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Mental und emotional unreife Paare machen diese 5 Dinge immer wieder

Mental und emotional unreife Paare machen diese 5 Dinge immer wieder

Eine Beziehung kann nach außen völlig normal wirken und sich für die beiden Menschen trotzdem jeden Tag ein bisschen schwerer anfühlen. Man lebt zusammen, erledigt den Alltag, macht vielleicht gemeinsame Pläne und liebt sich sogar noch. Und trotzdem gibt es ständig kleine Konflikte, genervte Blicke oder Diskussionen, die irgendwie nie wirklich verschwinden.

Das Problem ist dabei nicht immer der große Streit. Oft sind es die kleinen Gewohnheiten, die sich über Monate oder Jahre einschleichen. Man reagiert gereizt, wenn der andere etwas anspricht. Man sammelt alte Fehler. Man redet lieber mit Freunden über den Partner, statt mit ihm selbst. Oder man vermeidet bestimmte Themen komplett, nur damit es keinen Streit gibt.

Genau solche Muster können eine Beziehung auf Dauer ziemlich belasten. Und das Interessante daran: Viele Paare merken gar nicht, dass sie selbst Teil dieses Kreislaufs geworden sind. Sie denken vielleicht, der andere sei einfach schwierig oder sie hätten eben besonders viele Probleme.

Dabei geht es oft weniger darum, wie viele Probleme ein Paar hat, sondern darum, wie beide mit diesen Problemen umgehen.

Mentale und emotionale Reife bedeutet nämlich nicht, dass man niemals wütend wird, nie Fehler macht oder immer ruhig bleibt. Es bedeutet vielmehr, dass man bereit ist, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen und auch dann miteinander zu reden, wenn es unangenehm wird.

Diese fünf Dinge machen emotional unreife Paare deshalb besonders häufig.

1. Sie erzählen anderen ständig von den Problemen ihres Partners

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Natürlich braucht jeder Mensch manchmal jemanden zum Reden. Wenn man sich über den Partner ärgert, kann es gut tun, einer vertrauten Person davon zu erzählen. Daran ist grundsätzlich nichts falsch.

Problematisch wird es aber, wenn aus einem kurzen Gespräch eine Art laufende Berichterstattung über die Beziehung wird.

Dann erzählt man der besten Freundin jede Kleinigkeit, die der Partner falsch gemacht hat. Die Mutter weiß plötzlich von jedem Streit. Kollegen bekommen mit, wie faul oder egoistisch der eigene Partner angeblich ist. Und irgendwann kennen die Menschen im Umfeld die Schwächen des Partners besser als seine guten Seiten.

Das kann sich zunächst harmlos anfühlen. Schließlich möchte man sich einfach nur aussprechen.

Aber stell dir einmal vor, dein Partner würde jedes Mal, wenn ihr Streit habt, seine Familie anrufen und ihnen alles erzählen. Vielleicht sogar Dinge, die du ihm im Vertrauen gesagt hast. Würdest du dich danach noch sicher fühlen, ihm persönliche Dinge anzuvertrauen?

Wahrscheinlich nicht.

Genau hier liegt das Problem. Wenn jemand das Gefühl bekommt, dass jedes persönliche Problem sofort nach außen getragen wird, zieht er sich irgendwann zurück. Er erzählt weniger, öffnet sich weniger und überlegt sich zweimal, was er überhaupt noch sagen kann.

Reife Paare wissen deshalb, dass nicht jeder Streit ein Publikum braucht. Wenn wirklich Unterstützung von außen notwendig ist, überlegen sie gemeinsam, wem sie sich anvertrauen und was sie überhaupt erzählen möchten.

Denn eine Beziehung sollte nicht aus zwei Menschen bestehen, die sich gegenseitig Probleme machen und anschließend getrennt voneinander darüber beschweren.

2. Sie führen eine heimliche Strichliste

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„Ich habe das doch auch schon für dich gemacht.“

„Du hast das vor zwei Wochen genauso gemacht.“

„Warum soll ich mich jetzt entschuldigen? Du hast dich damals auch nicht entschuldigt.“

Kommt dir das bekannt vor?

