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5 Dinge, mit denen Menschen kämpfen, die immer wieder zu jemandem zurückgehen, der sie verletzt

5 Dinge, mit denen Menschen kämpfen, die immer wieder zu jemandem zurückgehen, der sie verletzt

„Warum gehst du immer wieder zu ihm zurück?“

Für Menschen, die von außen auf eine schwierige Beziehung schauen, scheint diese Frage oft ganz einfach zu beantworten zu sein. Wenn jemand einen verletzt, schlecht behandelt, immer wieder enttäuscht oder die gleichen Versprechen bricht, müsste man doch irgendwann gehen. So zumindest sieht es aus, wenn man nicht selbst in dieser Beziehung steckt.

Für die betroffene Person ist es aber meistens nicht annähernd so einfach.

Denn Gefühle verschwinden nicht automatisch, nur weil jemand uns verletzt hat. Man kann gleichzeitig wissen, dass eine Beziehung einem nicht guttut und den anderen trotzdem vermissen. Man kann sich vornehmen, diesmal wirklich Schluss zu machen, und wenige Wochen später wieder Kontakt suchen. Und man kann sogar sehr genau wissen, dass sich wahrscheinlich nichts verändert hat und trotzdem hoffen, dass es diesmal anders wird.

Das macht einen Menschen nicht automatisch schwach oder naiv.

Hinter diesem Hin und Her können verschiedene emotionale Faktoren stecken. Besonders schwierig wird es, wenn sich Verletzung, Hoffnung, Nähe und Enttäuschung immer wieder abwechseln. Dann verliert man irgendwann den Überblick darüber, was man eigentlich noch von dieser Beziehung erwartet und warum man überhaupt bleibt.

Es gibt einige Dinge, mit denen Menschen in solchen Beziehungen besonders häufig kämpfen.

1. Sie haben irgendwann vergessen, was sie selbst eigentlich verdienen

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Wenn man lange mit jemandem zusammen ist, der die eigenen Bedürfnisse nicht ernst nimmt, kann sich das eigene Bild von einer normalen Beziehung langsam verändern.

Was am Anfang noch völlig unakzeptabel gewesen wäre, wird irgendwann heruntergespielt.

„Er meint es ja nicht so.“

„Sie hatte einfach einen schlechten Tag.“

„Eigentlich ist er ja ein guter Mensch.“

„Vielleicht bin ich auch zu empfindlich.“

Solche Gedanken können sich immer wiederholen, bis man irgendwann nicht mehr klar zwischen einem normalen Fehler und einem dauerhaft schädlichen Verhalten unterscheidet.

Das Problem ist nicht, dass man den anderen liebt. Das Problem entsteht, wenn man dabei beginnt, sich selbst immer weniger wichtig zu nehmen.

Man akzeptiert vielleicht Dinge, die man einer Freundin niemals empfehlen würde. Man entschuldigt Verhalten, das man bei anderen sofort als problematisch erkennen würde. Und man investiert immer mehr Energie darin, die Beziehung zu retten, während vom anderen immer weniger zurückkommt.

Gerade dann können die eigenen Grenzen langsam verschwimmen.

Eine gesunde Beziehung bedeutet schließlich nicht, dass einer ständig gibt und der andere hauptsächlich nimmt. Liebe sollte kein Zustand sein, in dem eine Person immer wieder ihre eigenen Bedürfnisse opfert, damit die Beziehung überhaupt funktioniert.

2. Gefühle übertönen irgendwann die Realität

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Wenn man jemanden liebt, denkt man nicht immer logisch.

Das ist keine Kritik, sondern schlicht menschlich.

Gerade nach einer Trennung können Erinnerungen an die schönen Momente unglaublich stark werden. Plötzlich denkt man nicht mehr an die hundert Situationen, in denen man geweint hat, sondern an den einen Abend, an dem alles perfekt war.

Man erinnert sich an die Umarmung, den Urlaub, den ersten Kuss, die gemeinsamen Pläne oder an den Moment, in dem der andere versprochen hat, sich zu ändern.

Und plötzlich entsteht der Gedanke:

„Vielleicht können wir doch wieder glücklich werden.“

Das kann dazu führen, dass die Realität immer wieder gegen die Hoffnung verliert.

Man weiß zwar, wie die Beziehung tatsächlich war, aber man konzentriert sich auf das, wie sie hätte sein können.

Besonders schwierig ist das bei Beziehungen, in denen sich Nähe und Distanz ständig abwechseln. Nach einem Streit folgt eine Entschuldigung. Danach gibt es vielleicht eine besonders schöne Phase. Man fühlt sich wieder geliebt und glaubt, dass diesmal wirklich alles anders wird.

Bis der nächste Konflikt kommt.

Dieses ständige Auf und Ab kann emotional sehr anstrengend sein. Gerade deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die intensivsten Momente zu schauen, sondern auf das gesamte Muster.

3. Sie hoffen darauf, dass der andere sich irgendwann verändert

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Hoffnung kann etwas Wunderschönes sein.

In einer schwierigen Beziehung kann sie aber auch dafür sorgen, dass man viel länger bleibt, als einem eigentlich guttut.

