Ein erstes Date ist immer ein kleines Abenteuer. Egal, ob man sich über eine Dating-App kennengelernt hat, über Freunde oder zufällig beim Einkaufen – dieser erste gemeinsame Abend fühlt sich für viele an wie ein Testlauf.
Man möchte sympathisch wirken, gleichzeitig man selbst bleiben und irgendwie den berühmten Funken überspringen lassen. Und genau da passieren die meisten Fettnäpfchen.
Nicht, weil man ein schlechter Mensch ist oder absichtlich etwas falsch macht, sondern weil Nervosität, Unsicherheit oder schlechte Angewohnheiten einem manchmal einen Strich durch die Rechnung machen.
Das Problem: Viele merken gar nicht, dass sie sich gerade ins Aus schießen.
Es sind oft kleine Dinge, die die Stimmung killen – und das, obwohl man eigentlich nur sein Bestes geben wollte. Damit dir das nicht passiert, schauen wir uns mal sechs typische Fehler an, die ein erstes Date schneller beenden können, als dir lieb ist.
Und natürlich gebe ich dir auch ein paar Tipps, wie du es besser machst.
1. Zu schnell zu tief gehen

Viele glauben, Offenheit sei gleich beim ersten Treffen das A und O.
Klar, Ehrlichkeit ist wichtig – aber niemand möchte beim ersten Glas Wein die komplette Lebensgeschichte inklusive Familienprobleme, Traumata und Ex-Drama hören.
Das hat nichts damit zu tun, dass deine Erfahrungen unwichtig wären. Im Gegenteil, jeder Mensch bringt sein Päckchen mit. Aber ein erstes Date ist nicht die richtige Bühne, um deine tiefsten Geheimnisse oder schwersten Enttäuschungen auszupacken.
Es wirkt für dein Gegenüber oft überfordernd und nimmt sofort die Leichtigkeit aus dem Gespräch.
Stell dir vor: Du sitzt da, der andere erzählt dir detailliert, wie schlimm die letzte Trennung war oder welche Fehler die Eltern in der Kindheit gemacht haben.
Statt sich locker kennenzulernen, fühlt es sich plötzlich eher an wie eine Therapiesitzung. Und so war das Date sicher nicht gedacht.
Besser machen: Rede über Dinge, die dich positiv beschreiben.
Teile kleine Anekdoten, witzige Erlebnisse oder deine Interessen. So bleibst du authentisch, ohne den anderen mit zu viel Ernst zu erschlagen.
Tiefere Themen können warten, bis man sich besser kennt und Vertrauen aufgebaut ist.
2. Handy statt Gesprächspartner

Kaum etwas killt die Stimmung so zuverlässig wie ein ständig vibrierendes oder gezücktes Handy.
Viele merken nicht mal, wie oft sie automatisch draufschauen – aber für dein Gegenüber wirkt das wie ein Schlag ins Gesicht.
Du vermittelst damit unbewusst: „Das, was auf meinem Display passiert, ist mir gerade wichtiger als du.“ Auch wenn das gar nicht deine Absicht ist, kommt es genauso rüber.
Und mal ehrlich: Wenn man sich endlich mal trifft, sollte man den Moment genießen, anstatt sich von Instagram-Stories oder WhatsApp-Nachrichten ablenken zu lassen.
Besser machen: Stell dein Handy auf stumm und leg es weg – am besten gar nicht sichtbar auf den Tisch.
Zeig damit: „Gerade zählt nur dieses Gespräch.“
Du wirst merken, dass die Unterhaltung viel intensiver wird, wenn keine ständige Unterbrechung dazwischenfunkt.
3. Über Ex-Beziehungen reden

Es ist fast schon ein Klassiker: Man sitzt gemütlich zusammen, das Gespräch läuft gut, und plötzlich kommt das Thema „Ex“. Vielleicht, weil die Frage nach dem Beziehungsstatus kommt, oder weil man sich verplappert.
Und zack – schon geht’s los: „Mein Ex hat immer …“, „Damals war es so schlimm …“, „Ich will nie wieder so jemanden daten …“
Das Problem daran ist, dass du damit sofort die Gegenwart kaputt machst.
Dein Date merkt, dass dein Kopf noch stark in der Vergangenheit hängt.
Es wirkt, als würdest du innerlich vergleichen oder gar noch nicht abgeschlossen haben. Für viele ist das ein sofortiges Warnsignal: „Oh, da bin ich wohl nur Ersatzprogramm.“
Besser machen: Wenn das Thema von allein aufkommt, halte es kurz und sachlich.
Es reicht, zu sagen: „Ja, ich war mal länger in einer Beziehung, das ist aber schon vorbei.“ Punkt. Fokus lieber auf das Hier und Jetzt legen: Wer sitzt dir gerade gegenüber? Was interessiert euch beide? Darum geht’s beim ersten Date.
4. Soziale Signale nicht erkennen

