Skip to Content

6 kleine Dinge, die sozial intelligente Frauen in Gesprächen anders machen als die meisten

6 kleine Dinge, die sozial intelligente Frauen in Gesprächen anders machen als die meisten

Manche Menschen schaffen es innerhalb weniger Minuten, dass wir uns in ihrer Gegenwart wohl, wahrgenommen und gleichzeitig vollkommen ungezwungen fühlen, obwohl sie weder besonders laut auftreten noch permanent versuchen, mit außergewöhnlichen Geschichten die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Häufig liegt ihre Wirkung vielmehr darin, dass sie soziale Situationen sehr genau wahrnehmen und intuitiv verstehen, wann sie sprechen, wann sie zuhören, wann ein Kompliment angebracht ist und wann ein wenig Zurückhaltung wesentlich stärker wirkt als der Versuch, unbedingt gefallen zu wollen.

Genau darin zeigt sich ein wichtiger Teil sozialer Intelligenz.

Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen von sich zu überzeugen oder bei jedem Gespräch besonders interessant zu erscheinen, sondern darum, die Stimmung einer Situation wahrzunehmen, Signale anderer Menschen richtig einzuordnen und gleichzeitig die eigenen Grenzen und Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Frauen mit hoher sozialer Intelligenz wirken deshalb häufig selbstbewusst, ohne sich ständig in den Mittelpunkt stellen zu müssen.

Sie können einem anderen Menschen Aufmerksamkeit schenken, ohne sich selbst dabei kleiner zu machen, und sie verstehen, dass echte Verbindung meistens nicht durch besonders spektakuläre Aussagen entsteht, sondern durch viele kleine Momente, in denen sich das Gegenüber tatsächlich gesehen fühlt.

Gerade in lockeren Gesprächen werden solche Fähigkeiten sichtbar, denn dort gibt es kein vorbereitetes Skript und keine festgelegten Rollen. 

Denn soziale Intelligenz zeigt sich nicht nur darin, wie gut jemand andere Menschen für sich gewinnen kann.

Sie zeigt sich ebenso darin, wie angenehm andere Menschen sich in seiner Gegenwart fühlen können, ohne dass dafür die eigene Persönlichkeit aufgegeben werden muss.

1. Sie machen aufrichtige Komplimente, die zeigen, dass sie tatsächlich aufmerksam zugehört und hingesehen haben

shutterstock

Ein oberflächliches Kompliment ist schnell gemacht, denn jemandem zu sagen, dass er gut aussieht oder ein schönes Kleidungsstück trägt, verlangt meistens weder besondere Aufmerksamkeit noch ein tieferes Verständnis für die Person.

Ein wirklich persönliches Kompliment funktioniert anders. Es bezieht sich auf etwas, das man tatsächlich wahrgenommen hat.

Vielleicht fällt einer sozial intelligenten Frau auf, wie geduldig jemand mit anderen Menschen umgeht, wie begeistert er über seine Arbeit spricht oder wie aufmerksam er zuhört, wenn jemand anderes eine Geschichte erzählt. Statt ausschließlich das Offensichtliche zu kommentieren, benennt sie etwas, das möglicherweise wesentlich stärker mit der Persönlichkeit des Menschen verbunden ist.

Genau deshalb können solche Komplimente lange im Gedächtnis bleiben.

Das Kompliment vermittelt nämlich gleichzeitig eine zweite Botschaft: Ich habe dich wahrgenommen.

Sozial intelligente Menschen verstehen häufig intuitiv, dass Anerkennung besonders glaubwürdig wirkt, wenn sie konkret ist und nicht offensichtlich ausgesprochen wird, um selbst etwas dafür zurückzubekommen.

Sie verteilen deshalb nicht wahllos Lob, um sympathisch zu erscheinen.

Dabei spielt auch der richtige Moment eine Rolle.

Ein Kompliment, das beiläufig innerhalb eines natürlichen Gesprächs entsteht, fühlt sich häufig wesentlich ehrlicher an als übertriebene Bewunderung, die scheinbar nur dazu dient, möglichst schnell Nähe herzustellen.

2. Sie zeigen Wertschätzung offen, anstatt davon auszugehen, dass der andere schon wissen wird, was er ihnen bedeutet

shutterstock

Viele Menschen empfinden Dankbarkeit, sprechen sie aber erstaunlich selten aus, weil sie davon ausgehen, dass Freunde, Partner oder Kollegen ohnehin wissen müssten, dass ihre Unterstützung geschätzt wird.

Sozial intelligente Frauen verlassen sich weniger auf diese Annahme.

Wenn ihnen etwas gefällt, sagen sie es.

Wenn jemand ihnen geholfen hat, bedanken sie sich nicht ausschließlich aus Höflichkeit, sondern machen deutlich, dass sie den Aufwand tatsächlich bemerkt haben.

Und wenn sie einen Menschen schätzen, lassen sie ihn nicht permanent darüber rätseln.

