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5 Körpersprache-Signale, bei denen du genauer hinschauen solltest

5 Körpersprache-Signale, bei denen du genauer hinschauen solltest

Manchmal sagt jemand etwas, und trotzdem bleibt dieses komische Gefühl zurück, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Worte klingen freundlich, vielleicht sogar überzeugend, aber die Person wirkt dabei irgendwie anders.

Ein Lächeln sieht gezwungen aus. Die Arme sind verschränkt. Der Blick wandert ständig zur Seite. Oder die Hände sind so unruhig, dass man sich irgendwann fragt, warum derjenige eigentlich so nervös ist.

Genau solche Situationen kennen viele aus dem Alltag. Vielleicht erzählt dir jemand etwas und du denkst dir danach: „Keine Ahnung warum, aber ich glaube ihm das nicht ganz.“ Oft können wir gar nicht genau erklären, woher dieses Gefühl kommt.

Wir nehmen einfach kleine Veränderungen in Gesicht, Haltung und Bewegungen wahr, ohne bewusst darauf zu achten.

Körpersprache kann tatsächlich Hinweise darauf geben, wie sich jemand gerade fühlt. Sie kann zeigen, dass jemand angespannt, unsicher, unwohl oder zurückhaltend ist.

Wichtig ist allerdings: Kein einzelnes Körpersignal beweist, dass jemand lügt. Wer beim Reden keinen Blickkontakt hält, muss nicht automatisch etwas zu verbergen haben. Manche Menschen sind schüchtern, nervös oder fühlen sich in bestimmten Situationen einfach unwohl.

Interessant wird es vor allem dann, wenn das Gesagte und die Körpersprache deutlich auseinandergehen. Genau dann lohnt es sich, nicht nur auf die Worte zu hören, sondern auch auf das Gesamtbild zu achten.

1. Das Lächeln erreicht die Augen nicht

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Ein Lächeln wirkt normalerweise wie ein ziemlich klares Zeichen. Jemand lächelt, also freut er sich – oder?

Ganz so einfach ist es leider nicht.

Menschen können auch lächeln, obwohl ihnen eigentlich gar nicht danach ist. Wir machen das ständig. Aus Höflichkeit, aus Unsicherheit oder weil wir eine unangenehme Situation nicht noch unangenehmer machen möchten.

Du bekommst zum Beispiel ein Kompliment von jemandem und die Person lächelt sofort breit.

„Das ist wirklich eine tolle Idee!“

Eigentlich klingt alles positiv. Doch wenn du genauer hinschaust, wirkt das Gesicht vielleicht gar nicht so begeistert. Der Mund lächelt, während die Augen kaum reagieren.

Ein ehrliches Lächeln zeigt sich nämlich nicht nur an den Mundwinkeln. Auch die Partie rund um die Augen verändert sich dabei. Genau deshalb wirkt ein echtes Lächeln meistens anders als ein höfliches oder aufgesetztes.

Das bedeutet nicht, dass jedes Lächeln ohne deutliche Augenbewegung eine Lüge ist. Vielleicht ist die Person einfach höflich und weiß nicht, was sie sonst sagen soll.

Wenn allerdings die Worte extrem positiv sind, während der Gesichtsausdruck deutlich zurückhaltender wirkt, kann dieser Widerspruch interessant sein.

Gerade im Alltag passiert so etwas häufig. Jemand sagt „Kein Problem“, lächelt kurz und sieht gleichzeitig so aus, als würde er am liebsten sofort verschwinden.

Dann lohnt es sich vielleicht, nicht nur die Worte ernst zu nehmen, sondern auch zu fragen:

„Ist wirklich alles okay?“

Manchmal bekommt man dadurch eine viel ehrlichere Antwort.

2. Die Arme sind verschränkt, obwohl die Worte Zustimmung zeigen

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Die Körperhaltung kann ebenfalls einiges verraten.

Stell dir vor, du erzählst jemandem von einer neuen Idee.

Die Person sagt:

„Ja, klar, klingt super!“

Doch während sie das sagt, verschränkt sie die Arme, lehnt sich zurück und wirkt plötzlich ziemlich geschlossen.

Natürlich bedeutet eine verschränkte Körperhaltung nicht automatisch Ablehnung. Vielleicht ist der Person kalt. Vielleicht steht sie einfach gerne so. Vielleicht fühlt sie sich gerade körperlich wohler.

Deshalb sollte man auch hier niemals ein einzelnes Signal überbewerten.

Spannender wird es, wenn mehrere Dinge gleichzeitig auftreten.

Die Person sagt begeistert Ja, wirkt aber gleichzeitig angespannt, hält Abstand und zeigt kaum Interesse an dem Gespräch.

Dann könnte es sein, dass ihre Worte nicht ganz zu ihrer tatsächlichen Stimmung passen.

Gerade bei Gesprächen über unangenehme Themen passiert so etwas häufig. Menschen sagen manchmal das, was sie glauben sagen zu müssen, während ihr Körper eine andere Reaktion zeigt.

Vielleicht möchte jemand nicht offen widersprechen.

Vielleicht möchte er keinen Streit anfangen.

Oder vielleicht ist ihm die Situation einfach unangenehm.

Das muss noch keine bewusste Lüge sein. Manchmal versucht ein Mensch lediglich, seine wahren Gefühle nicht zu zeigen.

Genau deshalb sollte man Körpersprache eher als Hinweis verstehen – nicht als Beweis.

3. Der Blick wandert ständig weg

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Augenkontakt ist eines der bekanntesten Signale in Gesprächen. Trotzdem wird gerade dieser Punkt häufig falsch verstanden.

Der alte Gedanke „Wer lügt, schaut einem nicht in die Augen“ stimmt so nicht. Manche Menschen schauen beim Lügen sogar besonders bewusst in die Augen, weil sie wissen, dass andere genau darauf achten.

