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Die dunkelsten Geschichten aus der Bibel

Die dunkelsten Geschichten aus der Bibel

Biblische Texte werden oft mit Hoffnung, Glauben und Trost verbunden. Doch zwischen ihren Seiten finden sich aus Erzählungen, die eine deutlich düstere Stimmung vermitteln.

Einige berichten von Gewalt, Verlust, Bestrafung oder menschlicher Grausamkeit und können die LeserInnen echt überraschen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass diese Geschichten aus einer völlig anderen Zeit stammen und je nach religiöser oder historischer Perspektive unterschiedlich verstanden werden können.

Gerade dieser Kontrast macht sie interessant. Neben bekannten Geschichten über Vergebung und Nächstenliebe zeigt die Bibel auch Ereignisse, die Fragen aufwerfen und lange im Gedächtnis bleiben.

Hast du schon von diesen ungewöhnlichen Passagen gehört?

Ein tödliches Versprechen am Hof des Herodes

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Während eines Festes gerät Johannes der Täufer in eine grausame Intrige. Salome, die Tochter von Herodias, tritt vor König Herodes und erhält von ihm ein weitreichendes Versprechen: Er will ihr einen Wunsch erfüllen.

Auf Anraten ihrer Mutter verlangt sie schließlich den Kopf von Johannes dem Täufer. Obwohl Herodes über diese Forderung erschrocken ist, fühlt er sich an sein öffentlich gegebenes Wort gebunden.

Daraufhin wird Johannes aus dem Gefängnis geholt und hingerichtet. Sein Kopf wird anschließend auf einer Schale zu Salome gebracht.

Salomonisches Urteil

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Vor König Salomo stehen zwei Frauen, die beide behaupten, die Mutter desselben Babys zu sein. Da sich ihre Aussagen nicht überprüfen lassen, greift der König zu einer ungewöhnlichen List. 

Er lässt ein Schwert bringen und kündigt an, das Kind in zwei Teile teilen zu lassen, damit jede Frau die Hälfte bekommt. Die Reaktion der beiden Frauen verrät schließlich, wer tatsächlich die Mutter ist.

Die leibliche Mutter ist bereit, das Kind der anderen zu überlassen, nur damit es am Leben bleibt. Salomo erkennt dadurch die Wahrheit und gibt ihr das Baby zurück.

Das Tal der trockenen Knochen

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Eine der unheimlichsten Visionen der Bibel erlebt der Prophet Hesekiel in einem Tal, das mit zahllosen menschlichen Knochen bedeckt ist. Zunächst wirkt die Szene wie ein riesiges Grab ohne Leben.

Doch dann geschieht etwas Ungewöhnliches. Die Knochen bewegen sich, finden wieder zueinander und bilden nach und nach vollständige Skelette.

Anschließend werden sie mit Gewebe bedeckt und erhalten schließlich neues Leben. Die düstere Szene erinnert an moderne Geschichten über Untote, doch im biblischen Zusammenhang steht die Vision vor allem für Hoffnung, Erneuerung und die Wiederherstellung eines Volkes.

Kannibalismus

Eine besonders verstörende Episode findet sich während einer schweren Hungersnot in Samaria. Zwei Frauen treffen in ihrer Verzweiflung eine grausame Vereinbarung. 

Zuerst soll das Kind der einen, später das Kind der anderen gegessen werden. Nachdem das erste Kind zubereitet und gegessen wurde, weigert sich die zweite Frau jedoch, ihr eigenes Kind herauszugeben, und versteckt es.

Hiobs Prüfung

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Die Geschichte von Hiob gehört zu den bekanntesten Erzählungen über Leid und Glauben. In der biblischen Handlung wird Hiob mit einer Reihe schwerer Prüfungen konfrontiert, die sein bisheriges Leben völlig verändern.

Er verliert seinen Besitz und muss mit weiteren schweren Schicksalsschlägen umgehen. Schließlich wird auch sein Körper von schmerzhaften Geschwüren bedeckt.

