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Diese Wörter können in anderen Sprachen plötzlich etwas völlig anderes bedeuten

Diese Wörter können in anderen Sprachen plötzlich etwas völlig anderes bedeuten

Es gibt diese Momente im Urlaub, in denen man eigentlich nur ganz harmlos etwas sagen möchte – und plötzlich schaut einen der Gesprächspartner ziemlich irritiert an. Man wiederholt den Satz, denkt kurz nach und fragt sich: „Habe ich gerade wirklich etwas Komisches gesagt?“

Oft liegt das gar nicht daran, dass man sich schlecht ausgedrückt hat. Manchmal ist einfach ein Wort schuld.

Sprachen sind nämlich voller kleiner Fallen. Ein Wort kann in einer anderen Sprache genauso klingen wie ein bekanntes Wort aus der eigenen Sprache und trotzdem etwas völlig anderes bedeuten. Genau das kann bei einem Gespräch im Urlaub ziemlich lustig werden. Es kann aber auch peinlich werden, wenn man den Unterschied nicht kennt.

Das Interessante daran: Unser Gehirn verbindet Wörter automatisch mit dem, was wir bereits kennen. Wenn wir ein Wort hören, das genauso klingt wie ein Begriff aus unserer Muttersprache, gehen wir deshalb erst einmal davon aus, dass es auch etwas Ähnliches bedeutet. Und genau da liegen wir manchmal komplett daneben.

Solche Wörter sind besonders spannend, weil sie zeigen, wie unterschiedlich Sprachen funktionieren. Sie erinnern uns außerdem daran, dass Übersetzen eben nicht immer bedeutet, ein Wort einfach durch ein anderes zu ersetzen.

Hier sind einige Beispiele, bei denen man besser zweimal hinschaut.

1. Ein bekanntes Wort kann plötzlich eine ganz andere Geschichte erzählen

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Stell dir vor, du bist in einem fremden Land und hörst ein Wort, das genauso klingt wie ein Begriff, den du seit deiner Kindheit kennst.

Automatisch denkst du: „Ach, das bedeutet also dasselbe.“

Genau das ist aber häufig ein Fehler.

In der Sprachwissenschaft spricht man bei solchen Fällen unter anderem von sogenannten falschen Freunden. Damit sind Wörter gemeint, die sich in verschiedenen Sprachen ähneln oder sogar gleich klingen, obwohl ihre Bedeutungen auseinandergehen.

Das Gemeine daran ist, dass man diese Wörter nicht unbedingt als fremd erkennt.

Ein völlig unbekanntes Wort macht schließlich keine Probleme. Wenn man es nicht kennt, fragt man nach.

Ein bekannt klingendes Wort dagegen vermittelt einem sofort ein falsches Gefühl von Sicherheit.

Und genau deshalb können solche Begriffe besonders leicht zu Missverständnissen führen.

2. „Gift“ ist nicht überall etwas, das man besser nicht anfassen sollte

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Ein schönes Beispiel dafür findet sich im Englischen.

Das deutsche Wort „Gift“ bedeutet etwas Gefährliches, also einen Stoff, der Menschen oder Tiere vergiften kann.

Im Englischen bedeutet „gift“ dagegen schlicht „Geschenk“.

Das kann bei einer Unterhaltung ziemlich lustig werden.

Wenn ein Deutscher erzählt, er habe jemandem ein „Gift“ gekauft, würde ein englischer Muttersprachler vermutlich erst einmal an etwas völlig anderes denken.

Und andersherum kann ein englischsprachiger Mensch sagen, er habe ein „gift“ für jemanden gekauft, während ein Deutscher, der das Wort nur aus dem Englischen kennt, vielleicht kurz überlegen muss.

Ein einzelner Buchstabe kann also darüber entscheiden, ob wir an ein schönes Geschenk oder an etwas Lebensgefährliches denken.

3. „Chef“ bedeutet im Englischen nicht automatisch dasselbe wie bei uns

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Auch bei dem Wort „Chef“ kann es interessant werden.

Im Deutschen ist ein Chef normalerweise die Person, die in einem Unternehmen oder an einem Arbeitsplatz das Sagen hat.

Im Englischen gibt es zwar ebenfalls das Wort „chef“, aber dort ist damit in erster Linie ein Koch beziehungsweise ein professioneller Küchenchef gemeint.

Wenn jemand auf Englisch erzählt, dass sein „chef“ heute besonders streng war, geht es also möglicherweise nicht um den Vorgesetzten im Büro, sondern um den Küchenchef.

Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit.

Aber genau solche Unterschiede können bei Gesprächen für Verwirrung sorgen, besonders wenn man eine Sprache gerade lernt und sich stark an Wörtern orientiert, die man aus der eigenen Sprache bereits kennt.

4. „Kind“ kann in einer anderen Sprache plötzlich erwachsen sein

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Auch das deutsche Wort „Kind“ kann zu einem kleinen Sprachproblem führen.

Im Englischen bedeutet „kind“ nämlich nicht „Kind“ im deutschen Sinn. Es bedeutet unter anderem „nett“, „freundlich“ oder „gütig“.

Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie unser Gehirn beim Sprachenlernen in eine Falle laufen kann.

Ein deutsches Kind ist ein junger Mensch.

Ein englisches „kind“ beschreibt dagegen eine Eigenschaft.

Wenn jemand sagt: „She is very kind“, bedeutet das nicht, dass sie „sehr Kind“ ist. Gemeint ist, dass sie sehr freundlich oder nett ist.

