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5 Boomer-Gewohnheiten, die früher normal waren und heute viele nerven

5 Boomer-Gewohnheiten, die früher normal waren und heute viele nerven

„Warum gehst du eigentlich nie ans Telefon?“

Wenn du zu einer jüngeren Generation gehörst, hast du diesen Satz vielleicht schon einmal von deinen Eltern oder Großeltern gehört.

Dabei ist die Antwort oft ziemlich einfach:

Weil du gerade keine Zeit hattest.

Für jemanden, der damit aufgewachsen ist, dass man ans Telefon geht, sobald es klingelt, kann es ziemlich merkwürdig wirken, einen Anruf einfach nicht anzunehmen.

Für viele jüngere Menschen ist es dagegen völlig normal, zuerst eine Nachricht zu schreiben, zu fragen, ob der andere gerade Zeit hat, und erst danach anzurufen.

Hier beginnen die kleinen Konflikte zwischen den Generationen.

Was für die einen höflich, aufmerksam und vollkommen selbstverständlich ist, kann für die anderen anstrengend, aufdringlich oder schlicht nicht mehr zeitgemäß wirken.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die ältere Generation unhöflich ist.

Viele dieser Gewohnheiten stammen einfach aus einer anderen Zeit. Einer Zeit ohne WhatsApp, Homeoffice und die Möglichkeit, praktisch rund um die Uhr für andere erreichbar zu sein.

Doch unser Alltag hat sich verändert.

Und damit auch die Art, wie wir miteinander telefonieren, uns besuchen, Ratschläge geben und mit der Zeit anderer Menschen umgehen.

Deshalb können uns heute ausgerechnet Dinge auf die Nerven gehen, die unsere Eltern oder Großeltern ihr ganzes Leben lang als Zeichen von Interesse oder Höflichkeit verstanden haben.

Diese fünf Boomer-Gewohnheiten sorgen zwischen den Generationen besonders häufig für genervte Blicke und kleine Diskussionen.

5. Unangekündigte Anrufe

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Das Handy klingelt.

Du schaust auf das Display, siehst „Mama“ und gehst nicht ran.

Keine fünf Minuten später kommt die Nachricht:

„Warum gehst du nicht ans Telefon?“

Für viele Menschen der älteren Generation ist ein spontaner Anruf etwas völlig Normales. Man möchte kurz hören, wie es dem anderen geht, etwas erzählen oder eine kleine Frage stellen.

Dafür vorher einen Termin auszumachen, würde wahrscheinlich ziemlich seltsam wirken.

Bei vielen Jüngeren sieht das inzwischen anders aus.

Ein Anruf verlangt sofortige Aufmerksamkeit. Vielleicht sitzt du gerade im Homeoffice, bist unterwegs, möchtest nach einem langen Tag einfach deine Ruhe haben oder hast schlicht keine Lust, genau in diesem Moment ein Gespräch zu führen.

Deshalb wirkt eine kurze Nachricht wie „Hast du kurz Zeit?“ oft wesentlich angenehmer.

Das Interessante daran ist, dass beide Seiten dasselbe Verhalten völlig unterschiedlich interpretieren können.

Mama denkt vielleicht: „Ich wollte doch nur kurz mit dir sprechen.“

Du denkst: „Warum schreibst du nicht einfach, was du möchtest?“

Und wenn du nicht abhebst, fühlt sie sich möglicherweise ignoriert, während du überhaupt nicht verstehst, warum eine halbe Stunde später zurückzurufen plötzlich zum Problem wird.

4. Spontane Besuche

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Es klingelt an der Tür.

Du erwartest niemanden, hast vielleicht gerade erst geduscht, die Wohnung sieht aus, als hätte dort eine kleine Katastrophe stattgefunden, und eigentlich hattest du für den Nachmittag ganz andere Pläne.

Vor der Tür stehen deine Eltern.

„Wir waren gerade in der Nähe.“

Was früher vollkommen normal war, löst bei vielen jüngeren Menschen heute eher Stress als Freude aus.

Dabei muss der Besuch selbst überhaupt nicht unerwünscht sein.

Vielleicht freust du dich sogar, deine Eltern zu sehen. Du hättest nur gerne zehn Minuten vorher gewusst, dass sie kommen.

Denn unser Zuhause ist für viele Menschen inzwischen nicht mehr nur der Ort, an dem nach Feierabend das Privatleben beginnt. Dort wird gearbeitet, gelernt, Sport gemacht und manchmal einfach versucht, für ein paar Stunden niemandem zur Verfügung stehen zu müssen.

Ein unangekündigter Besuch kann deshalb schnell das Gefühl vermitteln, dass jemand ungefragt über die eigene Zeit verfügt.

Für die ältere Generation ist diese Reaktion möglicherweise schwer nachvollziehbar.

Früher ging man eben vorbei, wenn man ohnehin in der Gegend war. Man trank einen Kaffee, unterhielt sich eine Weile und zog anschließend weiter.

Heute wünschen sich viele vorher eine kurze Nachricht:

„Seid ihr zu Hause? Können wir kurz vorbeikommen?“

Das klingt nach einer Kleinigkeit.

Aber diese Frage macht einen großen Unterschied.

3. Kommentare zum Aussehen

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„Du siehst aber müde aus.“

Ein Satz, der wahrscheinlich sogar fürsorglich gemeint ist.

