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Wer mit narzisstischen Eltern aufgewachsen ist, erkennt diese 7 Dinge sofort

Wer mit narzisstischen Eltern aufgewachsen ist, erkennt diese 7 Dinge sofort

Am Esstisch wurde gefragt, wie der Tag der Eltern war. Zurückgefragt hat kaum jemand. Ein lauter Ton bekam einen Blick, der genügte.

Tränen wurden mit einem „Stell dich nicht so an“ quittiert, und wer etwas wollte, lernte schnell, das eigene Wollen kleiner zu machen, bevor es jemand anderes für einen tat.

So wächst man auf. Nicht mit Narben, die sofort sichtbar sind, sondern mit Reflexen, die erst Jahrzehnte später auffallen, wenn ein Kollege um einen Gefallen bittet und die Zusage schon draußen ist, bevor überhaupt ein Gedanke dazu gefasst wurde.

Von außen sieht das oft nach Höflichkeit aus. Nach Rücksicht, nach einem besonders feinen Gespür für andere.

Nur die betroffene Person selbst weiß, dass es sich anders anfühlt. Es fühlt sich an wie keine Wahl.

Die folgenden 7 Beispiele zeigen, wie sich das später bemerkbar machen kann:

1. Nein sagen, ohne danach drei Stunden lang schlechtes Gewissen zu haben

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Der Kaffee kommt fünf Minuten zu spät, und trotzdem rutscht ein „Entschuldigung“ heraus, obwohl niemand am Tisch verärgert wirkt.

Eine zusätzliche Aufgabe landet auf dem Schreibtisch. Noch ein Gefallen, noch ein Telefonat, und wieder hört man sich selbst Ja sagen, während der Körper längst etwas anderes meint.

„Kannst du noch kurz helfen?“ „Du bist doch die Einzige, auf die ich mich verlassen kann.“ „Sei nicht so empfindlich.“

Solche Sätze klingen vertraut, weil sie über Jahre wiederholt wurden, und irgendwann werden sie geglaubt.

Geglaubt wird, dass ein Nein automatisch Enttäuschung bedeutet, dass Grenzen wie Egoismus wirken, dass Ablehnung eine Strafe nach sich zieht.

Am Sonntagmorgen klingelt dann doch wieder das Telefon der Mutter, obwohl die eigentliche Absicht war, den Tag für sich zu haben.

Drei Klingeltöne, ein kurzer Seufzer, dann wird abgenommen. Danach ist der Vormittag ohnehin für jemand anderen verplant.

So sagt man Ja, und noch einmal Ja, bis irgendwann eine Erschöpfung übrig bleibt, in der die eigenen Wünsche und die Erwartungen anderer nicht mehr zu unterscheiden sind.

2. Den eigenen Wert unabhängig von Leistung spüren

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Lob gab es durchaus. Für gute Noten, für Anpassung, für das Funktionieren in der Öffentlichkeit. Für die Version eines Kindes, die keinen Aufwand machte.

Aus dieser Erfahrung entsteht eine Rechnung, die nie ganz aufgeht. Mehr Arbeit soll es richten. Mehr Anstrengung, mehr Rücksicht auf alle anderen, in der stillen Hoffnung, irgendwann endlich genug zu sein.

Im Unterricht meldet sich die Hand oft schon, bevor die Frage zu Ende gestellt wurde.

Hauptsache, es wird gesehen, dass man sich einbringt. Ein Jahrzehnt vergeht auf diese Weise, dann noch eins.

Wer das Gefühl, genug zu sein, nie von innen kennengelernt hat, sucht es weiter draußen. Im Lob der Chefin, in der Reaktion des Partners, im Beifall von Menschen, deren Meinung eigentlich gar nicht so wichtig sein sollte.

3. Die eigenen Gefühle ernst nehmen

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„Du übertreibst.“ „Stell dich nicht so an.“ „Andere haben es viel schwerer.“

Irgendwann wird das Widersprechen aufgegeben.

Weinen bringt ja ohnehin nichts, also wird es gelassen. Wut gilt als gefährlich, also verschwindet auch sie. Übrig bleibt eine erlernte Choreografie aus Lächeln, Weitermachen, Funktionieren.

Mit fünfzig fragt dann eine Freundin bei einem Glas Wein: „Was fühlst du eigentlich gerade?“ Die Antwort bleibt aus.

Der Körper findet trotzdem seinen eigenen Weg, das Ungesagte auszudrücken.

Der Schlaf wird leichter unterbrochen, der Kopf kommt nicht zur Ruhe, obwohl objektiv nichts Besonderes passiert ist.

Selbst nach einem freien Wochenende fühlt sich nichts wirklich erholt an.