Das bedeutet keineswegs, ständig emotionale Erklärungen abzugeben oder jede kleine Handlung überschwänglich zu feiern.

Häufig reicht bereits eine konkrete Bemerkung, die zeigt, dass eine Handlung nicht als selbstverständlich betrachtet wurde.
Gerade in längeren Beziehungen kann diese Fähigkeit besonders wertvoll werden.

Am Anfang einer Verbindung wird vieles noch bewusst wahrgenommen. Man bedankt sich für kleine Gesten, freut sich über Nachrichten und bemerkt aufmerksam, wenn der andere etwas Besonderes tut.

3. Sie halten Blickkontakt, ohne ihr Gegenüber anzustarren, und zeigen dadurch Aufmerksamkeit auch ohne viele Worte

shutterstock

Ein gutes Gespräch findet niemals ausschließlich über Worte statt, denn Mimik, Körperhaltung, Blickkontakt und kleine Reaktionen vermitteln ständig zusätzliche Informationen darüber, ob jemand interessiert, gelangweilt, angespannt oder gedanklich längst woanders ist.

Gerade deshalb können sozial intelligente Menschen häufig besonders gut zuhören, ohne währenddessen viel sagen zu müssen.
Sie schauen nicht permanent auf ihr Smartphone.

Ihre Augen wandern nicht alle paar Sekunden durch den Raum, als würden sie nach einem interessanteren Gesprächspartner suchen.

Und während der andere spricht, entsteht nicht der Eindruck, dass sie lediglich darauf warten, selbst wieder das Wort übernehmen zu können.

Blickkontakt spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings bedeutet guter Blickkontakt nicht, jemanden minutenlang intensiv anzustarren, denn auch das kann schnell unangenehm oder künstlich wirken. Vielmehr entsteht eine natürliche Balance, bei der der Blick immer wieder gehalten und anschließend kurz gelöst wird.

Diese scheinbar kleine Fähigkeit vermittelt Aufmerksamkeit. Das Gegenüber spürt, dass seine Worte gerade tatsächlich ankommen.

Besonders interessant ist, dass sozial intelligente Frauen solche nonverbalen Signale meistens nicht isoliert betrachten. Sie achten gleichzeitig darauf, wie der andere reagiert.

Wirkt intensiver Blickkontakt angenehm?

Oder wird die Person dadurch nervös und schaut häufiger weg?

Ein sozial sensibles Verhalten besteht nicht darin, eine bestimmte Körpersprache mechanisch anzuwenden, sondern sie an die jeweilige Situation anzupassen.

4. Sie besitzen einen eigenen Stil und versuchen nicht bei jedem neuen Menschen, plötzlich jemand anderes zu sein

shutterstock

Sozial intelligente Frauen verändern deshalb nicht ihre gesamte Persönlichkeit, sobald ein neuer Gesprächspartner auftaucht.
Natürlich passen Menschen ihre Kommunikation an unterschiedliche Situationen an.

Mit einem Vorgesetzten spricht man anders als mit einer engen Freundin, und auf einer beruflichen Veranstaltung verhält man sich wahrscheinlich anders als bei einem entspannten Abend mit Freunden.

Das bedeutet jedoch nicht, jedes Mal eine vollkommen neue Persönlichkeit anzunehmen.
Menschen mit sozialer Sicherheit können sich anpassen, ohne sich dabei selbst zu verlieren.

Vielleicht besitzen sie einen bestimmten Humor, einen charakteristischen Kleidungsstil oder eine besondere Art zu sprechen, an die sich andere Menschen erinnern. Entscheidend ist weniger, worin diese Wiedererkennbarkeit besteht, sondern dass sie authentisch wirkt.

Gerade in sozialen Situationen entsteht häufig die Versuchung, sich möglichst stark danach auszurichten, was beim Gegenüber vermutlich gut ankommen wird.

Man lacht über Dinge, die man eigentlich nicht lustig findet. Man stimmt Meinungen zu, die man gar nicht teilt.

Oder man versucht, Interessen besonders hervorzuheben, nur weil der andere dieselben Interessen besitzt.
Kurzfristig kann das Sympathie erzeugen.

Langfristig macht es echte Verbindung jedoch schwieriger, weil der andere möglicherweise eine Version von uns kennenlernt, die nur für seine Zustimmung geschaffen wurde.

Soziale Intelligenz besteht deshalb nicht darin, bei jedem Menschen perfekt anzukommen.

Sie besteht auch darin, genügend Selbstsicherheit zu besitzen, um nicht überall dazugehören zu müssen.

5. Sie warten nicht immer darauf, angesprochen zu werden, sondern ergreifen selbst Initiative, wenn sie echtes Interesse verspüren

shutterstock

Selbstbewusstsein wird häufig mit Dominanz verwechselt, obwohl es sich in sozialen Situationen manchmal gerade in kleinen, unspektakulären Handlungen zeigt.

