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5 Sätze, die Menschen sagen, die kaum über ihre Gefühle sprechen können

5 Sätze, die Menschen sagen, die kaum über ihre Gefühle sprechen können

Manche Menschen können dir eine halbe Stunde erzählen, was bei der Arbeit passiert ist, wer sie genervt hat und warum der ganze Tag eine Katastrophe war.

Fragst du aber: „Und wie geht es dir damit?“, wird es plötzlich still.

Dann kommt ein Schulterzucken, ein „Keine Ahnung“ oder das berühmte „Alles gut“.

Besonders in einer Beziehung kann das irgendwann verdammt anstrengend werden.

Du merkst, dass etwas nicht stimmt, versuchst ein Gespräch anzufangen und bekommst trotzdem kaum heraus, was in dem anderen Menschen eigentlich vorgeht.

Irgendwann suchst du den Fehler bei dir.

Du fragst dich, ob du zu viel erwartest, die falschen Fragen stellst oder aus einer Kleinigkeit ein größeres Problem machst, als es eigentlich ist.

Dabei fällt es manchen Menschen tatsächlich schwer, ihre Gefühle überhaupt in Worte zu fassen.

Wer zu Hause gelernt hat, dass man Ärger herunterschluckt, Traurigkeit schnell wieder abschüttelt oder über Probleme lieber gar nicht spricht, legt dieses Verhalten mit 30 nicht automatisch ab.

Andere haben erlebt, dass Offenheit gegen sie verwendet wurde, und halten seitdem lieber ein bisschen mehr zurück.

Das macht die Situation für den Partner nicht weniger frustrierend.

Es erklärt aber, warum manche Gespräche immer wieder an denselben Sätzen hängen bleiben.

Wenn „Alles gut“ eigentlich gar nichts klärt

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„Alles gut.“

Zwei Wörter, nach denen du manchmal genauso schlau bist wie vorher.

Du hast längst gemerkt, dass dein Partner ungewöhnlich still ist oder irgendetwas zwischen euch hängt.

Also fragst du nach.

Statt einer Antwort kommt dieses kurze „Alles gut“ und damit scheint das Gespräch für die andere Person erledigt zu sein.

Für dich meistens nicht.

Denn jetzt weißt du weder, was los ist, noch ob du überhaupt weiterfragen solltest.

Manchmal stimmt der Satz natürlich tatsächlich.

Problematisch wird es, wenn er jedes Mal auftaucht, sobald ein Gespräch ein bisschen persönlicher oder unangenehmer wird.

Dann bedeutet „Alles gut“ irgendwann weniger, dass wirklich alles in Ordnung ist.

Es bedeutet eher: Darüber möchte ich gerade nicht sprechen.

Nur verschwindet das eigentliche Problem dadurch leider nicht.

Wenn plötzlich du das Problem bist

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„Du denkst einfach zu viel nach.“

Dieser Satz sitzt.

Vor allem dann, wenn du eigentlich nur wissen wolltest, warum sich etwas zwischen euch komisch anfühlt.

Auf einmal geht es nicht mehr darum, was dein Partner denkt oder fühlt.

Stattdessen wird darüber gesprochen, ob du zu empfindlich bist, zu viel interpretierst oder dir unnötig Gedanken machst.

Das kann dich ziemlich schnell an deiner eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen.

Dabei muss dahinter nicht immer böse Absicht stecken.

Für jemanden, der kaum über die eigenen Gefühle spricht, ist es manchmal leichter, deine Reaktion zum Thema zu machen als die eigene.

„So bin ich eben.“

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„So bin ich eben“ klingt erst einmal ziemlich endgültig.

Als gäbe es an dieser Stelle nichts mehr zu besprechen.

Du möchtest erklären, was dich verletzt oder was dir in eurer Beziehung fehlt, und bekommst als Antwort im Grunde nur: Damit musst du leben.

Natürlich hat jeder Eigenschaften, die der andere nicht besonders toll findet.

Niemand muss sich für eine Beziehung komplett verbiegen.

Schwierig wird es, wenn der Satz jedes Gespräch über das eigene Verhalten beendet.

Denn nicht über Gefühle sprechen zu können, ist nicht dasselbe wie blaue Augen oder eine Vorliebe für schlechte Serien.

Man kann lernen, sich mitzuteilen.

Dafür muss man allerdings bereit sein, überhaupt erst einmal hinzuschauen.

„Keine Ahnung, was du von mir hören willst.“

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Dieser Satz klingt schnell genervt.

Manchmal steckt dahinter aber tatsächlich Ratlosigkeit.

Dein Partner merkt, dass du eine Antwort erwartest, findet aber keine Worte für das, was gerade in ihm vorgeht.

Während du ziemlich genau sagen kannst, ob du enttäuscht, verletzt oder wütend bist, kommt bei ihm nur ein „Keine Ahnung“.

Das kann für beide Seiten frustrierend sein.

Du hast das Gefühl, gegen eine Wand zu reden, während die andere Person womöglich selbst nicht weiß, wie sie dir erklären soll, was gerade los ist.

Trotzdem musst du dich nicht mit Schweigen zufriedengeben.

Es macht einen Unterschied, ob jemand keine Worte findet und es trotzdem versucht oder ob jedes Gespräch mit einem Schulterzucken beendet wird.

„Können wir später darüber reden?“

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Eigentlich ist an diesem Satz überhaupt nichts falsch.

Manchmal ist wirklich nicht der richtige Moment für ein schwieriges Gespräch.

Ihr müsst gleich los, einer von euch ist müde oder die Diskussion würde um halb eins nachts wahrscheinlich ohnehin nirgendwohin führen.

Problematisch wird das „später“ erst, wenn es nie kommt.

Am nächsten Tag wird das Thema nicht mehr erwähnt und ein paar Tage später fühlt es sich fast schon komisch an, es wieder hervorzuholen.

Also lässt du es irgendwann bleiben.

Beim nächsten Problem passiert dasselbe.

So werden Gespräche nicht gelöst, sondern immer nur verschoben.

Zeit zu brauchen ist völlig in Ordnung.

Nur sollte aus „Lass uns später darüber reden“ irgendwann auch wirklich ein Gespräch werden.

Wie du damit umgehen kannst

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Wenn du immer wieder versuchst, ein Gespräch anzufangen, und kaum etwas zurückkommt, wirst du irgendwann ungeduldig.

Das ist verständlich.

Mehr Druck bringt allerdings selten plötzlich die große Gefühlsbeichte hervor.

Manchen Menschen fällt es leichter, beim Spazierengehen oder im Auto zu reden, weil sie dabei nicht die ganze Zeit ihrem Partner gegenübersitzen und das Gefühl haben, jetzt unbedingt etwas Kluges sagen zu müssen.

Auch die Art, wie du ein Gespräch beginnst, kann einen Unterschied machen.

„Warum redest du nie mit mir?“ klingt schnell wie ein Vorwurf.

„Ich fühle mich manchmal ziemlich allein damit, wenn ich nicht weiß, was in dir vorgeht“ sagt dagegen, was das Schweigen mit dir macht.

Trotzdem kann nicht alles an dir hängen.

Du kannst deinem Partner Zeit geben, geduldig sein und versuchen, einen Weg zu finden, der für euch beide funktioniert.

Aber irgendwann muss auch von der anderen Seite etwas kommen.

Es macht einen großen Unterschied, ob jemand Schwierigkeiten hat, über Gefühle zu sprechen, oder ob er überhaupt nicht bereit ist, es zu versuchen.