ängste aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Wenn du dich jedoch in mehreren der folgenden Punkte wiedererkennst, könnte es interessant sein, dich zu fragen, woher bestimmte Muster eigentlich kommen.

Diese 5 Anzeichen können darauf hindeuten, dass deine Kindheit schwieriger war, als du lange gedacht hast.

5. Du entschuldigst dich ständig, auch wenn du nichts falsch gemacht hast

shutterstock

„Entschuldigung.“

Oft ist dieses Wort schon ausgesprochen, bevor du überhaupt darüber nachgedacht hast, ob du etwas falsch gemacht hast.

Jemand wirkt plötzlich genervt und du fragst dich sofort, ob es an dir liegt. Ein Gespräch wird unangenehm und du versuchst, die Stimmung wieder zu retten.

Selbst wenn ein anderer Mensch einen schlechten Tag hat, suchst du den Grund vielleicht zuerst bei dir.

Von außen kann das einfach nach besonderer Rücksichtnahme aussehen.

Doch wenn du als Kind erlebt hast, dass die Stimmung zu Hause schnell kippen konnte, hast du möglicherweise früh gelernt, besonders aufmerksam darauf zu achten, wie es den Menschen um dich herum gerade geht.

War jemand wütend, enttäuscht oder plötzlich still, konnte es sich sicherer anfühlen, selbst nachzugeben.

Also hast du dich entschuldigt, dich angepasst oder versucht, möglichst schnell wieder für Frieden zu sorgen.

Das Schwierige daran ist, dass solche Gewohnheiten nicht automatisch verschwinden, nur weil du längst erwachsen bist.

Heute kann schon ein veränderter Tonfall reichen und in deinem Kopf beginnt die Suche:

Habe ich etwas Falsches gesagt?

Ist die Person wegen mir sauer?

Was muss ich tun, damit wieder alles in Ordnung ist?

Dabei bist du gar nicht für jede schlechte Stimmung verantwortlich, die dir begegnet.

Und du musst dich auch nicht für Dinge entschuldigen, die überhaupt nicht deine Schuld sind.

4. Du bittest nur ungern um Hilfe

shutterstock

„Ich schaffe das schon.“

Vielleicht gehört dieser Satz zu denen, die du besonders häufig sagst.

Selbst wenn du völlig überfordert bist, versuchst du zunächst, alles allein zu lösen.

Du möchtest niemandem zur Last fallen, niemanden um etwas bitten und schon gar nicht das Gefühl haben, von einem anderen Menschen abhängig zu sein.

Hilfe anzunehmen kann sich für dich fast unangenehmer anfühlen, als dich selbst irgendwie durchzukämpfen.

Auch dahinter kann eine Erfahrung aus der Kindheit stecken.

Wenn du früh gelernt hast, dass du dich auf Erwachsene nicht immer verlassen kannst, hast du möglicherweise angefangen, dich vor allem auf dich selbst zu verlassen.

Damals konnte das eine wichtige Strategie sein.

Du hast gelernt, Probleme selbst zu lösen, deine Bedürfnisse zurückzustellen und möglichst wenig von anderen zu erwarten.

Als Erwachsener wirkt diese Selbstständigkeit zunächst sogar wie eine Stärke.

Und das kann sie natürlich auch sein.

Schwierig wird es erst, wenn du selbst dann niemanden an dich heranlässt, wenn du Unterstützung eigentlich dringend gebrauchen könntest.

Denn unabhängig zu sein bedeutet nicht, alles allein tragen zu müssen.

Manchmal zeigt sich Stärke auch darin, einem anderen Menschen zu vertrauen und einfach zu sagen:

„Ich brauche gerade Hilfe.“

3. Du fühlst dich unwohl, wenn alles ruhig ist

9 Dinge, die Kinder über die Scheidung der Eltern sagen wollen
shutterstock

Eigentlich ist gerade alles gut.

Niemand ist sauer. Es gibt keinen Streit, keine schlechte Nachricht und kein Problem, das dringend gelöst werden müsste.

Und trotzdem kannst du dich nicht wirklich entspannen.

