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5 Tipps, um problemlos mit Co-Parenting mit einem Narzissten umzugehen

5 Tipps, um problemlos mit Co-Parenting mit einem Narzissten umzugehen

Sich aus den Fängen eines Narzissten zu befreien, gehört zu den schwierigsten und schmerzhaftesten Entscheidungen, die eine betroffene Person treffen kann.

Doch wenn Kinder im Spiel sind, wird die Situation noch komplexer. Ein völliger Kontaktabbruch, der oft als der beste Weg zur Heilung gilt, ist schlichtweg unmöglich. Die Kinder verbinden dich auf Lebenszeit mit diesem Mann, unabhängig von seiner destruktiven Natur.

Natürlich willst du deine Kinder von seiner toxischen Art schützen. Doch gleichzeitig weißt du, dass er ihr Vater ist und du einen Weg finden musst, mit ihm in einer Art Co-Parenting zu kooperieren.

Dabei geht es nicht nur um die Bedürfnisse deiner Kinder, sondern auch um dein eigenes Wohlbefinden. Denn nur, wenn du emotional und mental stabil bist, kannst du auch für deine Kinder da sein.

Wir verraten dir fünf wertvolle Ansätze, wie du die Herausforderungen des Co-Parentings mit einem Narzissten bewältigen kannst, ohne dabei deine eigene psychische Gesundheit zu gefährden.

1. Lass dich nicht für seine Fehler verantwortlich machen

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Narzissten haben eine bemerkenswerte Fähigkeit, jede Verantwortung von sich zu weisen. Selbst wenn sie eindeutig für Probleme verantwortlich sind, werden sie niemals ihre Fehler eingestehen.

Stattdessen schieben sie die Schuld gerne ihrem Gegenüber zu. Genau das wird dein Ex-Partner versuchen.

Er wird dich als diejenige darstellen, die alles zerstört hat. Er wird dir einreden wollen, dass du der Grund bist, warum eure Familie zerbrochen ist, und dich dafür verantwortlich machen, dass eure Kinder nicht mit beiden Elternteilen zusammen aufwachsen.

Lass dich davon nicht beeinflussen! Es ist wesentlich, dir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass du nicht die Schuldige bist. Seine Worte sind nichts anderes als Manipulationen, die dazu dienen, dich zu verunsichern und dich emotional unter den Druck zu setzen.

Solche Taktiken sind jedoch nur ein weiterer Versuch, die Kontrolle über dich zurückzugewinnen.

Bleib stark und lass dich nicht von seinen Anschuldigungen aus der Ruhe bringen. Denk daran: Die Entscheidungen, die du getroffen hast, hast du für dich und deine Kinder getroffen – und sie waren notwendig, um ein gesünderes und sicheres Leben zu haben.

2. Halte die Distanz und kommuniziere mit ihm ausschließlich über die Kinder

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Nach der Trennung von einem narzisstischen Partner raten viele dazu, den Kontakt komplett abzubrechen. Doch wenn gemeinsame Kinder im Spiel sind, ist das keine Option. Du musst mit deinem Ex kommunizieren – allerdings nur in Bezug auf die Kinder.

Sei dir bewusst, dass er jede Gelegenheit nutzen wird, um dich zu manipulieren. Er wird versuchen, alte Themen wieder aufzurollen, um dich emotional zu beeinflussen, oder subtil darauf hinarbeiten, dich zurückzugewinnen.

Narzissten sind Meister der Täuschung und wissen genau, wie sie Stück für Stück in deinen Kopf und dein Leben zurückkehren können, ohne dass du es bemerkst.

Um das zu vermeiden, begrenze eure Gespräche strikt auf die Kinder. Lass dich nicht auf persönliche Diskussionen oder emotionale Themen ein.

Sieh ihn ausschließlich als den Vater deiner Kinder, nicht als deinen früheren Partner und versuche nicht, mit ihm befreundet zu sein. Jede emotionale Verbindung, die du zu ihm hattest oder vielleicht noch hast, solltest du bewusst ausschalten, um dich und deine Kinder zu schützen.

Diese klare Grenze hilft dir, deine mentale Stärke zu bewahren und gleichzeitig eine stabile Basis für die gemeinsame Elternschaft zu bilden.