Vielleicht folgt noch ein:

„Hast du abgenommen?“

Oder das Gegenteil:

„Du bist aber ein bisschen kräftiger geworden.“

Solche Bemerkungen waren in vielen Familien lange völlig normal. Man sah sich nach einigen Wochen wieder, bemerkte eine Veränderung und sprach sie einfach aus.

Heute reagieren viele Menschen wesentlich empfindlicher darauf.

Denn du weißt nie, was hinter einer äußerlichen Veränderung steckt.

Vielleicht hat jemand tatsächlich abgenommen, möchte aber überhaupt nicht darüber sprechen. Vielleicht schläft die Person seit Wochen schlecht, hat gerade eine schwierige Zeit oder fühlt sich ohnehin nicht besonders wohl in ihrem Körper.

Dann kann ein beiläufiger Kommentar plötzlich genau die Stelle treffen, über die man sich selbst schon genug Gedanken macht.

Besonders unangenehm wird es, wenn daraus gleich ein ganzes Gespräch entsteht.

„Isst du überhaupt genug?“

„Früher hattest du aber eine schönere Figur.“

„Die Frisur macht dich älter.“

Und plötzlich sitzt man beim Familienessen und muss erklären, warum man aussieht, wie man eben aussieht.

Dabei gäbe es so viele andere Möglichkeiten, ein Gespräch zu beginnen.

„Wie geht es dir?“

„Was gibt es Neues bei dir?“

Oder man freut sich einfach darüber, den anderen wiederzusehen.

2. Ungefragte Ratschläge

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Du erzählst von einem Problem bei der Arbeit und möchtest eigentlich nur ein bisschen Dampf ablassen.

Doch noch bevor du mit der Geschichte fertig bist, kommt:

„Also ich würde an deiner Stelle …“

Und schon hast du eine Lösung für ein Problem, für das du gar keine gesucht hast.

Das passiert besonders gerne innerhalb der Familie.

Eltern haben schließlich mehr Lebenserfahrung und kennen ihre Kinder seit Jahrzehnten. Wenn sie glauben, einen besseren Weg zu sehen, möchten sie helfen.

Nur fühlt sich diese Hilfe nicht immer wie Hilfe an.

Manchmal möchtest du erzählen, dass dein Chef dich nervt, ohne anschließend über einen Jobwechsel zu sprechen. Du möchtest dich über deinen Partner ärgern dürfen, ohne dass gleich eure gesamte Beziehung analysiert wird. Und wenn du erschöpft bist, brauchst du vielleicht Mitgefühl und keine Liste mit Dingen, die du ab morgen anders machen solltest.

Hier entstehen schnell Missverständnisse.

Der eine denkt: „Ich versuche doch nur zu helfen.“

Der andere hört: „Du bekommst dein eigenes Leben offenbar nicht richtig hin.“

Dabei lässt sich das Problem erstaunlich einfach umgehen.

Ein kurzes:

„Willst du wissen, was ich machen würde?“

gibt dem anderen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.

1. Ständiges Nachfragen

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Du hast eine Nachricht bekommen.

Du hast sie gelesen, konntest in diesem Moment aber nicht antworten.

Eine Stunde später kommt:

„Hast du meine Nachricht gesehen?“

Und wenn du weiterhin nicht reagierst, klingelt vielleicht sogar das Telefon.

Für manche Menschen der älteren Generation bedeutet dieses Nachfragen vor allem eines: Sie möchten sichergehen, dass ihre Nachricht angekommen ist und nicht vergessen wurde.

Bei Jüngeren kann genau das schnell Druck auslösen.

Denn nur weil eine Nachricht innerhalb weniger Sekunden auf dem Handy erscheint, bedeutet das nicht automatisch, dass wir auch sofort Zeit oder Lust haben, darauf zu antworten.

Manchmal sind wir beschäftigt. Manchmal möchten wir erst in Ruhe überlegen, was wir schreiben. Und manchmal sehen wir die Nachricht, legen das Handy weg und vergessen sie tatsächlich für ein paar Stunden.

Das ist normalerweise keine persönliche Zurückweisung.

Trotzdem kann aus einer unbeantworteten Nachricht erstaunlich schnell ein kleines Familiendrama entstehen.

„Du warst doch online.“

„Früher hast du dich auch öfter gemeldet.“

Spätestens dann geht es längst nicht mehr um die ursprüngliche Nachricht.

Es entsteht das Gefühl, ständig erklären zu müssen, warum man nicht erreichbar war.

Natürlich gibt es Dinge, bei denen eine schnelle Antwort wichtig ist.

Wenn es jedoch nur darum geht, wann wir am Wochenende zum Kaffee kommen oder ob wir ein bestimmtes Foto gesehen haben, darf die Antwort vielleicht auch einmal ein paar Stunden warten.

Fazit

Jede Generation ist anders.

Wir alle haben bestimmte Gewohnheiten, Erwartungen und Arten zu kommunizieren, die Menschen einer anderen Generation vielleicht nerven. Und das ist völlig normal.

Wahrscheinlich wird auch die nächste Generation irgendwann Dinge an uns entdecken, bei denen sie nur den Kopf schütteln kann.

Am Ende gehört auch das einfach zum Generationenwechsel.