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Menschen mit echtem Selbstbewusstsein machen diese 6 Dinge anders – und jeder kann sie lernen

Menschen mit echtem Selbstbewusstsein machen diese 6 Dinge anders – und jeder kann sie lernen

Selbstbewusste Menschen wirken von außen häufig so, als hätten sie etwas, das anderen schlicht fehlt, denn sie äußern ihre Meinung ohne große Angst vor Ablehnung, gehen auf fremde Menschen zu, setzen Grenzen und scheinen Rückschläge wesentlich schneller abzuschütteln.

Wer dagegen häufig an sich zweifelt, kann leicht zu dem Schluss kommen, dass Selbstvertrauen eine Persönlichkeitseigenschaft sei, die man entweder besitzt oder eben nicht, und genau diese Vorstellung sorgt manchmal dafür, dass Menschen jahrelang mit denselben Unsicherheiten leben, obwohl sich daran durchaus etwas verändern ließe.

Dabei bedeutet Selbstbewusstsein keineswegs, sich selbst außergewöhnlich attraktiv, erfolgreich oder überlegen zu finden.

Ein stabiles Selbstwertgefühl zeigt sich häufig wesentlich unspektakulärer, weil ein Mensch beispielsweise eine schlechte Entscheidung treffen kann, ohne daraus sofort abzuleiten, grundsätzlich unfähig zu sein, oder eine Ablehnung erleben kann, ohne anschließend seinen gesamten persönlichen Wert infrage zu stellen.

1. Selbstbewusstsein beginnt nicht damit, sich großartig zu finden, sondern damit, sich nicht ständig selbst kleinzumachen

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Menschen mit geringem Selbstwert besitzen häufig einen inneren Kritiker, der wesentlich härter mit ihnen spricht, als sie jemals mit einem anderen Menschen sprechen würden.

Ein kleiner Fehler auf der Arbeit wird gedanklich zum Beweis dafür, dass man nichts richtig hinbekommt, ein unangenehmes Gespräch wird noch Stunden später analysiert und eine Ablehnung verwandelt sich schnell in die Überzeugung, nicht interessant, attraktiv oder kompetent genug zu sein.

Das Schwierige daran ist, dass diese Gedanken irgendwann vollkommen normal wirken.

Wer jahrelang automatisch nach den eigenen Fehlern sucht, bemerkt möglicherweise überhaupt nicht mehr, wie einseitig die innere Bewertung geworden ist.

Dabei geht es keineswegs darum, negative Gedanken einfach durch unrealistisch positive Aussagen zu ersetzen.

Wer sich gerade unsicher fühlt, wird wahrscheinlich wenig davon profitieren, sich hundertmal einzureden, der selbstbewussteste Mensch der Welt zu sein. Wesentlich glaubwürdiger kann eine nüchterne Haltung sein, bei der ein Fehler genau das bleiben darf, was er tatsächlich ist: ein Fehler.

Aus „Das Gespräch ist nicht gut gelaufen“ muss nicht „Ich kann überhaupt nicht mit Menschen umgehen“ werden, genauso wie aus „Diese Person interessiert sich nicht für mich“ nicht automatisch „Niemand wird mich jemals wollen“ folgen muss.

2. Wer ständig die Zustimmung anderer braucht, gibt ihnen unbewusst sehr viel Macht über den eigenen Selbstwert

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Fast jeder Mensch möchte gemocht werden, und selbst ausgesprochen selbstbewusste Personen können verletzt sein, wenn sie kritisiert, abgelehnt oder ausgeschlossen werden. Problematisch wird dieses vollkommen menschliche Bedürfnis erst dann, wenn die eigene Stimmung nahezu vollständig davon abhängt, wie andere Menschen gerade reagieren.

Eine Nachricht bleibt unbeantwortet und sofort beginnt das Grübeln.

Der Chef wirkt distanziert und man fragt sich stundenlang, was man falsch gemacht hat. Ein Partner braucht Zeit für sich und plötzlich entsteht die Angst, dass seine Gefühle verschwunden sein könnten.

In solchen Situationen wird die Reaktion eines anderen Menschen schnell zu einem Urteil über den eigenen Wert.

Genau deshalb gehört zu Selbstbewusstsein auch die Fähigkeit, Unsicherheit auszuhalten, ohne sofort eine Bestätigung von außen zu benötigen.

Das bedeutet nicht, dass einem die Meinung anderer vollkommen egal werden sollte.

Menschen sind soziale Wesen, weshalb Anerkennung, Zugehörigkeit und liebevolle Beziehungen wichtig bleiben. Ein stabiles Selbstwertgefühl sorgt lediglich dafür, dass eine negative Reaktion nicht automatisch die gesamte Selbstwahrnehmung bestimmt.

Besonders schwierig ist diese Veränderung für Menschen, die gelernt haben, Harmonie um jeden Preis aufrechtzuerhalten.