Trotzdem kann auffälliges Wegschauen interessant sein.

Wenn jemand normalerweise entspannt mit dir spricht und plötzlich ständig nach unten, zur Seite oder auf andere Dinge schaut, kann das bedeuten, dass sich die Person gerade unwohl fühlt.

Vielleicht versucht sie, ihre Gedanken zu sammeln.

Vielleicht ist sie nervös.

Oder vielleicht möchte sie einem bestimmten Thema ausweichen.

Auch hier kommt es wieder auf die Veränderung an.

Wenn jemand grundsätzlich wenig Blickkontakt hält, sagt das nicht viel aus.

Wenn eine Person jedoch normalerweise offen und direkt ist und sich plötzlich ganz anders verhält, kann man sich fragen, warum.

Manchmal verrät uns nicht das einzelne Verhalten etwas, sondern die Abweichung von dem, was wir von dieser Person gewohnt sind.

Das ist besonders im Gespräch mit Menschen wichtig, die man gut kennt. Du weißt schließlich meistens, wie jemand normalerweise reagiert.

Wenn sich plötzlich etwas verändert, fällt es dir eher auf als bei einem Fremden.

4. Die Hände sind ständig in Bewegung

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Manche Menschen können kaum stillsitzen, wenn sie nervös sind.

Sie spielen mit einem Stift.

Drehen ständig ihre Tasse.

Zupfen an ihrer Kleidung.

Trommeln mit den Fingern auf den Tisch.

Oder bewegen ihre Hände immer wieder auf dieselbe Weise.

Solche Bewegungen können ein Zeichen von innerer Anspannung sein. Gerade wenn jemand gleichzeitig mit ruhiger Stimme behauptet, völlig entspannt zu sein, kann dieser Unterschied auffallen.

Doch auch hier gilt: Nervosität bedeutet nicht automatisch Lüge.

Vielleicht hat die Person Angst vor dem Gespräch.

Vielleicht ist sie aufgeregt.

Vielleicht steht sie unter Stress.

Oder sie fühlt sich von dir eingeschüchtert.

Deshalb wäre es falsch, aus nervösen Händen direkt zu schließen, dass jemand die Unwahrheit sagt.

Trotzdem können solche Bewegungen dabei helfen, eine Situation besser einzuschätzen.

Wenn jemand sagt:

„Nein, wirklich, alles ist völlig in Ordnung.“

und gleichzeitig hektisch an seiner Kleidung zieht, ständig die Position wechselt und kaum ruhig sitzen kann, könnte eine einfache Nachfrage sinnvoll sein.

„Bist du dir sicher? Du wirkst gerade ziemlich angespannt.“

Damit gibst du der Person die Möglichkeit, ehrlich zu sagen, was tatsächlich los ist.

5. Die Lippen werden plötzlich fest zusammengepresst

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Dieses Signal fällt vielen Menschen wahrscheinlich am wenigsten auf.

Manchmal sagt jemand „Ja“, presst danach kurz die Lippen zusammen und redet anschließend weiter.

Es ist nur eine kleine Bewegung.

Vielleicht dauert sie gerade einmal einen Moment.

Trotzdem kann sie interessant sein, wenn sie zusammen mit anderen Veränderungen auftritt.

Das Zusammenpressen der Lippen kann verschiedene Gefühle begleiten. Zum Beispiel Frust, Zurückhaltung oder das Bedürfnis, etwas nicht auszusprechen.

Vielleicht hat die Person gerade eine andere Meinung, möchte aber keinen Streit.

Vielleicht ärgert sie sich über etwas und versucht, sich nichts anmerken zu lassen.

Oder sie möchte einen Gedanken für sich behalten.

Gerade deshalb ist es sinnvoll, auf das zu achten, was direkt davor und danach passiert.

Wenn jemand begeistert „Ja, natürlich!“ sagt und direkt danach deutlich die Lippen zusammenpresst, kann man sich fragen, ob diese Begeisterung wirklich so groß ist, wie sie gerade klingt.

Vielleicht steckt aber auch einfach Unsicherheit dahinter.

Der Zusammenhang entscheidet.

Fazit

Körpersprache kann uns im Alltag dabei helfen, Menschen besser zu verstehen. Ein Lächeln, das nicht ganz echt wirkt, verschränkte Arme, auffälliger Blickkontakt, nervöse Hände oder fest zusammengepresste Lippen können Hinweise darauf sein, dass jemand gerade angespannt ist oder seine wahren Gefühle nicht offen zeigt. Die fünf Signale können deshalb interessant sein, wenn Worte und Verhalten plötzlich nicht mehr zusammenpassen.

Trotzdem sollte man vorsichtig sein. Kein einzelnes Körpersignal kann beweisen, dass jemand lügt. Menschen sind nervös, schüchtern, gestresst oder unsicher – und all das kann sich genauso auf ihre Körpersprache auswirken.

Wer wirklich herausfinden möchte, was hinter einem Verhalten steckt, sollte deshalb nicht nur auf Hände, Augen oder Körperhaltung achten, sondern auf das gesamte Verhalten und vor allem auf Veränderungen.

Am Ende ist ein offenes Gespräch meistens zuverlässiger als jede noch so genaue Beobachtung. Körpersprache kann einen Hinweis geben und vielleicht dazu bringen, genauer hinzusehen.

Die endgültige Antwort darauf, ob jemand ehrlich ist oder etwas zurückhält, bekommt man aber nicht allein durch einen Blick oder eine kleine Bewegung. Manchmal ist die beste Reaktion deshalb ganz einfach: nachfragen, zuhören und der anderen Person die Möglichkeit geben, selbst zu erklären, was wirklich los ist.