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Paare, die immer wieder über dieselben Dinge streiten, übersehen oft diese 6 Ursachen

Paare, die immer wieder über dieselben Dinge streiten, übersehen oft diese 6 Ursachen

In jeder Beziehung gibt es Streit. Wirklich in jeder.

Manchmal geht es um Kleinigkeiten, die nach zehn Minuten wieder vergessen sind. Wer den Müll rausbringt, warum schon wieder niemand eingekauft hat oder weshalb einer von beiden ständig zu spät kommt. Solche Diskussionen gehören zum normalen Zusammenleben und müssen nicht bedeuten, dass mit der Beziehung etwas nicht stimmt.

Schwieriger wird es, wenn man irgendwann merkt: Wir hatten diesen Streit doch schon.

Und trotzdem passiert er wieder.

Das gleiche Thema. Die gleichen Vorwürfe. Die gleichen Antworten. Einer wird wütend, der andere zieht sich zurück und am Ende gehen beide genervt schlafen. Ein paar Tage später ist wieder alles einigermaßen normal – bis genau dasselbe Thema erneut auftaucht.

Das kann unglaublich anstrengend sein.

Oft liegt das Problem nämlich nicht nur bei dem Thema, über das gerade gestritten wird. Hinter dem eigentlichen Streit steckt häufig etwas anderes: Einer fühlt sich nicht gehört, der andere fühlt sich ständig kritisiert. Einer möchte Nähe, der andere braucht Abstand. Einer versucht, ein Problem sofort zu lösen, während der andere eigentlich nur möchte, dass seine Gefühle ernst genommen werden.

Paare, die sich bei solchen Mustern immer wieder festfahren, müssen deshalb nicht automatisch weniger Liebe füreinander empfinden. Manchmal fehlt ihnen einfach die Fähigkeit, anders miteinander umzugehen.

Und genau da beginnen die sechs Streitpunkte, die sich bei vielen Paaren immer wiederholen.

1. Sie versuchen ständig, die Gefühle des anderen zu reparieren

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Wenn der eigene Partner traurig, gestresst, enttäuscht oder ängstlich ist, möchte man natürlich helfen.

Das ist eigentlich etwas Schönes.

Nur kann genau dieser Wunsch manchmal nach hinten losgehen.

Stell dir vor, dein Partner kommt nach Hause und erzählt dir, dass der Tag bei der Arbeit schrecklich war. Vielleicht gab es Ärger mit dem Chef, jemand hat ihn unfair behandelt oder einfach alles ist schiefgelaufen.

Du hörst es dir kurz an und sagst:

„Dann such dir doch einfach einen anderen Job.“

Oder:

„Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen.“

Oder:

„Du machst dir viel zu viele Gedanken.“

Du meinst es vielleicht gar nicht böse. Im Gegenteil. Du willst die Situation verbessern.

Aber beim anderen kann etwas völlig anderes ankommen:

„So wie ich mich gerade fühle, ist nicht richtig.“

Und genau daraus kann der nächste Streit entstehen.

Gefühle sind nämlich nicht immer ein Problem, das sofort gelöst werden muss. Manchmal möchte ein Mensch einfach erzählen, was passiert ist, und merken, dass jemand zuhört.

Man muss nicht jede Traurigkeit wegreden.

Man muss nicht für jedes Problem sofort eine Lösung finden.

Und man muss auch nicht davon überzeugt sein, dass die Reaktion des Partners vollkommen logisch ist.

Es reicht manchmal schon zu sagen:

„Ich verstehe, dass dich das gerade beschäftigt.“

Oder:

„Das klingt wirklich anstrengend.“

Damit ist das Problem vielleicht noch nicht gelöst. Aber der Partner fühlt sich nicht mehr allein damit.

Und genau das kann einen großen Unterschied machen.

2. Sie hören einander nicht wirklich zu

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Viele Menschen glauben, sie seien gute Zuhörer, weil sie den anderen ausreden lassen.

Doch echtes Zuhören bedeutet mehr.