Die körperlichen Qualen kommen zu seinem bereits enormen seelischen Leid hinzu. Trotzdem hält Hiob an seinem Glauben fest. 

Ein erschütternder Fluch

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Zwischen den vielen tröstenden und hoffnungsvollen Versen der Psalmen findet sich auch eine Passage von außergewöhnlicher Härte. Psalm 137 entstand vor dem Hintergrund von Krieg, Vertreibung und der Zerstörung Jerusalems.

Die darin ausgedrückte Wut richtet sich gegen die Feinde des Volkes und nimmt dabei eine erschreckend radikale Form an. Der betreffende Vers gehört deshalb zu den Stellen der Bibel, die LeserInnen besonders stark verstören können.

Harte Strafen nach alten Gesetzen

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In einigen Texten des Alten Testaments werden äußerst strenge Strafen beschrieben, darunter auch die Steinigung. Bestimmte Vergehen konnten nach den damaligen religiösen und gesellschaftlichen Rechtsvorstellungen mit dem Tod geahndet werden.

Dazu gehörten unter anderem Fälle von schwerem Ungehorsam innerhalb der Familie oder bestimmte Anschuldigungen im Zusammenhang mit einer Ehe.

Der Moment, in dem Abraham alles zu verlieren droht

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Eine der eindringlisten Prüfungen des Alten Testaments erlebt Abraham, als er mit seinem Sohn Isaak auf einen Berg geht. Dort erhält er einen Auftrag, der jede menschliche Vorstellung von Elternliebe und Vertrauen auf die Probe stellt.

Isaak soll das Opfer dargebracht werden. Abraham bereitet den Altar vor und bindet seinen Sohn, bevor er das Messer hebt. Erst im entscheidenden Augenblick greift ein Engel ein und verhindert die Tat.

Statt Isaak wird schließlich ein Widder geopfert.

Ein Gelübde mit tragischen Folgen

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Jiftach, einen der Richter Israels, macht vor einer Schlacht ein folgenschweres Versprechen. Sollte er den Sieg erringen, will er Gott dasjenige opfern, das ihm nach seiner Rückkehr als Erstes aus seinem Haus entgegenkommt.

Als er tatsächlich siegerisch heimkehrt, ist es ausgerechnet seine eigene Tochter, die ihm entgegenläuft. Damit steht Jiftach vor den Konsequenzen seines unüberlegten Gelübdes.

Das tragische Ende des Judas

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Judas Iskariot ist vor allem dafür bekannt, Jesus verraten zu haben. Doch auch sein eigenes Schicksal wird im Neuen Testament auf drastische Weise beschrieben.

Nach dem Verrat kommt er zu Geld und erwirbt damit ein Grundstück. Später ereignet sich ein tödlicher Sturz, bei dem sein Körper schwere Verletzungen erleidet.

Die Darstellung in der Apostelgeschichte gehört zu den besonders drastischen Beschreibungen eines Todesfalls in der Bibel.

Ein grausames Ende von König Herodes

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König Herodes erlebt in der Apostelgeschichte einen besonders schockierenden Tod. Nachdem er sich öffentlich feiern lässt und die ihm entgegenbrachte Verehrung nicht zurückweist, wird sein Verhalten als schwere Anmaßung dargestellt.

Kurz darauf folgt die göttliche Strafe. Herodes erkrankt plötzlich und stirbt unter großen Schmerzen. Die biblische Beschreibung verwendet dabei ein besonders drastisches Bild und berichtet, dass sein Körper von Würmern befallen wird.

Sodom und Gomorrah

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Die Nacht, in der zwei Städte untergingen. Die Geschichte von Sodom und Gomorrah gehört zu den bekanntesten Erzählungen über göttliche Strafe. Nachdem die beiden Städte wegen ihrer schweren Verfehlung zum Untergang bestimmt worden sind, erhält Lot die Möglichkeit, gemeinsam mit seiner Familie zu fliehen.

