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Warum manche Männer immer mehrere Frauen in ihrem Leben haben

Warum manche Männer immer mehrere Frauen in ihrem Leben haben

Er schaut einer anderen Frau hinterher und wenn man ihn darauf anspricht, lacht er es weg.

Beim gemeinsamen Abendessen greift er mehrmals zum Handy.

Er erzählt beiläufig, dass eine Kollegin ihm heute etwas Nettes gesagt hat und dabei schwingt etwas in seiner Stimme, das schwer zu benennen ist.

Kommt dir das bekannt vor?

Die meisten von uns sind im Laufe ihres Lebens wahrscheinlich schon einmal einem Mann begegnet, der genau so wirkt.

Keine dieser Situationen ist für sich genommen ein Alarmzeichen.

Das macht es schwer, früh zu verstehen, was da passiert.

Es ist nie die eine große Grenzüberschreitung.

Es sind viele kleine Momente, die sich über Wochen und Monate zu einem bestimmten Gefühl zusammensetzen: Das hier ist nie wirklich für mich.

Irgendwann, wenn es abends ruhig wird, stellt sich die Frage.

Oft noch nicht einmal ausgesprochen, kaum bewusst.

Warum reicht ihm das, was wir haben, nicht aus? Die Antwort liegt fast nie dort, wo man sie zuerst vermutet…

Es geht selten um die Beziehung

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Was viele Frauen sich in solchen Momenten denken, klingt so: Er sucht etwas, das ich ihm nicht geben kann.

Das ist verständlich und es stimmt fast nie.

Ein freundlicher Blick einer Fremden, ein Flirt am Rande einer Feier, das Gefühl, dass jemand aufmerksam wird, all das wirkt für einen kurzen Moment wie eine Bestätigung: Ich bin attraktiv, ich bin interessant, ich bin begehrenswert.

Dieses Gefühl hält selten länger als ein paar Stunden an. Deshalb entsteht bald wieder dasselbe Bedürfnis.

Der nächste Kommentar, der nächste Blick, die nächste Reaktion.

Das ist kein Zeichen dafür, dass die Beziehung zu wenig bietet.

Es ist ein Zeichen dafür, dass etwas in diesem Mann sucht, das von innen kommen müsste und von außen einfach nicht zu füllen ist.

Was wirklich dahintersteckt

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Bestätigung von anderen zu brauchen, ist kein Fehler, den nur bestimmte Menschen haben.

Jeder kennt das Gefühl, wenn ein Lob vom Chef den Tag verändert oder ein netter Kommentar unter einem Foto mehr Wirkung hat als erwartet.

Der Unterschied liegt im Ausmaß.

Manche Männer haben von klein auf gelernt, ihren Selbstwert an Reaktionen von außen zu knüpfen.

Möglicherweise fehlte früh eine stabile, bedingungslose Bestätigung.

Zuneigung wurde oft an Leistung geknüpft, an gute Noten, an Stärke oder daran, keine Bedürfnisse zu zeigen.

Irgendwann entsteht daraus bei manchen Menschen die Überzeugung, sich erst dann gut fühlen zu dürfen, wenn jemand anderes ihnen diesen Wert bestätigt.

Das sitzt tief, und es zeigt sich in Beziehungen auf eine Weise, die für beide Seiten schmerzhaft ist.

Für die Partnerin, weil sie das Gefühl hat, nie ganz zu reichen.

Für ihn, weil die Bestätigung nie anhält, egal wie viel er davon bekommt.

Das Muster, das man früh spürt, aber spät benennt

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Es gibt einen Moment, an dem vielen Frauen etwas auffällt.

Auf einer Party steht er mit einer Gruppe zusammen, und man beobachtet, wie er die Stimmung liest.

Wer lacht gerade am lautesten?

Wessen Blick sucht er?

Zurück im Auto, wenn man ihn darauf anspricht, zieht er sich zurück.

Er hat doch nur geredet. Das war doch nichts.

Dieses Muster, das Suchen nach Resonanz und das Zurückweichen, wenn man es benennt, wiederholt sich.

Am Telefon, im Restaurant, beim Durchscrollen der sozialen Medien, überall dort, wo Reaktionen von außen sofort und bequem zu haben sind.

Es hat selten mit Untreue zu tun.

Es hat fast immer mit einer Leere zu tun, die er nicht benennen kann, weil er selbst nicht genau weiß, was er da sucht.

Warum Frauen sich irgendwann selbst verlieren

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Das eigentliche Problem dieser Dynamik ist nicht das Verhalten des Mannes.

Es ist das, was es mit der Frau macht.

Erst fragt man sich, ob man interessanter sein müsste, attraktiver, witziger.

Man beginnt, Frauen zu beobachten, mit denen er spricht, und zu überlegen, was die haben, das man selbst vermisst.

Irgendwann checkt man sein eigenes Handy anders.

Man achtet auf die eigene Ausstrahlung in Momenten, in denen man früher einfach nur da war.