3. Selbstliebe zeigt sich besonders deutlich darin, wie man mit sich umgeht, wenn gerade etwas nicht funktioniert

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Es ist vergleichsweise einfach, mit sich zufrieden zu sein, wenn das Leben gerade gut läuft, man Anerkennung bekommt und persönliche Ziele erreicht. Wesentlich aussagekräftiger ist deshalb die Frage, wie man mit sich selbst spricht, wenn etwas schiefgeht.

Genau dort zeigt sich der Unterschied zwischen Selbstvertrauen und einem Selbstwert, der ausschließlich auf Erfolg aufgebaut wurde.

Wer seinen Wert hauptsächlich aus Leistung zieht, fühlt sich möglicherweise ausgesprochen selbstbewusst, solange alles funktioniert. Sobald eine Prüfung misslingt, ein berufliches Ziel nicht erreicht wird oder eine Beziehung endet, bricht dieses Selbstbild jedoch schnell zusammen.

Selbstliebe bedeutet dagegen, auch während solcher Phasen nicht automatisch zum eigenen Gegner zu werden.

Man darf enttäuscht sein, Fehler analysieren und sich sogar darüber ärgern, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, ohne sich deshalb stundenlang innerlich zu beleidigen.

Dabei hilft manchmal eine ausgesprochen einfache Frage: Würde ich mit einem Menschen, den ich liebe, in derselben Situation genauso sprechen?

Wenn eine Freundin nach einer Trennung weint, würde man ihr wahrscheinlich nicht erklären, dass sie offensichtlich nicht liebenswert sei. Wenn ein Freund einen beruflichen Fehler macht, würde man kaum behaupten, er werde niemals etwas erreichen.

Bei uns selbst verwenden wir solche absoluten Urteile dagegen erstaunlich schnell.
Selbstmitgefühl bedeutet deshalb nicht, sich jede Verantwortung abzunehmen.

Es bedeutet vielmehr, Verantwortung zu übernehmen, ohne sich dabei selbst zu zerstören.

4. Grenzen zu setzen gehört zu Selbstliebe, auch wenn andere Menschen davon manchmal überhaupt nicht begeistert sind

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Kaum etwas zeigt mangelndes Selbstbewusstsein deutlicher als die Angst, eine vernünftige Grenze auszusprechen, weil man befürchtet, dadurch egoistisch, schwierig oder unfreundlich zu wirken.

Viele Menschen merken sehr genau, wenn ihnen etwas zu viel wird, sagen trotzdem weiterhin Ja und ärgern sich anschließend über sich selbst oder über diejenigen, denen sie freiwillig zugesagt haben.

Grenzen besitzen deshalb weniger mit Härte als mit Klarheit zu tun.

Ein selbstbewusster Mensch muss nicht aggressiv erklären, dass niemand ihm etwas vorschreiben könne. Häufig reicht ein ruhiges Nein vollkommen aus.

Gerade diese Ruhe fällt jedoch schwer, wenn man jahrelang gelernt hat, jedes Nein ausführlich rechtfertigen zu müssen.

Dann entstehen lange Erklärungen, Entschuldigungen und Ausreden, obwohl die eigentliche Botschaft vollkommen einfach wäre: Das möchte ich nicht.

Natürlich bedeutet Selbstliebe nicht, ausschließlich die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Freundschaften, Familien und Partnerschaften benötigen Kompromisse, und manchmal tun Menschen freiwillig etwas, worauf sie selbst wenig Lust haben, weil es einem geliebten Menschen wichtig ist.

Der Unterschied besteht darin, ob diese Entscheidung tatsächlich freiwillig getroffen wird oder aus Angst davor entsteht, andernfalls weniger geliebt zu werden.

Wer niemals Grenzen setzt, wird außerdem nicht automatisch besonders großzügig.

Häufig sammelt sich irgendwann Frustration an, weil andere Menschen gar nicht wissen können, dass etwas längst zu viel geworden ist.

Gesunde Grenzen schützen deshalb nicht nur die eigene Person, sondern können auch Beziehungen ehrlicher machen.

5. Selbstvertrauen wächst häufig erst, nachdem man etwas getan hat, vor dem man Angst hatte

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Viele Menschen warten darauf, sich irgendwann selbstbewusst genug zu fühlen, bevor sie etwas Neues ausprobieren, obwohl Selbstvertrauen häufig genau andersherum entsteht. Man fühlt sich unsicher, tut etwas trotzdem und entdeckt anschließend, dass man mit der Situation umgehen konnte.

Gerade deshalb kann die sogenannte Komfortzone zu einer Falle werden.

Wer Situationen vermeidet, in denen Ablehnung, Unsicherheit oder Scheitern möglich sind, schützt sich kurzfristig vor unangenehmen Gefühlen, bekommt aber gleichzeitig niemals die Erfahrung, solche Gefühle bewältigen zu können.

Das kann sich beispielsweise beim Sprechen vor anderen Menschen zeigen.