Bei emotional unreifen Paaren wird aus einer kleinen Auseinandersetzung schnell ein Rückblick auf die letzten sechs Monate. Eigentlich ging es gerade darum, dass jemand zu spät gekommen ist. Plötzlich wird aber darüber diskutiert, wer wann, wo und wie oft ebenfalls zu spät war.

Das Problem ist nicht nur der Streit selbst. Dahinter steckt oft ein fehlendes Vertrauen darin, dass Konflikte fair gelöst werden können.

Wer ständig alte Fehler sammelt, fühlt sich offenbar gezwungen, Beweise zu besitzen. Man möchte vorbereitet sein, falls der andere einen Fehler anspricht. Dann kann man sofort zurückschießen und zeigen: „Du bist doch kein bisschen besser.“

Damit wird aus einer Beziehung schnell ein Wettbewerb.

Wer hat mehr getan? Wer hat sich häufiger entschuldigt? Wer hat mehr Geld ausgegeben? Wer macht mehr im Haushalt? Wer hat öfter nachgegeben?

Natürlich sollte in einer Beziehung grundsätzlich auf eine faire Verteilung geachtet werden. Aber eine Partnerschaft funktioniert nicht gut, wenn jeder ständig mitzählt.

Reife Paare können sagen: „Das hat mich gerade verletzt“, ohne fünf alte Geschichten herauszuholen. Sie konzentrieren sich auf das aktuelle Problem und versuchen, eine Lösung zu finden.

Denn ein alter Fehler wird nicht automatisch weniger falsch, nur weil der andere irgendwann denselben Fehler gemacht hat.

3. Sie lassen Nähe einfach verschwinden

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Am Anfang einer Beziehung passiert vieles ganz automatisch. Man möchte sich sehen, telefoniert lange, berührt sich ständig und findet immer irgendeinen Grund, Zeit miteinander zu verbringen.

Später sieht der Alltag oft anders aus.

Arbeit, Haushalt, Kinder, Termine, Müdigkeit und Geldsorgen nehmen immer mehr Platz ein. Und plötzlich merkt man irgendwann: Die Beziehung ist zwar noch da, aber die Nähe ist verschwunden.

Viele Paare warten darauf, dass romantische oder intime Momente einfach wieder von selbst entstehen.

Das funktioniert allerdings nicht immer.

Gerade in einer langjährigen Beziehung muss Nähe manchmal bewusst geschützt werden. Das klingt vielleicht wenig romantisch, ist aber eigentlich ziemlich logisch. Wenn beide ständig beschäftigt sind, wird kaum plötzlich ein perfekter Abend entstehen.

Manchmal muss man sich bewusst Zeit füreinander nehmen.

Das kann ein gemeinsamer Abend sein, ein Spaziergang, ein Essen ohne Handy oder einfach eine Stunde, in der man sich wirklich miteinander beschäftigt.

Auch körperliche Nähe sollte nicht erst dann stattfinden, wenn zufällig beide gleichzeitig Lust und Zeit haben. Kleine Berührungen, Umarmungen, Küsse und gemeinsame Momente können im Alltag genauso wichtig sein.

Eine Beziehung braucht nicht jeden Abend ein großes Date. Aber sie braucht Aufmerksamkeit.

Wer immer nur darauf wartet, dass Nähe spontan entsteht, darf sich irgendwann nicht wundern, wenn sie immer seltener wird.

4. Sie drehen ihr ganzes Leben um die Kinder

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Kinder können das Leben komplett verändern. Sie brauchen Zeit, Aufmerksamkeit, Unterstützung und natürlich Liebe. Es ist völlig normal, dass Eltern einen großen Teil ihres Alltags nach ihren Kindern ausrichten.

Doch genau hier kann eine Beziehung langsam auf der Strecke bleiben.

Manche Paare machen irgendwann fast alles gemeinsam mit den Kindern. Gegessen wird mit den Kindern, freie Zeit wird für die Kinder genutzt, am Wochenende dreht sich alles um die Kinder. Selbst wenn die Kinder schlafen, erledigt man noch Haushalt, Arbeit oder andere Dinge.

Für die Beziehung bleibt nichts übrig.

Das Problem merkt man häufig erst Jahre später.