Eine sozial intelligente Frau muss beispielsweise nicht darauf warten, dass immer jemand anderes ein Gespräch beginnt.

Wenn sie jemanden interessant findet, kann sie selbst eine Frage stellen. Wenn sie einen Menschen gerne wiedersehen möchte, kann sie einen Vorschlag machen.

Und wenn ihr ein Gespräch gefällt, muss sie nicht künstlich Gleichgültigkeit spielen, nur damit sie besonders begehrt wirkt.

Gerade diese Initiative kann überraschend sympathisch sein, weil sie Unsicherheit aus einer Situation nimmt.

Viele Menschen sind schließlich zurückhaltender, als sie nach außen wirken. Sie überlegen ebenfalls, ob ein Gespräch erwünscht ist, ob eine Nachricht zu direkt wäre oder ob ihr Interesse erwidert wird.

Wenn jemand selbst einen kleinen Schritt macht, entsteht Klarheit.

Das bedeutet nicht, dass sozial intelligente Frauen jedem Menschen hinterherlaufen oder permanent versuchen, Kontakte aufrechtzuerhalten, die offensichtlich einseitig sind.

Genau hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen Initiative und Hinterherlaufen.

Initiative bedeutet: Ich darf zeigen, dass ich interessiert bin. Hinterherlaufen beginnt dort, wo trotz dauerhaft fehlender Gegenseitigkeit immer mehr investiert wird.

Wer sozial intelligent handelt, kann deshalb durchaus die erste Nachricht schreiben und anschließend beobachten, was zurückkommt.

6. Sie setzen Grenzen und verstehen, dass soziale Intelligenz nicht bedeutet, immer besonders nett und verfügbar sein zu müssen

shutterstock

Der letzte Punkt ist möglicherweise der wichtigste, weil soziale Kompetenz häufig fälschlicherweise damit gleichgesetzt wird, dass ein Mensch möglichst angenehm, freundlich und unkompliziert sein sollte.

Doch eine Frau mit hoher sozialer Intelligenz versteht meistens, dass Freundlichkeit ohne Grenzen schnell zu People-Pleasing werden kann.

Sie kann ein Gespräch genießen und trotzdem irgendwann gehen. Sie kann jemanden attraktiv finden und dennoch Verhalten ablehnen, das ihr nicht gefällt.

Sie kann Interesse zeigen, ohne ständig verfügbar zu sein.

Und sie kann freundlich Nein sagen, ohne anschließend eine lange Rechtfertigung dafür liefern zu müssen.

Der YourTango-Ausgangsartikel beschreibt diesen Punkt etwas provokanter als eine gewisse Zurückhaltung, durch die besonders begehrte Männer Respekt entwickeln sollen. Sinnvoller lässt sich dahinter jedoch eine allgemeinere Fähigkeit erkennen: Menschen mit sozialer Intelligenz verstehen den Wert von Grenzen.

Sie versuchen nicht zwanghaft, von jedem gemocht zu werden. Das macht ihre Freundlichkeit häufig sogar glaubwürdiger.

Denn wenn jemand grundsätzlich zu allem Ja sagt, ständig verfügbar ist und jede eigene Präferenz zurückstellt, lässt sich irgendwann kaum noch erkennen, was diese Person tatsächlich möchte.

Fazit: Soziale Intelligenz zeigt sich nicht darin, jeden Menschen für sich gewinnen zu können, sondern darin, Verbindung zu schaffen, ohne sich selbst zu verlieren

Frauen mit hoher sozialer Intelligenz besitzen nicht zwangsläufig die interessantesten Geschichten, das auffälligste Auftreten oder die größte Gruppe von Freunden. Ihre Stärke liegt häufig in wesentlich kleineren Verhaltensweisen, die im ersten Moment kaum spektakulär erscheinen.

Sie bemerken etwas Positives an einem Menschen und sprechen es ehrlich aus.

Sie zeigen Wertschätzung, anstatt davon auszugehen, dass andere ihre Gedanken erraten können.

Sie hören nicht nur mit den Ohren zu, sondern vermitteln auch durch Blickkontakt und Körpersprache, dass ihr Gegenüber gerade ihre Aufmerksamkeit besitzt.

Gleichzeitig bewahren sie etwas Eigenes. Sie passen sich einer Situation an, ohne ihre gesamte Persönlichkeit daran auszurichten, was vermutlich am besten ankommen würde.

Wenn sie Interesse verspüren, können sie Initiative zeigen, weil Offenheit für sie nicht automatisch Schwäche bedeutet.

Und wenn eine Grenze erreicht ist, können sie sich ebenso zurückziehen. Genau diese Kombination ist entscheidend.

Denn soziale Intelligenz bedeutet nicht, möglichst geschickt zu manipulieren, wie andere Menschen über einen denken. Sie sollte auch nicht zu einer Sammlung von Tricks werden, mit denen man besonders begehrenswert oder unwiderstehlich erscheinen möchte.