Viele Menschen denken nicht unbedingt: „Ich akzeptiere für immer, wie er mich behandelt.“

Sie denken eher:

„Er muss nur endlich verstehen, was er mir antut.“

Oder:

„Wenn sie merkt, wie sehr sie mich verletzt, wird sie sich ändern.“

Vielleicht gibt es sogar tatsächlich kurze Phasen, in denen der andere sich bemüht. Er verspricht, es besser zu machen. Er entschuldigt sich. Er zeigt wieder die liebevolle Seite, in die man sich ursprünglich verliebt hat.

Und genau das macht das Loslassen so schwer.

Denn man hält sich nicht unbedingt an dem fest, was die Person aktuell tut. Man hält sich an der Möglichkeit fest, dass sie wieder zu der Person wird, die sie manchmal sein kann.

Dabei sollte eine Beziehung nicht hauptsächlich von ihrem möglichen zukünftigen Zustand leben.

Natürlich können Menschen Fehler erkennen und sich verändern. Das passiert. Aber eine Veränderung zeigt sich nicht nur in Worten oder Versprechen. Sie zeigt sich über längere Zeit im Verhalten.

Deshalb kann es hilfreich sein, weniger zu fragen: „Was könnte diese Beziehung irgendwann werden?“ und stattdessen ehrlich zu schauen: „Wie sieht sie heute tatsächlich aus?“

4. Sie suchen nach einem Abschluss, den ihnen der andere vielleicht nie geben wird

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Nach einer schmerzhaften Beziehung bleiben oft viele Fragen zurück.

Warum hat er das gemacht?

Warum hat sie mich so behandelt?

Warum hat er gesagt, er liebt mich, wenn er sich gleichzeitig so verhalten hat?

Warum hat es nicht funktioniert?

Und vor allem:

„Was hätte ich anders machen können?“

Diese Fragen können einen lange beschäftigen.

Manchmal glaubt man deshalb, man müsse noch einmal zurückgehen, noch ein Gespräch führen oder noch eine letzte Erklärung bekommen.

Vielleicht wird dann endlich alles verständlich.

Vielleicht entschuldigt sich der andere richtig.

Vielleicht erkennt er endlich, was er verloren hat.

Doch nicht jeder Mensch wird uns die Antwort geben, die wir brauchen.

Manchmal gibt es keinen perfekten letzten Satz, der plötzlich alles leichter macht. Manchmal bleibt ein Teil der Geschichte offen.

Das kann unglaublich schwer zu akzeptieren sein.

Aber Abschluss muss nicht immer von der anderen Person kommen. Man kann irgendwann selbst entscheiden, dass man nicht noch eine weitere Runde braucht, um zu verstehen, dass etwas einem nicht guttut.

Nicht jede offene Frage muss beantwortet werden, damit man weitergehen darf.

5. Sie stellen die Liebe zu diesem Menschen über die Liebe zu sich selbst

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Das ist wahrscheinlich einer der schwierigsten Punkte.

Denn jemandem zu sagen „Du musst dich einfach selbst mehr lieben“ klingt leicht, wenn man selbst nicht in dieser Situation steckt.

Wenn man emotional tief verbunden ist, fühlt sich das Loslassen nicht wie eine vernünftige Entscheidung an.

Es fühlt sich wie ein Verlust an.

Man verliert nicht nur einen Menschen. Man verliert gemeinsame Pläne, Gewohnheiten, Erinnerungen und die Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft.

Deshalb kann sich der Gedanke an das Gehen schlimmer anfühlen als der Gedanke daran, noch ein wenig länger zu bleiben.

Doch irgendwann stellt sich eine wichtige Frage:

„Was kostet mich diese Beziehung inzwischen?“

Nicht nur finanziell oder praktisch, sondern emotional.

Wie oft bin ich traurig? Wie oft zweifle ich an mir? Wie oft passe ich mich an? Wie viel Energie verbringe ich damit, das Verhalten des anderen zu verstehen? Wie oft hoffe ich auf eine Veränderung, die bisher nicht gekommen ist?

Liebe für einen anderen Menschen sollte nicht bedeuten, dass man sich selbst dafür immer weiter verliert.

Man darf jemanden lieben und trotzdem entscheiden, dass diese Beziehung einem nicht mehr guttut.

Fazit

Menschen, die immer wieder zu jemandem zurückgehen, der sie verletzt, wissen oft viel mehr über ihre Situation, als andere denken.

Sie wissen vielleicht sogar ganz genau, dass die Beziehung ihnen schadet.

Trotzdem können Selbstzweifel, starke Gefühle, Hoffnung, die Suche nach einem Abschluss und die Angst vor dem Unbekannten sie immer wieder zurückführen.

Das bedeutet nicht, dass sie dumm sind. Und es bedeutet auch nicht, dass Liebe keine Rolle spielt.

Es bedeutet vielmehr, dass Liebe allein nicht immer ausreicht, um eine Beziehung gesund zu machen.

Irgendwann kann es deshalb notwendig werden, nicht mehr nur zu fragen, ob man den anderen liebt, sondern auch, ob man sich selbst in dieser Beziehung noch wiedererkennt.

Denn eine Beziehung sollte nicht davon leben, dass einer immer wieder verletzt wird und trotzdem bleibt.

Und manchmal ist das mutigste, was man tun kann, nicht noch einmal auf die nächste Entschuldigung zu warten, sondern anzuerkennen, dass man etwas Besseres verdient – auch wenn der Abschied zunächst wehtut.