Irgendetwas in dir wartet darauf, dass doch noch etwas passiert.

Vielleicht interpretierst du eine kurze Nachricht sofort als Warnsignal. Dein Partner ist stiller als sonst und du fragst dich, was nicht stimmt.

Oder du hast endlich eine ruhige Phase im Leben und kannst sie kaum genießen, weil du ständig damit rechnest, dass sie sowieso bald vorbei sein wird.

Wer in einer unberechenbaren Umgebung aufgewachsen ist, kann sich an genau diese Wachsamkeit gewöhnt haben.

Als Kind wusstest du vielleicht nie genau, welche Stimmung dich zu Hause erwartet oder wann aus einem normalen Moment plötzlich ein Konflikt wird.

Also hast du gelernt, aufmerksam zu sein.

Du hast Blicke beobachtet, Tonfälle analysiert und möglicherweise schon an kleinen Veränderungen erkannt, dass etwas in der Luft lag.

Damals konnte dir diese Aufmerksamkeit helfen, dich auf das vorzubereiten, was als Nächstes kam.

Heute kann sie dazu führen, dass sich selbst Ruhe manchmal ungewohnt anfühlt.

Dann suchst du nach einem Problem, obwohl gerade keines da ist.

2. Du sagst selten, was du wirklich brauchst

Hast du als Kind genug Liebe bekommen? 10 Verhaltensweisen, die das Gegenteil beweisen!
shutterstock

„Passt schon.“

„Mach dir keine Gedanken.“

„Mir ist es egal, such du aus.“

Vielleicht sagst du solche Sätze häufiger, als dir bewusst ist.

Schon bei kleinen Dingen hältst du dich lieber zurück. Du möchtest keinen Streit verursachen, niemanden enttäuschen und auf keinen Fall als anstrengend gelten.

Also passt du dich an.

Wenn du als Kind gelernt hast, dass deine Bedürfnisse wenig Raum bekommen oder schnell zu Konflikten führen, kann genau dieses Verhalten irgendwann selbstverständlich werden.

Du lernst, zuerst darauf zu achten, was andere brauchen.

Und deine eigenen Wünsche kommen irgendwann ganz zum Schluss.

Das kann sich später besonders in Beziehungen bemerkbar machen.

Du sagst „Alles gut“, obwohl dich etwas verletzt hat. Du stimmst Dingen zu, die du eigentlich nicht möchtest, und hoffst vielleicht insgeheim, dass der andere von selbst merkt, was mit dir los ist.

Doch Menschen können nicht immer erraten, was du ihnen nicht sagst.

Deine Bedürfnisse auszusprechen, macht dich weder egoistisch noch schwierig.

Manchmal bedeutet es einfach nur, dir selbst denselben Platz zu geben, den du anderen schon dein ganzes Leben lang selbstverständlich einräumst.

1. Du hast Angst davor, Fehler zu machen

shutterstock

Ein kleiner Fehler passiert und du denkst noch Stunden später darüber nach.

Hätte ich besser aufpassen müssen?

Was denken die anderen jetzt über mich?

Warum habe ich das nicht anders gemacht?

Dabei geht es vielleicht um etwas, das für einen anderen Menschen nach wenigen Minuten erledigt wäre.

Für dich fühlt es sich jedoch wesentlich größer an.

Wenn Fehler in deiner Kindheit häufig mit Kritik, Streit oder unangenehmen Reaktionen verbunden waren, konntest du früh lernen, dass es sicherer ist, möglichst alles richtig zu machen.

Also kontrollierst du lieber noch einmal.

Du bereitest dich besonders gründlich vor, möchtest niemanden enttäuschen und setzt dich manchmal selbst unter enormen Druck.

Von außen kann das wie Perfektionismus aussehen.

Dahinter kann jedoch die Angst stecken, was passieren könnte, wenn du einmal nicht alles richtig machst.

Das Problem ist nur: Niemand schafft das.

Du wirst falsche Entscheidungen treffen, etwas vergessen oder einen Menschen enttäuschen, obwohl du es überhaupt nicht wolltest.

Das gehört zum Leben.