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Wenn du diese 7 Dinge kannst, hattest du wahrscheinlich eine liebevolle Kindheit

Wenn du diese 7 Dinge kannst, hattest du wahrscheinlich eine liebevolle Kindheit

Eine gute Kindheit erkennst du später nicht unbedingt daran, dass du nur schöne Erinnerungen an sie hast.

Auch in liebevollen Familien wird gestritten.

Eltern verlieren die Geduld, Kinder knallen Türen zu und beim gemeinsamen Abendessen herrscht manchmal eine Stimmung, bei der jeder froh ist, wenn endlich jemand den Tisch abräumt.

Der Unterschied liegt oft in dem, was danach passiert.

Konntest du einen Fehler machen, ohne tagelang dafür bestraft zu werden?

Durftest du traurig, wütend oder enttäuscht sein?

Wusstest du trotzdem, dass du geliebt wirst?

Solche Erfahrungen wirken unspektakulär, während du ein Kind bist.

Erst als Erwachsener merkst du manchmal, wie viel du daraus mitgenommen hast.

Eine liebevolle Kindheit macht dich weder automatisch selbstbewusst noch schützt sie dich vor schlechten Beziehungen, falschen Entscheidungen oder schwierigen Lebensphasen.

Sie kann dir aber einige Fähigkeiten mitgeben, auf die du später immer wieder zurückgreifst.

Und manche davon bemerkst du an dir selbst wahrscheinlich kaum.

1. Du kannst einen Fehler zugeben, ohne dich dabei kleiner zu machen

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„Okay, das war meine Schuld.“

Für manche Menschen ist dieser Satz erstaunlich schwer.

Sie erklären, rechtfertigen, suchen nach einem Schuldigen oder erzählen die Geschichte so lange neu, bis sie darin selbst wieder ziemlich gut dastehen.

Wenn du zu Hause erlebt hast, dass auch Erwachsene Fehler machen dürfen, hast du etwas Wichtiges gelernt.

Vielleicht hat deine Mutter nach einem Streit irgendwann an deine Tür geklopft und gesagt, dass sie zu laut geworden ist.

Oder dein Vater hat zugegeben, dass du recht hattest, obwohl ihm das offensichtlich nicht besonders gefallen hat.

Damit wurde dir nebenbei etwas beigebracht, das dir später viele unnötige Kämpfe ersparen kann.

Ein Fehler macht dich nicht zu einem schlechten Menschen.

Du kannst jemanden verletzen und dich entschuldigen.

Eine falsche Entscheidung macht dich nicht automatisch zu einem schlechten Menschen, solange du bereit bist, sie zu korrigieren.

Und nicht jedes Gespräch muss mit deinem Sieg enden, damit du deinen eigenen Wert behältst.

Das klingt banal.

Spätestens beim ersten Streit mit einem Menschen, der sich lieber drei Stunden verteidigt, als einmal „Tut mir leid“ zu sagen, merkst du, dass es das überhaupt nicht ist.

2. Du musst nicht bei jedem Konflikt in den Kampfmodus gehen

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Ein Streit bedeutet für dich nicht automatisch, dass jetzt alles infrage steht.

Jemand kann sauer auf dich sein und dich trotzdem mögen.

Dein Partner kann anderer Meinung sein, ohne dass du sofort befürchten musst, dass eure Beziehung vorbei ist.

Diese Sicherheit entsteht oft schon viel früher.

Wenn du als Kind wusstest, woran du zu Hause bist, musstest du nicht jeden Gesichtsausdruck deiner Eltern analysieren.

Ein Nein war ein Nein und keine Drohung.

Eine Regel konnte dich nerven, blieb aber nachvollziehbar.

Und wenn deine Eltern schlechte Laune hatten, wurde daraus nicht jedes Mal ein Problem für die ganze Familie.

Dadurch konntest du etwas lernen, das im Erwachsenenleben ziemlich angenehm ist: Unruhe auszuhalten, ohne sofort selbst unruhig zu werden.

Natürlich kannst auch du dich aufregen.

Du kannst eine Tür etwas kräftiger schließen, einen Abend beleidigt sein oder im Streit einen Satz sagen, den du fünf Minuten später gern zurückholen würdest.

Trotzdem bleibt irgendwo in dir das Gefühl, dass ein Konflikt lösbar ist.

Du musst nicht sofort fliehen, zurückschlagen oder alles tun, damit der andere möglichst schnell wieder zufrieden mit dir ist.

Manchmal seid ihr eben unterschiedlicher Meinung.

Morgen gibt es trotzdem Kaffee.

3. Du weißt, was du fühlst

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Es klingt selbstverständlich, ist es aber längst nicht für jeden.

Du bist wütend und kannst sagen, warum.

Du bist enttäuscht und musst daraus weder einen riesigen Streit machen noch so tun, als wäre alles in Ordnung.

Auch Traurigkeit darf einfach Traurigkeit sein.

Wenn deine Gefühle zu Hause Platz hatten, musstest du früh nicht lernen, sie zu verstecken.

Vielleicht durftest du nach einem schlechten Schultag heulen, obwohl aus Erwachsenensicht überhaupt nichts Dramatisches passiert war.

Niemand erklärte dir deshalb, dass du dich „nicht so anstellen“ sollst.

Mit der Zeit lernst du dadurch nicht nur die Namen deiner Gefühle kennen, sondern auch, dass sie wieder vorbeigehen.

Das hilft dir später in Momenten, in denen es unangenehm wird.

Du kannst deinem Partner sagen, dass dich etwas verletzt hat, statt drei Tage lang „Nichts“ zu antworten und darauf zu hoffen, dass er Gedanken lesen kann.