Diese schleichende Verschiebung fühlt sich nicht wie ein Wendepunkt an.

Sie kommt ohne Ankündigung und wird erst sichtbar, wenn man bemerkt, dass man sich in einer Beziehung kleiner fühlt als davor.

Warum manche Männer echte Nähe als Verlust erleben

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Es klingt paradox: Jemand sucht ständig nach Kontakt mit anderen, ist aber gleichzeitig schlecht darin, echte Nähe zuzulassen.

Doch genau diese Kombination ist häufiger, als man denkt.

Externe Aufmerksamkeit ist unkompliziert.

Sie kommt ohne Erwartung, ohne Geschichte, ohne das Risiko, wirklich gesehen zu werden.

Echte Nähe dagegen verlangt etwas: Ehrlichkeit über das, was man braucht.

Verletzlichkeit.

Das Risiko, zu enttäuschen.

Für jemanden, dessen Selbstwert an Bewunderung hängt, ist das erschreckend.

Der Flirt auf der Party kostet nichts.

Das offene Gespräch mit der Partnerin über die eigene Unsicherheit kostet sehr viel.

Deshalb wird das eine gewählt und das andere gemieden, oft ohne dass dieser Mann es selbst versteht.

Was das mit der Beziehung macht

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Das Schwierige an dieser Dynamik ist, dass sie die Partnerin in eine unmögliche Position bringt.

Gibt sie ihm mehr Aufmerksamkeit, ändert sich langfristig wenig.

Zieht sie sich zurück, sucht er die Bestätigung anderswo.

Spricht sie es an, fühlt es sich schnell nach einem Vorwurf an, obwohl es eigentlich eine Beobachtung ist.

Das eigene Selbstwertgefühl beginnt in solchen Beziehungen langsam zu bröckeln.

Man fragt sich, ob man interessanter sein müsste, aufmerksamer, anziehender.

Man beginnt, sich mit Frauen zu vergleichen, von denen man nicht einmal weiß, ob sie wirklich relevant sind.

Das ist das eigentliche Problem.

Nicht die anderen Frauen, sondern das, was diese Dynamik mit der eigenen Wahrnehmung macht.

Was hilft und was nicht

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Ein ehrliches Gespräch kann helfen.

Kein Verhör, keine Vorwürfe, sondern ein ruhiger Moment, in dem man beschreibt, was man beobachtet und wie es sich anfühlt.

„Mir fällt auf, dass du oft nach Reaktionen schaust. Das löst bei mir manchmal das Gefühl aus, nicht zu reichen. Ist das etwas, worüber wir reden können?“

Was selten hilft: zu versuchen, selbst mehr Bestätigung zu geben, in der Hoffnung, dass das Muster dadurch verschwindet.

Ein Mann, dessen Selbstwert von externen Signalen abhängt, wird nicht aufhören zu suchen, weil seine Partnerin mehr Komplimente macht.

Er wird aufhören zu suchen, wenn er verstanden hat, warum er sucht.

Das ist eine Arbeit, die er selbst tun muss, und sie braucht Zeit, Ehrlichkeit und oft auch professionelle Begleitung.

Die Frage, die sich die Partnerin stellen muss, ist eine andere: Wie lange bin ich bereit zu warten, bis er anfängt?

Fazit

Manche Menschen suchen ihr Leben lang nach dem Gefühl, endlich genug zu sein.

Ein Kompliment, ein interessierter Blick oder ein kurzer Flirt können für einen Moment genau dieses Gefühl entstehen lassen.

Doch dieses Gefühl bleibt selten lange bestehen.

Schon nach kurzer Zeit entsteht wieder das Bedürfnis, gesehen, bewundert oder bestätigt zu werden.

Für die Partnerin ist das oft schwer zu verstehen.

Irgendwann beginnt sie, sich zu fragen, ob sie interessanter, liebevoller oder aufmerksamer sein müsste.

Ob sie sich verändert hat oder ob sie einfach nicht genug ist.

Dabei liegt die Antwort häufig an einem ganz anderen Ort.

Manche Menschen haben nie gelernt, ihren eigenen Wert unabhängig von der Aufmerksamkeit anderer wahrzunehmen.

Sie suchen im Blick anderer nach etwas, das sie sich selbst nicht geben können.

Deshalb reicht selbst die größte Liebe manchmal nicht aus, um dieses Bedürfnis dauerhaft zu stillen.

Vielleicht ist das die ehrlichste Erkenntnis über solche Beziehungen.

Es geht oft nicht darum, dass die falsche Frau an seiner Seite steht.

Es geht darum, dass kein Mensch dauerhaft geben kann, was jemand anderes nie gelernt hat, in sich selbst zu finden.

Oft beginnt der wichtigste Schritt genau dort, wo man aufhört, sich zu fragen, warum man nicht gereicht hat und versteht, dass man nie dafür verantwortlich war, die innere Leere eines anderen Menschen zu füllen.