Wer Präsentationen vermeidet, weil er Angst hat, nervös zu wirken, erhält nie die Möglichkeit zu erleben, dass Nervosität unangenehm sein kann und die Präsentation trotzdem funktioniert.

Ähnlich verhält es sich beim Dating, bei beruflichen Veränderungen oder beim Kennenlernen neuer Menschen.

Selbstbewusstsein entsteht nicht dadurch, garantiert zu wissen, dass alles funktionieren wird.

Es entsteht vielmehr aus der Überzeugung, dass man auch damit umgehen kann, wenn etwas nicht funktioniert.
Dieser Unterschied ist enorm.

Der selbstbewusste Mensch geht nicht zu einem Vorstellungsgespräch, weil er sicher weiß, dass er eingestellt wird, sondern weil eine Absage seinen persönlichen Wert nicht zerstören würde.

Er spricht jemanden an, obwohl Interesse nicht garantiert ist, und bewirbt sich auf eine Position, obwohl andere Kandidaten möglicherweise besser qualifiziert sind.

Dadurch wächst Selbstvertrauen Schritt für Schritt aus tatsächlichen Erfahrungen statt ausschließlich aus positiven Gedanken.

6. Sich selbst anzunehmen bedeutet nicht, stehenzubleiben – Selbstliebe und persönliche Entwicklung können gleichzeitig existieren

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Eine häufige Kritik am Begriff Selbstliebe lautet, dass Menschen dadurch möglicherweise aufhören könnten, an sich zu arbeiten, weil sie schließlich alles an sich akzeptieren sollen. Doch diese Vorstellung beruht auf einem Missverständnis.

Selbstannahme und Veränderung schließen sich keineswegs gegenseitig aus.

Ein Mensch kann sagen: „Ich bin okay, wie ich heute bin, und trotzdem möchte ich mich weiterentwickeln.“

Genau diese Kombination kann sogar wesentlich nachhaltiger sein als Veränderung aus Selbsthass.

Wer Sport treibt, weil er seinen Körper hasst, besitzt eine vollkommen andere Ausgangslage als jemand, der stärker und gesünder werden möchte, weil ihm sein Körper wichtig ist.

Wer an seiner Kommunikation arbeitet, weil er sich für einen schlechten Menschen hält, erlebt Entwicklung anders als jemand, der erkennt, dass bestimmte Verhaltensweisen Beziehungen erschweren und deshalb lernen möchte, anders damit umzugehen.

Das Ziel besteht also nicht darin, eines Tages eine perfekte Version der eigenen Person zu erreichen.
Eine solche Version existiert ohnehin nicht.

Sobald ein Problem gelöst ist, entsteht wahrscheinlich ein neues Ziel, eine neue Unsicherheit oder eine neue Herausforderung.

Wer die eigene Akzeptanz deshalb immer an die nächste Verbesserung knüpft, verschiebt Selbstliebe permanent in die Zukunft.

Das Problem besteht darin, dass hinter jedem erreichten Ziel bereits die nächste Bedingung warten kann.

Selbstliebe beginnt deshalb nicht am Ende persönlicher Entwicklung.

Sie sollte vielmehr die Grundlage sein, von der aus Entwicklung überhaupt stattfindet.

Fazit: Wirkliches Selbstbewusstsein bedeutet nicht, niemals zu zweifeln, sondern sich von Zweifeln nicht mehr vollständig bestimmen zu lassen

Selbstbewusstsein wird häufig mit einem Menschen verbunden, der einen Raum betritt und sofort sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zieht, der immer weiß, was er sagen soll und scheinbar überhaupt keine Unsicherheit kennt. Doch diese Form äußerer

Souveränität sagt nicht zwangsläufig viel über den tatsächlichen Selbstwert eines Menschen aus.

Manche ausgesprochen lauten Menschen sind innerlich sehr unsicher, während andere ruhig und zurückhaltend auftreten und trotzdem genau wissen, wer sie sind und welche Grenzen sie besitzen.

Wirkliches Selbstvertrauen muss deshalb überhaupt nicht spektakulär aussehen.

Auch Selbstliebe ist weniger romantisch, als der Begriff manchmal klingt.

Sie besteht nicht ausschließlich aus positiven Affirmationen, Wellness oder der Überzeugung, jeden Teil der eigenen Persönlichkeit großartig finden zu müssen.

Sie zeigt sich vielmehr im alltäglichen Umgang mit sich selbst.

Wie sprichst du mit dir, wenn du einen Fehler machst?

Wie behandelst du deinen Körper, wenn du mit seinem Aussehen gerade nicht zufrieden bist?

Bleibst du in Beziehungen, in denen deine Grenzen ständig überschritten werden, weil du Angst vor dem Alleinsein hast?

Und erlaubst du dir Dinge, die dir wichtig sind, auch wenn andere Menschen sie möglicherweise nicht verstehen?

Gerade diese kleinen Entscheidungen formen langfristig das eigene Selbstbild.