Es bedeutet auch, nicht schon während des ersten Satzes darüber nachzudenken, was man selbst darauf antworten möchte.

Besonders in einem Streit passiert genau das sehr schnell.

Der Partner sagt:

„Mich nervt, dass du ständig deine Pläne machst, ohne mich zu fragen.“

Und im Kopf geht sofort die Verteidigung los:

„Das stimmt überhaupt nicht.“

„Du machst doch genau dasselbe.“

„Letzte Woche hast du auch einfach…“

Und schon wartet man nur noch darauf, endlich selbst sprechen zu dürfen.

Das Problem dabei: Der andere wird nicht wirklich gehört.

Natürlich kann es sein, dass die Kritik unfair ist. Natürlich darf man seine eigene Sicht erklären. Aber man muss nicht sofort reagieren.

Manchmal lohnt es sich, erst einmal nachzufragen:

„Was genau hat dich daran verletzt?“

Oder:

„Meinst du, dass ich das generell mache oder ging es um diese eine Situation?“

Damit verändert sich die ganze Unterhaltung.

Denn plötzlich versucht man nicht mehr, einen Streit zu gewinnen.

Man versucht, den anderen zu verstehen.

Und das ist ein riesiger Unterschied.

Gerade wenn jemand emotional aufgewühlt ist, braucht er oft nicht fünf Tipps und zehn Lösungen. Er möchte zuerst wissen, dass der Mensch neben ihm überhaupt verstanden hat, warum die Situation wehgetan hat.

3. Sie sprechen nicht darüber, wie sie sich wirklich fühlen

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Das klingt eigentlich ziemlich offensichtlich.

Trotzdem ist es für viele Paare erstaunlich schwierig.

Man sagt:

„Ist schon okay.“

Obwohl es überhaupt nicht okay ist.

Man sagt:

„Mir egal.“

Obwohl es einem alles andere als egal ist.

Oder man antwortet:

„Mach doch, was du willst.“

Und hofft gleichzeitig, dass der andere irgendwie merkt, was wirklich los ist.

Das funktioniert selten.

Wenn Gefühle ständig heruntergeschluckt werden, verschwinden sie nicht einfach. Sie sammeln sich.

Aus einer kleinen Enttäuschung wird Frust.

Aus Frust wird Abstand.

Aus Abstand wird irgendwann Verbitterung.

Und plötzlich explodiert ein Streit über eine Kleinigkeit, obwohl es eigentlich um zehn andere Dinge geht, die vorher nie ausgesprochen wurden.

Natürlich ist es nicht immer leicht, über Gefühle zu reden. Besonders dann nicht, wenn man Angst davor hat, ausgelacht, abgewiesen oder nicht ernst genommen zu werden.

Aber eine Beziehung kann langfristig nur dann wirklich nah sein, wenn beide Menschen sagen dürfen, was in ihnen vorgeht.

Das bedeutet nicht, dass man jede Emotion sofort auf den Tisch legen muss.

Manchmal braucht man erst etwas Zeit.

Aber irgendwann sollte das Gespräch stattfinden.

Ein einfacher Satz wie

„Ich bin gerade nicht nur sauer. Eigentlich bin ich verletzt“

kann schon sehr viel verändern.

Denn Wut ist oft nur das, was man zuerst sieht.

Darunter liegen manchmal Enttäuschung, Angst, Einsamkeit oder das Gefühl, nicht wichtig genug zu sein.

4. Sie sammeln stillen Groll

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Das ist eine der gefährlichsten Sachen in einer Beziehung.

Denn Groll entsteht selten plötzlich.

Er wächst langsam.

Vielleicht übernimmt einer ständig mehr Aufgaben im Haushalt.

Der andere merkt es, sagt aber nichts.

Dann passiert es wieder.

Und wieder.

Irgendwann denkt die Person:

„Immer muss ich alles machen.“

Der Partner weiß davon vielleicht überhaupt nichts.

Und genau darin liegt das Problem.

Man kann nicht erwarten, dass der andere Gedanken liest.

