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Warum selbstbewusste Frauen immer wieder bei den falschen Männern landen

Warum selbstbewusste Frauen immer wieder bei den falschen Männern landen

Starke, selbstständige Frauen wissen meistens ziemlich genau, was sie vom Leben wollen.

Sie treffen ihre eigenen Entscheidungen, bauen sich ein Leben auf, das ihnen gefällt, und haben längst gelernt, auch alleine gut zurechtzukommen.

Ausgerechnet in der Liebe scheint diese Klarheit jedoch gelegentlich verloren zu gehen.

Da ist plötzlich ein Mann, der schwer zu greifen ist.

An einem Abend erzählt er Dinge, die sonst kaum jemand über ihn weiß. Zwei Tage später wirkt er wieder distanziert.

Er sucht Nähe, zieht sich zurück und taucht genau dann wieder auf, wenn man gerade beschlossen hatte, weniger an ihn zu denken.

Von außen sieht die Sache oft wesentlich einfacher aus als für die Frau, die mittendrin steckt.

Sie ist schließlich selbstbewusst, unabhängig und weiß, was sie verdient.

Warum beschäftigt sie sich dann ausgerechnet mit einem Mann, bei dem sie ständig rätseln muss, woran sie ist?

Die Antwort liegt nicht zwangsläufig in mangelndem Selbstwert.

Gerade Eigenschaften, die im restlichen Leben hilfreich sind, können beim Dating dazu führen, dass man länger an einer Verbindung festhält, als einem eigentlich guttut.

1. Du bist gewohnt, schwierige Dinge irgendwie hinzubekommen

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Wenn im Job etwas schiefläuft, suchst du nach einer Lösung.

Ein Ziel gibst du nicht auf, nur weil der erste Versuch nicht funktioniert hat.

Ausdauer, Geduld und der Wunsch, Probleme selbst in die Hand zu nehmen, haben dich wahrscheinlich schon ziemlich weit gebracht.

Eine Beziehung funktioniert allerdings anders.

Ein Mann zieht sich zurück und sofort beginnt die Suche nach einer Erklärung.

Er wurde früher verletzt.

Vertrauen fällt ihm schwer.

Im Job ist gerade unglaublich viel los.

Für sein Verhalten gibt es plötzlich zehn nachvollziehbare Gründe.

Irgendwann versuchst du dadurch weniger herauszufinden, ob dieser Mann überhaupt zu dir passt.

Viel mehr beschäftigst du dich damit, wie du es schaffen kannst, dass es zwischen euch doch noch funktioniert.

Genau dort kann eine deiner größten Stärken zum Problem werden.

Eine Beziehung ist kein Projekt, das erfolgreich wird, wenn du nur genügend Energie hineinsteckst.

Ein Mensch muss dir entgegenkommen.

2. Seine Distanz kann sich anfangs wie Freiheit anfühlen

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Ein Mann, der nicht jede Stunde wissen möchte, wo du bist, kann zunächst wunderbar unkompliziert wirken.

Du hast schließlich dein eigenes Leben.

Deine Freundinnen, deine Arbeit, deine Pläne und deine Zeit für dich sollen auch in einer Beziehung ihren Platz behalten.

Ein Partner, der ebenfalls sein eigenes Ding macht, passt auf den ersten Blick hervorragend dazu.

Er braucht seinen Freiraum.

Du brauchst deinen.

Perfekt.

Irgendwann zeigt sich allerdings, ob es wirklich um gesunde Freiheit geht.

Du möchtest über etwas sprechen und er wechselt das Thema.

Nach einem besonders schönen Wochenende hörst du zwei Tage kaum etwas von ihm.

Sobald es persönlicher wird, macht er einen Schritt zurück.

Was am Anfang angenehm unabhängig wirkte, fühlt sich zunehmend an, als würdest du vor einer halb geöffneten Tür stehen.

Eine gute Beziehung lässt beiden Menschen Raum und schafft gleichzeitig Nähe.

Fehlt der zweite Teil dauerhaft, hat das mit Freiheit irgendwann nur noch wenig zu tun.

