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6 Fragen, die du einer Frau stellen solltest, bevor du dich emotional auf sie einlässt

6 Fragen, die du einer Frau stellen solltest, bevor du dich emotional auf sie einlässt

Am Anfang einer neuen Bekanntschaft sieht oft alles vielversprechend aus. Man schreibt stundenlang miteinander, freut sich über jede Nachricht und merkt irgendwann, dass man ständig an die andere Person denkt. Vielleicht fühlt sich die Verbindung ungewöhnlich leicht an. Vielleicht ist da sofort eine starke Anziehung.

Genau in dieser Phase passiert allerdings etwas, das später zum Problem werden kann: Man sieht vor allem das, was man sehen möchte.

Kleine Warnzeichen werden entschuldigt. Widersprüche werden übergangen. Verhalten, das einem eigentlich komisch vorkommt, wird mit einem „Sie hatte bestimmt einfach einen schlechten Tag“ erklärt.

Das ist menschlich. Wenn Gefühle entstehen, beurteilen wir einen Menschen nicht mehr ganz so nüchtern wie am Anfang.

Deshalb kann es sinnvoll sein, sich früh einige Fragen zu stellen. Nicht als Verhör und auch nicht, um eine Frau nach einem festen Kriterienkatalog zu beurteilen. Es geht vielmehr darum, herauszufinden, wie sie mit Beziehungen, Konflikten, Verantwortung und anderen Menschen umgeht.

Denn die wirklich wichtigen Eigenschaften eines Menschen zeigen sich meistens nicht darin, wie charmant er beim ersten Date ist.

1. Wie spricht sie über ihre Ex-Partner?

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Eine der interessantesten Fragen beim Kennenlernen lautet nicht unbedingt: „Warum bist du Single?“, sondern: Wie redet sie über die Menschen, mit denen sie früher zusammen war?

Natürlich darf eine vergangene Beziehung schmerzhaft gewesen sein. Vielleicht wurde sie betrogen, schlecht behandelt oder tief verletzt. Darüber zu sprechen, ist vollkommen normal.

Interessant wird es aber bei der Art und Weise, wie sie darüber spricht.

Sind grundsätzlich alle Ex-Partner verrückt, dumm, egoistisch oder unfähig gewesen? War sie selbst immer nur das Opfer? Kann sie überhaupt einen eigenen Anteil an vergangenen Problemen erkennen?

Wer nach jeder Beziehung ausschließlich den anderen verantwortlich macht, sollte zumindest genauer betrachtet werden.

Denn Beziehungen bestehen normalerweise aus zwei Menschen. Auch wenn einer eindeutig mehr Fehler gemacht hat, gehört zu emotionaler Reife die Fähigkeit, irgendwann zu reflektieren: Was ist passiert? Was habe ich daraus gelernt? Was würde ich heute anders machen?

Eine Frau muss ihren Ex nicht verteidigen. Aber wenn sie über jeden ehemaligen Partner voller Verachtung spricht, kann das etwas über ihren Umgang mit Konflikten verraten.

2. Was erwartet sie eigentlich von einer Beziehung?

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Viele Menschen reden darüber, dass sie eine Beziehung wollen. Aber was genau sie darunter verstehen, kann sehr unterschiedlich sein.

Für den einen bedeutet Partnerschaft vor allem Nähe und gemeinsame Zeit. Für die andere vielleicht Sicherheit, gemeinsame Zukunftspläne und möglichst viel Alltag miteinander.

Deshalb lohnt sich die Frage:

„Wie stellst du dir eine gute Beziehung vor?“

Die Antwort kann unglaublich viel verraten.

Geht es ihr um gegenseitige Unterstützung? Um Vertrauen und Freiheit? Darum, gemeinsam Entscheidungen zu treffen? Oder besteht ihre Vorstellung hauptsächlich darin, dass der Partner bestimmte Aufgaben übernehmen und ihre Bedürfnisse erfüllen soll?

Niemand muss dieselbe Vorstellung von Beziehung haben wie du.

Aber wenn deine Vorstellungen komplett gegensätzlich sind, wird das später schnell schwierig.

Wer beispielsweise sehr viel Nähe braucht und ständig Kontakt möchte, passt möglicherweise schlecht zu jemandem, der sehr viel persönlichen Freiraum benötigt. Das macht keinen Menschen automatisch schlecht. Es bedeutet einfach, dass die beiden möglicherweise nicht gut zusammenpassen.

3. Wie reagiert sie, wenn etwas nicht nach ihrem Willen läuft?

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Beim ersten Date kann praktisch jeder sympathisch wirken.

Schwieriger wird es, wenn etwas schiefgeht.

Das Restaurant hat keinen freien Tisch. Ein Treffen muss verschoben werden. Du bist anderer Meinung. Du sagst etwas, das ihr nicht gefällt. Jemand macht einen Fehler.

Gerade solche kleinen Situationen können aufschlussreicher sein als romantische Gespräche.

Wie reagiert sie auf Frustration?

Kann sie ruhig bleiben? Spricht sie darüber? Kann sie akzeptieren, dass andere Menschen Dinge anders sehen?

Oder wird sie schnell beleidigt, aggressiv, abwertend oder manipulativ?

Natürlich hat jeder Mensch schlechte Tage. Ein einziger gereizter Moment sagt deshalb noch nicht viel aus.

Aber wenn du wiederholt bemerkst, dass sie bei kleinen Schwierigkeiten sofort andere Menschen verantwortlich macht oder versucht, ihren Willen durchzusetzen, solltest du aufmerksam werden.