Wenn etwas stört, muss es irgendwann ausgesprochen werden.

Natürlich bedeutet das nicht, dass man über jede Kleinigkeit eine riesige Diskussion führen muss. Aber wenn sich etwas immer wiederholt und einen wirklich belastet, sollte man es ansprechen, bevor daraus ein Berg wird.

Auch wichtig: Man sollte ehrlich zu sich selbst sein.

Manchmal behaupten Menschen jahrelang, alles sei in Ordnung, weil sie unbedingt möchten, dass ihre Beziehung funktioniert.

Aber innerlich sind sie längst enttäuscht.

Sie lächeln, obwohl sie wütend sind.

Sie sagen „passt schon“, obwohl es nicht passt.

Und irgendwann kommt alles gleichzeitig heraus.

Dann versteht der andere oft gar nicht, warum plötzlich so viel Wut da ist.

Deshalb ist es besser, kleine Probleme anzusprechen, solange sie noch klein sind.

5. Sie machen die Gefühle des anderen klein

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Nicht jeder Streit entsteht durch lautes Anschreien.

Manchmal reicht ein Augenrollen.

Ein genervtes Lachen.

Ein „Jetzt übertreib doch nicht“.

Oder:

„Das ist doch lächerlich.“

Solche Sätze können beim Partner ankommen wie eine klare Botschaft:

„Deine Gefühle interessieren mich nicht.“

Und genau das kann eine Beziehung auf Dauer kaputtmachen.

Man muss die Gefühle des Partners nicht genauso empfinden.

Wenn dein Partner wegen etwas traurig ist, musst du nicht automatisch traurig sein.

Wenn er wütend ist, musst du nicht ebenfalls wütend werden.

Und wenn du eine Situation völlig anders beurteilst, darfst du das selbstverständlich sagen.

Aber zwischen „Ich sehe das anders“ und „Du hast keinen Grund, dich so zu fühlen“ liegt ein großer Unterschied.

Man kann beispielsweise sagen:

„Ich hätte wahrscheinlich anders reagiert, aber ich verstehe, warum dich das verletzt hat.“

Das bedeutet nicht, dass man in allem einer Meinung ist.

Es bedeutet nur, dass man die Gefühle des anderen nicht lächerlich macht.

Und genau diese kleine Veränderung kann Streit deutlich entschärfen.

6. Sie passen eigentlich nicht bei den wichtigen Dingen zusammen

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Manchmal versuchen Paare jahrelang, ein Problem zu lösen, das gar kein Kommunikationsproblem ist.

Sie reden.

Sie streiten.

Sie vertragen sich.

Und dann beginnt alles von vorne.

Warum?

Weil sie bei einem grundlegenden Thema einfach sehr unterschiedliche Vorstellungen haben.

Vielleicht möchte einer unbedingt Kinder, während der andere überhaupt keine Kinder möchte.

Vielleicht ist einer extrem sparsam und der andere gibt sein Geld gerne aus.

Vielleicht möchte einer irgendwann aufs Land ziehen, während der andere niemals aus der Stadt weg möchte.

Vielleicht haben beide völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, wie eine Beziehung funktionieren sollte.

Unterschiede sind nicht automatisch schlecht.

Zwei Menschen müssen nicht in allem gleich denken.

Aber bei wichtigen Lebensentscheidungen sollte man ehrlich darüber sprechen, wie unterschiedlich die eigenen Vorstellungen tatsächlich sind.

Denn wenn man diese Unterschiede einfach verdrängt, verschwinden sie nicht.

Sie tauchen irgendwann wieder auf.

Und dann wird aus dem ursprünglichen Unterschied ein Dauerstreit.

Das Schwierige daran ist, dass Liebe allein nicht immer jedes Problem lösen kann.

Man kann einen Menschen sehr lieben und trotzdem feststellen, dass man bei bestimmten wichtigen Dingen nicht zusammenpasst.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jemand schuld ist.

Manchmal sind zwei Menschen einfach unterschiedlich.

Und genau deshalb ist Ehrlichkeit so wichtig.