Skip to Content

Wenn aus „für immer“ plötzlich „vorbei“ wird: 5 Momente, die Menschen in der Ehe bereuen

Wenn aus „für immer“ plötzlich „vorbei“ wird: 5 Momente, die Menschen in der Ehe bereuen

Viele Menschen gehen in eine Ehe mit dem Gefühl, dass sie es diesmal wirklich schaffen könnten.

Nicht, weil alles perfekt ist oder weil sie eine märchenhafte Vorstellung vom Leben haben, sondern weil sie sich innerlich sicher sind, dass die Basis stimmt: man versteht sich, man lacht zusammen, man plant gemeinsam, man fühlt sich aufgehoben.

Und dann, Jahre später, sitzt man vielleicht irgendwann da und merkt, dass man an Punkten vorbeigelaufen ist, die man damals nicht ernst genug genommen hat.

Nicht, weil man respektlos war oder die Beziehung nicht wollte, sondern weil man im Alltag oft gar nicht merkt, wie sehr kleine Dinge im Hintergrund arbeiten, bis es irgendwann zu spät ist.

Wenn Menschen später über ihre gescheiterte Ehe sprechen, hört man oft dieselben Gedanken. Es sind keine dramatischen Highlights, sondern eher leise Momente, die sie unterschätzt haben. Und genau diese fünf Dinge tauchen immer wieder auf.

1. Wenn man aufgehört hat, dem anderen Wärme zu zeigen, obwohl es eigentlich nichts kostet

Was dir niemand über die „Mitbewohnerphase“ der Ehe erzählt
shutterstock

Am Anfang macht man vieles von allein. Man berührt sich im Vorbeigehen, fragt wirklich nach, wie der Tag war, bleibt abends noch kurz länger wach, damit der Partner nicht alleine im Wohnzimmer sitzt.

Und dann passiert dieser schleichende Alltag. Man meint es nicht böse, man ist einfach müde, gestresst, überfüllt mit Dingen, die erledigt werden müssen. Und plötzlich merkt man gar nicht mehr, wie sehr man auf Sparflamme lebt.

Viele sagen später, dass sie nicht verstanden haben, wie wichtig diese kleinen Zeichen eigentlich waren.

Nicht große Gesten, keine Dramen, keine Überraschungen – nur dieses alltägliche Gefühl, dass man immer noch gesehen wird.

Es geht nicht darum, ständig romantisch zu sein, sondern darum, den anderen nicht wie selbstverständlich hinzunehmen. Wärme muss man nicht planen, und trotzdem vergisst man sie schnell.

Am Ende bereuen viele nicht, dass sie keine riesigen Liebeserklärungen gemacht haben.

Sie bereuen, dass sie aufgehört haben, im ganz normalen Alltag zu zeigen, dass der andere immer noch wichtig ist.

Und oft kommt diese Erkenntnis erst, wenn die Beziehung schon fast nur noch aus Routine besteht und man merkt, dass genau diese kleinen Dinge die Beziehung eigentlich zusammengehalten hätten.

2. Wenn man über Geld geschwiegen hat, weil man Angst vor Stress hatte

3 Schritte zur Wiederbelebung deiner sexlosen Beziehung (Ja, es ist möglich!)
shutterstock

Geld ist eines dieser Themen, das man ungern anspricht. Viele Paare hoffen, dass sich alles von selbst einspielt, oder sie verschieben die Gespräche, weil sie denken, dass es nur Streit bringt.

Manche schämen sich für ihre finanzielle Situation, andere sind unsicher, wie viel sie sagen sollen, und wieder andere wollen einfach „nicht so spießig wirken“.

Aber später bereuen viele genau dieses Schweigen. Nicht wegen des Geldes selbst, sondern wegen des Gefühls, nicht wirklich als Team zu handeln.

Wenn einer sich alleine gelassen fühlt, weil er glaubt, alles tragen zu müssen, dann nagt das.

Wenn der andere Dinge verheimlicht, weil er Angst hat, verurteilt zu werden, dann schafft das Distanz.

Und wenn man erst dann über Geld redet, wenn es schon brennt, kommt es fast immer zu Verletzungen.

Viele sagen später, dass es gar nicht das Konto war, das die Beziehung belastet hat – sondern das fehlende Vertrauen, offen darüber zu reden.