3. Schwer zu bekommen kann sich intensiver anfühlen als leicht zu haben

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Montag schreibt er dir bis zwei Uhr morgens.

Dienstag hörst du nichts.

Mittwoch schickt er plötzlich eine Nachricht, die dich wieder komplett abholt.

Den halben Donnerstag denkst du darüber nach.

Diese Unberechenbarkeit kann Gefühle größer erscheinen lassen, als sie unter ruhigeren Umständen wären.

Wer nie genau weiß, wann wieder Nähe kommt, misst jedem schönen Moment automatisch mehr Bedeutung bei.

Eine Nachricht fühlt sich wichtiger an.

Ein Kompliment bleibt länger im Kopf.

Ein gemeinsamer Abend wird schnell zum Beweis dafür, dass zwischen euch doch etwas Besonderes sein muss.

Daneben kann ein Mann, der von Anfang an klar zeigt, dass er dich mag, beinahe unspektakulär wirken.

Er schreibt, wenn er sagt, dass er schreibt.

Er macht einen Vorschlag für das nächste Treffen.

Du musst keine drei Freundinnen fragen, was seine letzte Nachricht wohl bedeutet.

Der große Nervenkitzel bleibt dabei womöglich aus.

Dafür entsteht etwas, das auf Dauer wesentlich wertvoller sein kann: Sicherheit.

Chemie kann sich aufregend anfühlen.

Unsicherheit ebenfalls.

Beides miteinander zu verwechseln, passiert leichter, als man denkt.

4. Irgendwann willst du nicht mehr nur ihn, sondern auch den Beweis

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Am Anfang mochtest du einfach diesen Mann.

Mit der Zeit kommt etwas anderes dazu.

Du möchtest erleben, dass ausgerechnet er sich für dich öffnet.

Der Mann, der angeblich keine Beziehung möchte, soll bei dir plötzlich anders fühlen.

Derjenige, der sonst niemanden richtig an sich heranlässt, soll dir vertrauen.

Seine Entscheidung bekommt dadurch eine zweite Bedeutung.

Entscheidet er sich am Ende doch für dich, war das Warten nicht umsonst.

Dann hattest du recht mit deinem Gefühl.

Dann bist du tatsächlich die Frau, bei der alles anders ist.

Genau deshalb wird Loslassen irgendwann so schwer.

Du verabschiedest dich schließlich nicht nur von einem Menschen.

Gleichzeitig verschwindet die Geschichte, die du dir darüber erzählt hast, wie es zwischen euch eines Tages sein könnte.

Deinen Wert beweist du allerdings nicht dadurch, dass ein emotional unerreichbarer Mann ausgerechnet für dich plötzlich erreichbar wird.

5. Stärke bedeutet auch, jemanden nicht retten zu müssen

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Seine Geschichte kennst du inzwischen wahrscheinlich ziemlich gut.

Du weißt, warum ihm Nähe schwerfällt.

Du kennst seine letzte Trennung, seine komplizierte Familie oder andere Erfahrungen, die ihn geprägt haben.

Dieses Wissen kann vieles erklären.

Es kann sogar dafür sorgen, dass du sein Verhalten besser verstehst.

Verständnis verpflichtet dich jedoch nicht dazu, alles auszuhalten.

Du kannst nachvollziehen, warum jemand sich zurückzieht, und trotzdem entscheiden, dass du nicht ständig hinterherlaufen möchtest.

Mitgefühl für seine Vergangenheit und Grenzen für deine eigene Gegenwart schließen sich nicht aus.

Seine Mauern einzureißen ist außerdem nicht deine Aufgabe.

Veränderung funktioniert nur, wenn er selbst bereit ist, sich mit seinen Mustern auseinanderzusetzen.

Stärke in der Liebe sieht deshalb gelegentlich ganz anders aus, als wir sie uns vorstellen.

Sie zeigt sich darin, rechtzeitig zu erkennen, dass ein Mensch interessant, attraktiv und wichtig für dich sein kann und trotzdem kein guter Partner für dich ist.

Du brauchst keinen Mann, den du erst emotional erreichen musst.

Viel schöner ist einer, der dir von selbst entgegenkommt.