Dates sind ein Tanz aus Worten und Körpersprache. Oft sagt die Haltung, die Mimik oder ein Lächeln mehr als tausend Worte.
Wer das nicht erkennt, wirkt schnell unsensibel oder, schlimmer noch, desinteressiert.
Ein Beispiel: Dein Date lehnt sich zurück, schaut öfter auf die Uhr oder gibt nur kurze Antworten – das sind Anzeichen, dass er oder sie sich gerade unwohl fühlt oder müde ist.
Ignorierst du das und quatschst einfach weiter, kommt das nicht gut an. Genauso komisch wirkt es, wenn du gar nicht merkst, dass der andere sich zu dir hinlehnt und Nähe sucht – und du dich wie ein Stein zurücklehnst.
Besser machen: Achte auf kleine Signale. Spiegel Bewegungen dezent, halte Blickkontakt, merk dir Pausen im Gespräch.
Du musst kein Körpersprache-Experte werden, aber ein bisschen Feingefühl zeigt sofort: „Ich sehe dich, ich nehme dich wahr.“ Das wirkt automatisch sympathischer.
5. Körpersprache unterschätzen

Hand aufs Herz: Wir alle wissen, dass Worte wichtig sind – aber deine Haltung, Gestik und Mimik sagen oft mehr als alles, was du erzählst.
Ein verschränkter Arm, ein ständiges Zurücklehnen oder nervöses Herumzupfen am Glas können den Eindruck hinterlassen, dass du kein echtes Interesse hast.
Körpersprache ist wie ein zweites Gespräch, das unbewusst im Hintergrund läuft. Und wenn deine Körpersprache nicht zu deinen Worten passt, wirkt es widersprüchlich.
Stell dir vor: Du sagst, dass du dich freust, hier zu sein, aber dein Blick schweift ständig ab und dein Körper ist abgewandt. Dein Gegenüber spürt sofort: „Irgendwas stimmt hier nicht.“
Besser machen: Sei locker, lächle, halte Blickkontakt und dreh dich deinem Date zu.
Kleine Gesten wie ein leichtes Vorbeugen beim Zuhören oder ein zustimmendes Nicken wirken Wunder.
Und keine Sorge: Es geht nicht darum, perfekt zu wirken. Es reicht, echt präsent zu sein.
6. Keine Lust auf Abenteuer

Niemand sagt, dass ein erstes Date gleich aus Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen bestehen muss.
Aber eine gewisse Offenheit für Neues ist wichtig. Wer beim ersten Treffen sofort blockt – „Nee, das mach ich nicht“, „Das klingt doof“, „Ich hab keine Lust darauf“ – wirkt langweilig und wenig spontan.
Es geht gar nicht um wilde Aktionen, sondern um die Einstellung.
Vielleicht will dein Date spontan einen Spaziergang machen, weil das Wetter schön ist.
Oder ihr kommt auf die Idee, nach dem Kaffee noch Billard zu spielen. Wer da sofort dichtmacht, zeigt: „Ich will eigentlich nur mein Standardprogramm runterspulen.“
Besser machen: Sei offen für kleine Abenteuer. Sag auch mal: „Klar, warum nicht?“ Solche Momente bleiben oft länger im Kopf als das klassische Sitzen im Café.
Und mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als gemeinsam zu lachen, weil ihr plötzlich Karaoke singt oder euch auf der Eisbahn fast hinlegt? Das verbindet.
Fazit
Ein erstes Date entscheidet nicht über dein ganzes Liebesleben, aber es legt den Grundstein.
Und oft sind es nicht die großen Fehler, sondern die kleinen, unbewussten Angewohnheiten, die den Unterschied machen.
Wenn du dir eines merkst, dann das: Sei interessiert, präsent und offen.
Dein Date will dich kennenlernen – nicht deine Probleme, nicht dein Handy, nicht deinen Ex. Es geht um den Moment, darum herauszufinden, ob da ein Funke ist.
Und falls du trotzdem mal einen dieser Fehler machst – keine Panik. Wir sind alle nur Menschen, und niemand läuft perfekt durch ein erstes Treffen.
Wichtig ist, dass du daraus lernst und beim nächsten Mal zeigst: „Hey, ich kann’s besser.“
Dann ist die Chance groß, dass aus einem netten ersten Abend eine Geschichte wird, die noch viel weitergeht.
Ich liebe es, Informationen auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. Mit meiner Leidenschaft für das Schreiben und meinem Hintergrund im Germanistik Studium bringe ich Kreativität und Präzision in meine Arbeit ein. Ich freue mich darauf, weiterhin fesselnde Inhalte zu kreieren und neue Themen zu erkunden.