Denn irgendwann wirst auch du derjenige sein, der nicht immer genau das tut, was sie erwartet.

4. Wie geht sie mit Menschen um, von denen sie nichts braucht?

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Das ist eine Frage, die viele beim Dating vergessen.

Achte einmal darauf, wie sie mit Menschen umgeht, die ihr nichts bringen.

Wie spricht sie mit Kellnern? Wie verhält sie sich gegenüber älteren Menschen? Wie behandelt sie Fremde, Mitarbeiter oder Menschen, die ihr nicht sympathisch sind?

Denn jemand kann zu dir unglaublich charmant sein und gleichzeitig andere Menschen respektlos behandeln.

Am Anfang einer Beziehung wird häufig besonders viel Mühe investiert. Man möchte einen guten Eindruck machen. Man ist aufmerksam, freundlich und interessiert.

Aber der Umgang mit Menschen, bei denen kein persönlicher Vorteil entsteht, kann ein realistischeres Bild vom Charakter geben.

Natürlich muss niemand jeden Menschen mögen.

Respektvoll zu bleiben, obwohl man jemanden nicht mag, ist jedoch eine ganz andere Fähigkeit.

Wenn du beobachtest, dass sie Menschen regelmäßig herabsetzt, sich über andere lustig macht oder sich für etwas Besseres hält, solltest du dich fragen, wie sie dich behandeln könnte, sobald die erste Verliebtheitsphase vorbei ist.

5. Kann sie einen Fehler zugeben und sich entschuldigen?

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Eine der wichtigsten Eigenschaften in einer langfristigen Beziehung ist nicht Perfektion.

Es ist die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Deshalb ist eine sehr wichtige Frage:

„Was machst du, wenn du merkst, dass du einen Fehler gemacht hast?“

Natürlich wird niemand darauf antworten: „Ich gebe niemals einen Fehler zu.“

Entscheidend ist vielmehr, wie sich die Antwort später im tatsächlichen Verhalten widerspiegelt.

Kann sie sagen: „Da lag ich falsch“?

Kann sie sich ehrlich entschuldigen, ohne gleichzeitig einen Gegenvorwurf nachzuschieben?

Kann sie ihr Verhalten verändern, wenn sie erkennt, dass sie jemanden verletzt hat?

Das sind starke Zeichen emotionaler Reife.

Problematisch wird es, wenn jemand grundsätzlich keine Verantwortung übernimmt. Wenn aus jeder Kritik sofort ein Angriff wird, wenn immer andere schuld sind oder wenn eine Entschuldigung nur dazu dient, einen Streit möglichst schnell zu beenden.

Eine Beziehung funktioniert nicht ohne Fehler.

Sie funktioniert nur dann langfristig, wenn beide Menschen bereit sind, nach Fehlern wieder aufeinander zuzugehen.

6. Was passiert, wenn du eine Grenze setzt?

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Vielleicht ist das die wichtigste Frage überhaupt.

Wie reagiert sie, wenn du „Nein“ sagst?

Nicht nur bei großen Dingen. Auch bei kleinen.

Du möchtest heute nicht telefonieren. Du brauchst Zeit für dich. Du möchtest etwas alleine unternehmen. Du bist mit einer bestimmten Aussage nicht einverstanden. Du möchtest etwas nicht tun.

Ein emotional gesunder Mensch muss deine Grenze nicht immer toll finden. Aber er sollte sie respektieren können.

Genau hier werden manche Warnzeichen erst sichtbar.

Wenn aus einem einfachen „Nein“ plötzlich Schuldgefühle gemacht werden, wenn jemand dich unter Druck setzt, beleidigt oder dir vorwirft, du würdest ihn nicht genug lieben, ist Vorsicht angebracht.

Denn Liebe bedeutet nicht, dass zwei Menschen keine Grenzen mehr haben.

Im Gegenteil.

Eine gute Beziehung braucht zwei eigenständige Menschen, die sich nahe sein können, ohne einander zu kontrollieren.

Deshalb solltest du nicht nur darauf achten, wie sie reagiert, wenn du ihr zustimmst.

Achte auch darauf, wie sie reagiert, wenn du ihr widersprichst.

Fazit: Gefühle sollten dich nicht davon abhalten, genau hinzusehen

Verliebt zu sein ist etwas Schönes. Aber gerade am Anfang einer Beziehung lohnt es sich, nicht nur auf die Chemie zwischen zwei Menschen zu achten.

Frag dich auch, wie die andere Person mit Konflikten umgeht. Wie sie über frühere Partner spricht. Ob sie Verantwortung übernehmen kann. Wie sie andere Menschen behandelt. Und vor allem: Was passiert, wenn du eine Grenze setzt?

Denn Attraktivität kann einen Menschen interessant machen.

Gemeinsame Interessen können Nähe schaffen.

Verliebtheit kann wunderschön sein.

Aber für eine stabile Beziehung braucht es mehr: Respekt, Ehrlichkeit, Selbstreflexion, gegenseitige Rücksicht und die Fähigkeit, auch dann fair miteinander umzugehen, wenn es gerade nicht romantisch und leicht ist.

Du musst beim Kennenlernen deshalb nicht versuchen, eine Frau auf mögliche Fehler zu durchsuchen.

Es reicht, aufmerksam zu sein.

Denn manchmal zeigen sich die wichtigsten Antworten nicht in dem, was jemand über sich selbst erzählt – sondern darin, wie diese Person sich verhält, sobald etwas nicht so läuft, wie sie es gerne hätte.

Und genau das sollte man möglichst erkennen, bevor aus Interesse tiefe Gefühle geworden sind.