4. Erkennen, wenn eine Beziehung nicht gut ist

Aufgewachsen mit Kontrolle, mit Stimmungswechseln, mit emotionaler Unberechenbarkeit, entwickelt sich eine erstaunliche Toleranz für Dinge, bei denen andere Menschen sofort hellhörig würden.

Ein Partner zieht sich tagelang zurück, ohne Erklärung.

Eine Nachricht bleibt zwei Tage unbeantwortet, dann taucht plötzlich wieder eine Freundin auf, aber nur, weil sie gerade etwas braucht. Im Büro lobt der Chef am Montag und kritisiert am Dienstag, ohne erkennbares Muster dazwischen.

All das fühlt sich seltsam vertraut an, und genau darin liegt die Falle. Vertrautheit wird mit Sicherheit verwechselt, und so bleibt man zu lange.

Entschuldigt wird zu oft, die Schuld wird sich selbst gegeben, wenn etwas nicht funktioniert, und gehofft wird auf die ruhige Version des anderen, die man aus besseren Tagen kennt.

Beständigkeit dagegen, ein Partner, der einfach verlässlich ist, freundlich ohne Hintergedanken, präsent ohne Dramatik, wirkt zunächst fremd. Fast langweilig.

Am Küchentisch, bei einem ganz gewöhnlichen Dienstagabend ohne jeden Anlass zur Sorge, stellt sich dann leise die Frage, ob das wirklich Langeweile ist oder zum ersten Mal einfach nur Ruhe.

5. Wissen, was man eigentlich selbst möchte

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„Was möchtest du essen?“ Eine einfache Frage, eigentlich. Und doch entsteht diese kurze Pause, bevor überhaupt eine Antwort kommt.

Zuerst wird überlegt, was der andere wohl bevorzugt. Was weniger Aufwand bedeutet, was niemanden enttäuscht. Im Restaurant fällt der Blick zuerst zur Seite, bevor er auf die Karte geht, fast wie eine automatische Rückversicherung.

Wer jahrelang geübt hat, die Bedürfnisse anderer vorauszusehen, verliert irgendwann den Kontakt zu den eigenen.

6. Fehler machen, ohne sich innerlich zu verurteilen

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Eine Aussage im Meeting, die sich im Nachhinein falsch anfühlt. Ein Missverständnis mit einer Freundin. Eine Entscheidung, die klüger hätte ausfallen können.

Für die meisten Menschen ist so etwas unangenehm, aber verdaulich. Für andere beginnt danach eine innere Verhandlung, die sich über Stunden zieht.

Die E-Mail wird fünfmal gelesen, bevor sie endlich abgeschickt wird, und selbst danach bleibt ein Rest Unruhe.

Diese Strenge sich selbst gegenüber hat einen Ursprung. Früher hatten Fehler Konsequenzen, nicht immer sichtbare.

Oft reichte ein Blick, eine plötzliche Stille am Tisch, das Gefühl, in diesem Moment weniger wert zu sein.

Daraus wird mit den Jahren Perfektionismus oder Zögern oder beides gleichzeitig: der Wunsch, alles richtig zu machen, und die Lähmung, die entsteht, sobald die Angst vor einem Fehler größer wird als der Mut, überhaupt etwas zu tun.

7. Freundlich mit sich selbst sein

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Eine Freundin ruft an, erschöpft, voller Zweifel, mit dem Gefühl, gerade nicht genug zu sein. Die Antwort darauf kommt sofort und mühelos.

Dass sie gut ist, so wie sie ist. Dass sie sich zu viel vornimmt. Dass ihr Mitgefühl zusteht, und zwar bedingungslos.

Kaum ist aufgelegt, beginnt ein ganz anderer innerer Dialog, in einem Ton, den man niemandem sonst gegenüber verwenden würde.

Zufall ist das nicht. Es ist die Stimme derer, die früher am lautesten waren, so oft gehört, dass irgendwann nicht mehr klar zu unterscheiden ist, ob sie von außen kommt oder längst von innen.

Was viele erst mit dreißig, vierzig oder fünfzig lernen

Niemand sucht sich aus, in welchem Haus er aufwächst, welche Sätze dort gefallen sind, welche Reflexe sich einbrannten, lange bevor überhaupt die Möglichkeit bestand, sie zu hinterfragen.

Irgendwann kommt trotzdem der Moment, in dem auffällt, dass das, was damals Schutz bedeutete, heute nur noch Enge ist.

Das automatische Ja stimmt schon lange nicht mehr. Die Erschöpfung ist kein Charakterfehler. Und niemand muss erst etwas leisten, um Platz zu haben.

Für einige beginnt dieser Moment schon mit Anfang dreißig.

Andere brauchen deutlich länger.

Bei manchen ist es ein Gespräch in der Therapie. Bei anderen reicht ein langer Spaziergang …