Man denkt immer, „wir schaffen das schon irgendwie“. Aber man schafft es eben nur gemeinsam, nicht jeder für sich. Und genau das fehlt vielen im Rückblick.

3. Wenn man alte Verletzungen mitgeschleppt hat, statt sie wirklich loszulassen

shutterstock

Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit in eine Ehe. Alte Beziehungen, Familienerfahrungen, enttäuschende Momente, Unsicherheiten, Zweifel – vieles davon verschwindet nicht einfach, nur weil man heiratet.

Viele glauben zwar, dass sie damit abgeschlossen haben, aber im Alltag zeigt sich oft das Gegenteil.

Man reagiert empfindlicher, als man es müsste. Man zieht sich zurück, obwohl der andere eigentlich gar nichts falsch gemacht hat.

Man interpretiert Dinge falsch, weil der eigene Kopf noch irgendwo an einer alten Wunde hängt. Und all das sammelt sich leise an, ohne dass der Partner überhaupt versteht, was da passiert.

Später bereuen viele, dass sie nicht früher darüber gesprochen haben oder sich selbst zu viel zugemutet haben.

Sie dachten, sie müssten alles alleine regeln oder stark sein – und haben dabei nicht gemerkt, wie sehr diese alten Verletzungen die gemeinsame Beziehung beeinflusst haben.

Es geht nicht darum, die Vergangenheit ungeschehen zu machen. Es geht darum, sie nicht unbewusst in die Ehe mitzuschleppen.

4. Wenn man den anderen für Dinge verantwortlich gemacht hat, die eigentlich aus dem eigenen Chaos kamen

15 Anzeichen dafür, dass du in einer toxischen Beziehung steckst, die sich aber gut anfühlt
shutterstock

Dieser Punkt kommt extrem oft: Man ist gestresst, überfordert, innerlich leer oder enttäuscht von Dingen, die gar nichts mit der Beziehung zu tun haben – und trotzdem bekommt der Partner es ab.

Nicht weil man ihn verletzen will, sondern weil er der einzige Mensch ist, der nah genug steht.

Später sagen viele, dass sie zu oft geglaubt haben, der andere müsste wissen, was in ihnen vorgeht, ohne dass sie es wirklich gesagt haben.

Statt zu erklären, warum man gereizt ist, hat man den anderen kritisiert.

Statt zuzugeben, dass man selbst gerade überfordert ist, hat man ihm unterstellt, er bemühe sich nicht genug. Und so rutscht man in ein Muster, das immer schwerer zu durchbrechen ist.

Viele bereuen, dass sie nicht öfter innegehalten haben, bevor sie reagierten.

Dass sie nicht klarer kommuniziert haben, was sie eigentlich brauchen. Und dass sie dem anderen Lasten zugeschoben haben, die gar nicht seine waren.

Am Ende war es oft nicht der Partner, der das Problem war – sondern die eigene Überforderung, die man nie benannt hat.

5. Wenn man zu spät gemerkt hat, dass man eigentlich gar nicht mehr miteinander redet

9 unübersehbare Warnzeichen für eine bevorstehende Trennung
shutterstock

Die meisten Paare sind überzeugt, dass sie viel miteinander reden. Aber später merken viele, dass sie zwar geredet haben – aber nicht über das, was wichtig gewesen wäre.

Man spricht über Termine, Familie, Arbeit, Verpflichtungen, aber nicht darüber, wie man sich wirklich fühlt oder was einen innerlich beschäftigt.

Mit den Jahren entwickelt sich leicht so ein Nebeneinanderherlaufen. Man lebt zusammen, aber man öffnet sich nicht mehr wirklich.

Und irgendwann bemerkt man, dass man zwar alles Mögliche weiß, aber fast nichts mehr über das, was im Herzen des anderen wirklich los ist.

Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern Stück für Stück, bis man eines Tages das Gefühl hat, dass die Gespräche leer geworden sind.

Viele bereuen später, dass sie nicht früher angefangen haben, wieder neugierig auf den anderen zu sein.

Dass sie nicht nachgefragt haben, weil sie dachten, sie wüssten ohnehin alles.

Und dass sie nicht gemerkt haben, wie wichtig es gewesen wäre, diese Tür offen zu halten, bevor sie sich irgendwann von selbst geschlossen hat.

Lust auf mehr Lesestoff?

Dieser Artikel hier könnte dich dementsprechend interessieren.