Während Feuer und Schwefel vom Himmel fallen, bleibt kaum etwas von den Städten übrig. Auf der Flucht missachtet Lots Frau jedoch die Warnung, sich nicht umzusehen.

Das Ende für Lots Familie

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Nach der Zerstörung von Sodom und Gomorra zieht sich Lot mit seinen beiden Töchtern in eine abgelegene Gegend zurück. Die jungen Frauen glauben, dass sie niemanden mehr finden werden, mit dem sie eine Familie gründen können.

Deswegen entwickeln sie einen ungewöhnlichen und moralisch verstörenden Plan. Sie machen ihren Vater betrunken und schlafen mit ihm, ohne dass er die Situation bewusst wahrnimmt. Beide werden anschließend schwanger.

Die geborenen Söhne werden im biblischen Bericht zu Vorfahren zweier Völker.

Israels Untreue

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Die Geschichte von Hosea und Gomer verbindet eine persönliche Ehekrise mit einer größeren religiösen Botschaft. Gomers Untreue wird dabei symbolisch mit dem Verhalten des Volkes gegenüber Gott verglichen.

Samaria steht in diesem Zusammenhang für ein Volk, das sich von der Verehrung des einen Gottes abgewandt hat. Hosea erhält dadurch die Aufgabe, seine eigene schwierige Beziehung als Sinnbild für Israels Verhältnis zu Gott zu verstehen.

Obwohl am Ende die Möglichkeit von Versöhnung und Rückkehr angedeutet wird, bleibt die angekündigte Strafe ein düsterer Bestandteil der Erzählung.

Moses Reise nach Ägypten

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Auf Moses Resie nach Ägypten wird sein Leben von einer rätselhaftengöttlichen Bedrohung überschattet, deren Grund zunächst nicht eindeutig geklärt wird.

Seine Frau Zippora reagiert sofort und führt bei ihrem Sohn die Beschneidung durch. Die kurze Passage ist ungewöhnlich naturalistisch formuliert und bis heute bleibt es rätselhaft, warum gerade dieses Ritual die Situation gelöst hat.

Sklaven

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Neben den bekannten Zehn Geboten enthält das 2. Buch Mose auch zahlreiche Vorschriften für das gesellschaftliche Leben der damaligen Zeit.

Dazu gehören Regelungen, die sich mit dem Verhältnis zwischen Sklaven und ihren Besitzern beschäftigen. Besonders befremdlich wirken aus heutiger Sicht die Bestimmungen über körperliche Gewalt und die unterschiedlichen Folgen, wenn ein versklavter Mensch dabei verletzt wird oder stirbt.

Levit

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Die Geschichte aus dem Buch Richter gehört zu den verstörendsten Erzählungen des Alten Testaments. Eine Frau, die als Nebenfrau eines Leviten bezeichnet wird, kommt nach einer äußerst brutalen Nacht ums Leben.

Doch selbst ihr Tod bildet noch nicht das Ende der Geschichte. Als der Levit anschließend nach Hause zurückkehrt, nimmt er ihren Körper und zerlegt ihn in zwölf Teile.

Diese schickt er anschließend in verschiedene Regionen Israels. 

Eine gemeinsame Sprache, die plötzlich verschwand

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Die Erzählung vom Turmbau zu Babel handelt von einer Gesellschaft, die gemeinsam ein gewaltiges Bauwerk errichten möchte. Ihr Ziel ist es, sich einen Namen zu machen und ein beeindruckendes Zeichen ihrer eigenen Macht zu schaffen.

Gott betrachtet diesen Ehrgeiz mit Sorge und greift in die Situation ein. Statt die Menschen körperlich zu bestrafen, sorgt er dafür, dass sie plötzlich unterschiedliche Sprachen sprechen und einander nicht mehr verstehen.

Dadurch zerfällt das gemeinsame Vorhaben und die Menschen verteilen sich über verschiedene Regionen.