Genauso musst du nicht jede Wut sofort an jemand anderem auslassen.

Zwischen einem Gefühl und deiner Reaktion darauf liegt schließlich noch ein kleiner Raum.

Den zu erkennen, kann dir erstaunlich viel Ärger ersparen.

Und manchmal auch eine Menge Nachrichten, die du am nächsten Morgen lieber nie abgeschickt hättest.

4. Du kannst eine andere Meinung stehen lassen

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Nicht jedes Gespräch muss damit enden, dass einer von euch den anderen überzeugt.

Manchmal denkst du eben A und dein Gegenüber B.

Wenn du als Kind erlebt hast, dass unterschiedliche Meinungen zu einer Familie dazugehören dürfen, fühlt sich das später weniger bedrohlich an.

Du konntest sagen, dass du etwas blöd findest, was deine Eltern mochten.

Am Esstisch wurde diskutiert und trotzdem danach gemeinsam abgeräumt.

Vielleicht hast du dich sogar mit deinem Vater über irgendein Thema gestritten und eine Stunde später hat er dich gefragt, ob du mit zum Einkaufen kommst.

Die Beziehung war nicht plötzlich beschädigt, nur weil ihr euch nicht einig wart.

Das macht einen Unterschied.

Heute kannst du zuhören, ohne währenddessen schon deine nächste Gegenargumentation vorzubereiten.

Du musst auch nicht jeden Menschen sofort in eine Schublade stecken, sobald seine Sichtweise von deiner abweicht.

Natürlich gibt es Dinge, bei denen du klare Grenzen hast.

Toleranz bedeutet schließlich nicht, alles gutzuheißen.

Aber bei vielen anderen Themen kannst du einfach denken: Sehe ich anders.

Und dann weiterleben.

Diese vier Wörter ersparen einem erstaunlich viele sinnlose Diskussionen.

5. Du hilfst, ohne daraus eine große Sache zu machen

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Du siehst, dass jemand Hilfe braucht, und dein erster Gedanke ist nicht, was du dafür zurückbekommst.

Also trägst du die schwere Tasche mit nach oben, holst eine Freundin vom Bahnhof ab oder bleibst zehn Minuten länger, weil ein Kollege gerade völlig im Stress versinkt.

Danach führst du darüber auch keine innere Buchhaltung.

Wenn du als Kind erlebt hast, dass Menschen füreinander da sind, fühlt sich dieses Verhalten ziemlich normal an.

Zu Hause wurde geholfen, weil eben jemand Hilfe brauchte.

Niemand musste sich dafür erst einen Gefallen verdienen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du dich für jeden aufopferst.

Zwischen Hilfsbereitschaft und dem Gefühl, ständig für alle zuständig zu sein, liegt ein gewaltiger Unterschied.

Du darfst Nein sagen, wenn du keine Zeit oder Kraft hast.

Aber wenn du helfen kannst und möchtest, tust du es.

Oft ohne großes Gerede darüber.

Für dich ist es keine besondere Charakterleistung.

Es ist einfach das, was Menschen manchmal füreinander tun.

6. Du kannst ehrlich sein, auch wenn die Wahrheit unangenehm ist

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Als Kind hast du wahrscheinlich auch gelogen.

Die heimlich gegessene Schokolade war natürlich schon vorher weg und von der schlechten Note wolltest du lieber erst später erzählen.

Kinder probieren solche Dinge aus.

Interessant ist eher, was passiert, wenn die Wahrheit herauskommt.

Wenn du nicht sofort beschämt oder als „Lügner“ abgestempelt wurdest, konntest du Ehrlichkeit anders kennenlernen.

Du hast gemerkt, dass eine unangenehme Wahrheit Konsequenzen haben kann, aber nicht automatisch die Beziehung zu deinen Eltern zerstört.

Das bleibt hängen.

Heute fällt es dir deshalb leichter, Dinge anzusprechen, die du am liebsten noch ein paar Tage vor dir herschieben würdest.

Du kannst deinem Partner sagen, dass dich etwas stört.

Du kannst zugeben, dass du etwas vergessen hast.

Und wenn du Mist gebaut hast, brauchst du keine Geschichte mit zwölf Nebendarstellern, um irgendwie doch noch unschuldig aus der Sache herauszukommen.

7. Du glaubst nicht, dass du dir Liebe verdienen musst

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Du musst nicht immer gut drauf, erfolgreich oder besonders unkompliziert sein, damit jemand dich gernhaben darf.

Dieses Gefühl entsteht oft schon zu Hause.

Als Kind warst du schließlich nicht jeden Tag besonders liebenswert.

Du hast genervt, widersprochen, schlechte Noten mitgebracht, schlechte Laune gehabt und wahrscheinlich mindestens einmal einen Familienausflug mit einem beeindruckend langen Trotz-Anfall bereichert.

Trotzdem waren deine Eltern danach noch deine Eltern.

Du musstest ihre Zuneigung nicht jedes Mal neu gewinnen.

Diese Erfahrung kann später beeinflussen, was du in Beziehungen für normal hältst.

Du musst nicht ständig beweisen, dass du interessant genug, attraktiv genug oder pflegeleicht genug bist.

Wenn dein Partner einen schlechten Tag hat, machst du daraus nicht sofort ein Urteil über deinen eigenen Wert.

Und wenn jemand nur dann liebevoll mit dir umgeht, wenn du dich so verhältst, wie es ihm gefällt, kommt dir das irgendwann ziemlich seltsam vor.

Liebe darf sich verändern, Beziehungen können scheitern und Menschen können einander enttäuschen.

Aber Zuneigung sollte sich nicht wie eine Belohnung anfühlen, die du jeden Morgen neu verdienen musst.