Das klingt für jemanden, der Englisch noch lernt, zunächst vielleicht banal. Aber genau solche kleinen Unterschiede machen eine Sprache oft schwieriger, als sie auf den ersten Blick wirkt.

5. „Actual“ hat mit „aktuell“ weniger zu tun, als man denkt

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Hier wird es besonders interessant, denn dieses Wort wird von Deutschsprachigen im Englischen ziemlich häufig falsch verstanden.

„Actual“ bedeutet nicht „aktuell“.

Wenn jemand auf Englisch von the actual situation spricht, meint er die tatsächliche oder wirkliche Situation.

Für „aktuell“ verwendet man dagegen normalerweise „current“.

Das klingt nach einer winzigen Kleinigkeit, kann aber einen Satz komplett verändern.

Wer sagt, etwas sei „actual“, möchte also nicht unbedingt sagen, dass es gerade neu oder gegenwärtig ist. Er kann einfach ausdrücken wollen, dass etwas tatsächlich so ist.

Das ist einer dieser Fehler, die einem beim Lernen einer Sprache immer wieder begegnen können, weil das fremde Wort dem eigenen Begriff so ähnlich sieht.

6. „Chef“ ist nur eines von vielen Wörtern, die Reisende überraschen können

Genau darin liegt der Reiz solcher sprachlichen Unterschiede.

Wenn man eine fremde Sprache lernt, möchte man irgendwann nicht mehr jedes einzelne Wort übersetzen müssen. Man möchte einfach verstehen, was jemand sagt.

Das führt dazu, dass man sich bestimmte Wörter irgendwann automatisch merkt.

Und dann passiert es: Ein Wort klingt bekannt und das Gehirn setzt sofort eine Bedeutung ein.

Das funktioniert meistens gut.

Aber eben nicht immer.

Besonders schwierig wird es bei Wörtern, die sich nicht nur ähneln, sondern tatsächlich gleich geschrieben werden. Dann gibt es keinen offensichtlichen Hinweis darauf, dass man gerade aufpassen sollte.

7. Auch ganz einfache Wörter können unterschiedlich funktionieren

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Man könnte denken, dass solche Unterschiede vor allem bei komplizierten Begriffen auftreten.

Tatsächlich passiert das aber auch bei ganz alltäglichen Wörtern.

Ein gutes Beispiel ist das englische „billion“.

Im heutigen deutschen Sprachgebrauch entspricht das englische „billion“ der deutschen „Milliarde“.

Das deutsche Wort „Billion“ bezeichnet dagegen eine viel größere Zahl.

Wer also bei internationalen Nachrichten Zahlen miteinander vergleicht, sollte bei solchen Begriffen besonders vorsichtig sein.

Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um ein kleines Missverständnis.

Eine falsch verstandene Zahl kann einen gewaltigen Unterschied machen.

8. Warum wir solche Wörter überhaupt so leicht verwechseln

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Das Ganze hat einen ziemlich einfachen Grund.

Unser Gehirn arbeitet schnell.

Wenn wir sprechen oder zuhören, überlegen wir nicht bei jedem einzelnen Wort bewusst: „Welche Bedeutung könnte dieses Wort theoretisch noch haben?“

Das wäre im Alltag viel zu langsam.

Stattdessen greifen wir auf Erfahrungen zurück.

Wenn wir ein bestimmtes Wort schon oft gehört haben, verbinden wir es automatisch mit einer bestimmten Bedeutung.

Bei einer fremden Sprache funktioniert dieser Mechanismus genauso – nur dass wir dort noch nicht genügend Erfahrung gesammelt haben.

Ein ähnliches Wort wird deshalb schnell mit einem bekannten Wort aus der Muttersprache verbunden.

Und schon ist das Missverständnis da.

9. Genau solche Fehler gehören zum Sprachenlernen dazu

Das Schönste an solchen sprachlichen Stolperfallen ist eigentlich, dass man sich über sie meistens ziemlich gut erinnert.

Wenn man einmal ein Wort komplett falsch verstanden und dadurch eine lustige Situation erlebt hat, vergisst man die richtige Bedeutung meistens nicht so schnell.

Deshalb muss man sich beim Sprachenlernen auch nicht ständig dafür schämen, wenn etwas falsch läuft.

Im Gegenteil.

Fehler gehören dazu.

Wer eine neue Sprache spricht, wird irgendwann etwas falsch aussprechen, ein Wort verwechseln oder einen Satz bauen, der für einen Muttersprachler ziemlich lustig klingt.

Das ist völlig normal.

Und meistens sind genau diese kleinen Fehler später die Geschichten, über die man lachen kann.

Fazit

Sprachen können kompliziert sein, aber genau das macht sie auch so interessant.

Ein Wort, das für uns völlig selbstverständlich klingt, kann in einer anderen Sprache plötzlich etwas ganz anderes bedeuten. Manchmal sorgt das nur für Verwirrung, manchmal für einen peinlichen Moment und manchmal für eine Geschichte, die man Jahre später noch erzählt.

Deshalb lohnt es sich, bei fremden Sprachen ein bisschen neugierig zu bleiben.

Wenn ein Wort vertraut klingt, muss es nämlich nicht automatisch das bedeuten, was wir denken.

Und vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten am Sprachenlernen: Man entdeckt ständig kleine Überraschungen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat.

Am Ende geht es schließlich nicht darum, jede Sprache sofort perfekt zu beherrschen.

Es geht darum, sich auf eine andere Art zu denken einzulassen.

Und manchmal reicht dafür tatsächlich schon ein einziges Wort.