3. Klare Regeln

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Sobald du dich von deinem narzisstischen Ex getrennt hast, ist es entscheidend, klare Besuchszeiten und Absprachen zu treffen – und dich strikt daranzuhalten.

Nur so kannst du Chaos und ständige Spannungen in deinem Leben vermeiden. Sei dir sicher, dass er versuchen wird, deinen Alltag durcheinanderzubringen. Mal wird er die Kinder nicht pünktlich abholen, mal wird er spontan zusätzliche Treffen verlangen oder Termine kurzfristig ändern wollen.

Doch das ist nichts anderes als ein weiteres Mittel, um dich zu kontrollieren und deine Pläne als unwichtig darzustellen.

Lass dich nicht darauf ein! Sobald du beginnst, Ausnahmen zu machen, gibst du ihm mehr Macht über dein Leben, als er verdient. Halte dich konsequent an die festgelegten Zeiten und erwarte das Gleiche von ihm. Lass nicht zu, dass er über deine Freizeit entscheidet.

Falls nötig, halte sogar alle Vereinbarungen schriftlich fest.

Ein klarer und fester Zeitplan sorgt nicht nur für Stabilität bei den Kindern, sondern auch für deinen eigenen Seelenfrieden. Je weniger Spielraum du ihm für Manipulationen gibst, desto freier und zufriedener wirst du dich fühlen.

4. Sei ein Vorbild für deine Kinder

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Wenn du mit einem Narzissten Co-Parenting zu führen versuchst, hast du nicht die alleinige Kontrolle über die Werte, die deinem Kind vermittelt werden.

Dein Ex wird weiterhin Einfluss auf sie haben, und da sie seine toxische Art nicht erkennen, könnten sie ihn sogar als Vorbild sehen.

Doch anstatt gegen ihn zu kämpfen oder ihn schlechtzureden, solltest du dich darauf konzentrieren, deinen Kindern durch dein eigenes Verhalten die richtigen Werte vorzuleben.

Zeige ihnen, was Selbstliebe und Selbstfürsorge bedeuten. Bringe ihnen bei, wie wichtig Respekt, Ehrlichkeit und Mitgefühl sind. 

Es geht nicht darum, ihnen direkt und viel zu theoretisch zu erklären, warum ihr Vater sich falsch verhält. Viel wichtiger ist es, dass sie durch dein Beispiel lernen, wie man ein guter Mensch wird.

Kinder nehmen sich unbewusst das Verhalten ihrer engsten Bezugspersonen zum Vorbild. Nutze diese Tatsache, um ihnen auf natürliche Weise beizubringen, dass sie sich von den toxischen Verhaltensmustern fernhalten sollen.

Je mehr du ihnen Stabilität, Liebe und gesunde Werte vorlebst, desto besser können sie später selbst erkennen, was richtig und falsch ist – ganz ohne, dass du ihren Vater erwähnen musst.

Und auch wenn es wahnsinnig schwer ist, strebe nicht danach, deinen Ex vor den Kindern als den schlechtesten Menschen auf der Welt darzustellen.

5. Schütze deine Kinder, indem du offen bist

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So schwer es auch fällt, es ist unerlässlich, deine Kinder über toxisches Verhalten nund Missbrauch aufzuklären.

Wenn sie regelmäßig mit manipulativem Verhalten in Kontakt kommen, müssen sie lernen, es zu erkennen und sich davon zu schützen.

Es besteht immer die Gefahr, dass sie unbemerkt zu Opfern eines Narzissten werden. Entweder während der Kindheit oder später im Leben.

Daher ist es wichtig, ihnen beizubringen, ihre eigene Grenzen zu setzen und sich nicht von emotionaler, verbaler oder im schlimmsten Fall sogar körperlicher Manipulation beeinflussen zu lassen.

Ermutige sie, offen mit dir über alles zu sprechen, was sie belastet. Vermittle ihnen auf altersgerechte Weise, was gesundes Verhalten ist und was nicht.

Doch vermeide es, deine eigenen Vergangenheit mit ihrem Vater als Beispiel zu nennen. Es ist besser und angemessener, dass sie durch andere Geschichten oder Alltagssituationen lernen, Missbrauch zu erkennen.

Es geht darum, dass deine Kinder verstehen, wie gesunde Beziehungen funktionieren, damit sie ihr Leben lang richtige und selbstbewusste Entscheidungen treffen können.