Plötzlich sind die Kinder größer und brauchen ihre Eltern weniger. Und die beiden Erwachsenen sitzen nebeneinander und stellen fest, dass sie kaum noch wissen, was sie eigentlich miteinander verbindet.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man seine Kinder vernachlässigen soll. Ganz im Gegenteil. Kinder brauchen liebevolle und aufmerksame Eltern.

Aber auch die Beziehung zwischen den Eltern ist wichtig.

Ein gemeinsamer Spaziergang, ein Essen zu zweit oder ein Abend auf dem Sofa kann bereits einen Unterschied machen. Man muss nicht jedes Wochenende einen Kurzurlaub planen.

Es geht darum, sich daran zu erinnern, dass man nicht nur Mutter und Vater ist, sondern auch zwei Menschen, die sich einmal füreinander entschieden haben.

Und manchmal ist es sogar gut, wenn Kinder lernen, dass Mama und Papa ebenfalls Zeit für sich brauchen.

5. Sie vermeiden schwierige Gespräche

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Das ist wahrscheinlich eines der größten Probleme überhaupt.

Über einen schönen Urlaub zu sprechen ist leicht. Über den Lieblingsfilm zu reden, macht Spaß. Gemeinsam über alte Geschichten zu lachen, ist angenehm.

Aber was passiert, wenn es um Geld geht?

Um fehlende Nähe?

Um Eifersucht?

Um unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft?

Um etwas, das einen schon seit Monaten verletzt?

Genau dort zeigt sich, wie stabil eine Beziehung wirklich ist.

Emotional unreife Paare versuchen oft, solche Gespräche möglichst lange zu vermeiden. Sie wechseln das Thema, machen einen Witz daraus, werden plötzlich müde oder sagen: „Darüber reden wir später.“

Und dieses „später“ kommt dann oft nie.

Das Problem verschwindet dadurch allerdings nicht. Es wird nur größer.

Je länger man etwas Unangenehmes zurückhält, desto mehr Frust sammelt sich an. Irgendwann reicht dann eine Kleinigkeit und plötzlich explodiert alles auf einmal.

Reife bedeutet nicht, jedes schwierige Gespräch perfekt zu führen. Man darf nervös sein. Man darf nicht wissen, wie man anfangen soll. Man darf sogar eine Pause brauchen.

Der entscheidende Unterschied ist, dass man sich dem Gespräch irgendwann stellt.

Man kann beispielsweise sagen: „Ich möchte darüber reden, aber gerade bin ich zu aufgewühlt. Lass uns heute Abend in Ruhe darüber sprechen.“

Das ist etwas völlig anderes als monatelang so zu tun, als gäbe es kein Problem.

Eine gute Beziehung besteht nicht daraus, dass zwei Menschen niemals unangenehme Themen haben. Sie besteht daraus, dass beide wissen: Wir können auch über die unangenehmen Dinge sprechen, ohne uns gegenseitig zu zerstören.

Fazit

Keine Beziehung ist jeden Tag perfekt. Auch sehr glückliche Paare streiten, sind manchmal genervt voneinander oder brauchen Abstand. Das allein sagt noch nichts darüber aus, ob eine Beziehung funktioniert.

Entscheidend ist vielmehr, welche Gewohnheiten sich im Alltag entwickeln.

Wer ständig über den Partner lästert, alte Fehler sammelt, Nähe vernachlässigt, die Beziehung komplett hinter den Kindern verschwinden lässt oder schwierige Gespräche vermeidet, baut nach und nach Abstand auf.

Das Gute daran ist aber: Solche Muster müssen nicht für immer bleiben.

Man kann lernen, Probleme direkt miteinander anzusprechen. Man kann aufhören, alte Fehler als Munition zu sammeln. Man kann wieder bewusst Zeit füreinander schaffen und sich daran erinnern, dass eine Partnerschaft genauso Pflege braucht wie alles andere, was einem wichtig ist.

Am Ende geht es nämlich nicht darum, eine perfekte Beziehung zu führen. Es geht darum, eine Beziehung zu führen, in der beide bereit sind, sich ehrlich anzusehen, was nicht funktioniert – und gemeinsam etwas daran zu verändern.