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8 Verhaltensweisen der Kinder, deren Eltern sich in ihrer Kindheit getrennt haben

8 Verhaltensweisen der Kinder, deren Eltern sich in ihrer Kindheit getrennt haben

Eine Beziehung mit jemandem, dessen Eltern geschieden sind, kann manchmal etwas komplizierter sein. Denn die Trennung der Eltern bleibt nicht unbedingt nur eine Erinnerung aus der Kindheit. Sie kann auch später beeinflussen, wie ein Mensch Nähe, Vertrauen und feste Bindungen erlebt.

Vielleicht werden Nachrichten mehrfach gelesen, harmlose Veränderungen sofort bemerkt oder Gefühle lieber mit sich selbst ausgemacht. Solche kleinen Eigenheiten können sich ganz unauffällig in das Liebesleben einschleichen.

Manche Menschen sehnen sich besonders nach Sicherheit und Beständigkeit, rechnen innerlich aber trotzdem jederzeit damit, dass etwas schiefgeht.

Andere übernehmen automatisch die Rolle des Vermittlers, sobald es zwischen zwei Menschen Spannungen gibt, selbst dann, wenn sie eigentlich gar nicht dafür verantwortlich sind.

Nicht jede dieser Verhaltensweisen ist problematisch. Einige können sogar dabei helfen, Beziehungen bewusster zu führen. Andere dagegen sorgen für unnötigen Stress oder lassen einen die eigene Partnerschaft plötzlich mit ganz anderen Augen betrachten.

Du siehst der Ehe vielleicht eher skeptisch gegenüber

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Menschen, deren Eltern sich getrennt haben, möchten durchaus an die Idee einer glücklichen Ehe glauben. Gleichzeitig bleibt oft eine gewisse Vorsicht zurück.

Schließlich haben sie aus nächster Nähe erlebt, dass eine Verbindung, die einmal für immer gedacht war, irgendwann trotzdem zerbrechen kann.

Der Gedanke an eine Hochzeit kann deshalb widersprüchliche Gefühle auslösen. Einerseits klingt die Vorstellung von lebenslanger Verbundenheit schön, andererseits schwingt die Angst mit, durch die gleichen Unannehmlichkeiten wie die eigenen Eltern durchgehen zu müssen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass Menschen mit dieser Erfahrung niemals heiraten möchten. Manche lassen sich einfach mehr Zeit, bevor sie sich auf diesen Schritt einlassen.

Andere hinterfragen stärker, ob ein Trauschein tatsächlich etwas über die Qualität einer Beziehung aussagt. Statt einer klassischen Ehe erscheint ihnen vielleicht eine feste Partnerschaft ohne offiziellen Vertrag genauso erfüllend. Oder sogar angenehmer.

Gerade wenn man als Kind erlebt hat, wie schmerzhaft eine Trennung sein kann, möchte man bei der eigenen Entscheidung besonders sicher sein. Deshalb kann das Thema Ehe lange ein „Mal sehen“ bleiben, selbst wenn die Liebe längst da ist.

Du legst großen Wert auf Stabilität

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Wenn man als Kind regelmäßig zwischen zwei Haushalten gewechselt hat, kann sich ein starkes Bedürfnis nach einem festen Zuhause entwickeln.

Eine Woche hier, das nächste Wochenende dort, ständig mussten persönliche Dinge gepackt, Termine abgestimmt und Gewohnheiten angepasst werden.

Was für andere völlig normal wirkt, kann sich deshalb später überraschend wichtig anfühlen: ein Ort, an dem alles seinen festen Platz hat und man einfach bleiben kann.

Auch in Beziehungen zeigt sich dieses Bedürfnis häufig. Verlässlichkeit, klare Absprachen und das Gefühl, sich auf den Partner verlassen zu können, sind besonders wertvoll.

Unvorhersehbare Situationen oder ständige Veränderungen können dagegen schneller verunsichern. Manche Menschen suchen deshalb ganz bewusst nach einer Partnerschaft, die Ruhe und Beständigkeit vermittelt.

Gleichzeitig hat diese Kindheitserfahrung manchmal einen unerwarteten Vorteil. Wer früh gelernt hat, zwischen zwei Haushalten zu wechseln, ist oft erstaunlich gut darin, sich auf spontane Veränderungen einzustellen.

Ein kurzfristiger Trip oder eine unerwartete Planänderung bringen einen dann kaum aus der Ruhe. Flexibilität wurde irgendwie schon früh unfreiwillig trainiert.

Du kannst eine ungewöhnlich starke Bindung an deine Dinge haben

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Wenn man als Kind ständig zwischen zwei Wohnungen hin- und hergewechselt ist, bekommen persönliche Gegenstände oft eine ganz besondere Bedeutung.

Kleidung, Spielzeuge, Bücher, Möbel oder andere vertraute Dinge waren nicht einfach nur Besitz. Sie waren kleine Stücke, die als Zuhause galten.

Während sich der Wohnort regelmäßig änderte, blieben diese Sachen vertraut und vermittelten ein Gefühl von Sicherheit.

Deshalb kann es später schwerfallen, sich von bestimmten Gegenständen zu trennen, selbst wenn sie eigentlich kaum noch gebraucht werden.

Vielleicht bewahrst du Dinge auf, die für andere völlig belanglos wirken, die für dich jedoch mit Erinnerungen oder einem bestimmten Lebensgefühl verbunden sind. Wegwerfen fühlt sich dann fast so an, als würdest du einen Teil deiner Geschichte zurücklassen.

Auch in deiner Beziehung möchtest du deine persönlichen Sachen unbedingt um dich haben und fühlst dich wohler, wenn dein Partner versteht, warum dir manche Gegenstände so viel bedeuten.

Stress um die Planung der Feiertage

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Für Menschen, deren Eltern getrennt leben, können Feiertage selbst im Erwachsenenalter überraschend kompliziert sein. 

Beide Eltern möchten Zeit mit dir verbringen, gleichzeitig möchtest du auch die Familie deines Partners berücksichtigen. Und plötzlich fühlt sich ein eigentlich gemütlicher Feiertag eher wie ein logistisches Projekt an.

Besonders schwierig kann dabei das Gefühl sein, es allen gerecht machen zu müssen. Du möchtest keinen Elternteil enttäuschen, niemanden bevorzugen und trotzdem Zeit für dich selbst und deinen Partner haben.

Dadurch können Schuldgefühle und Stress entstehen, obwohl eigentlich niemand etwas falsch gemacht hat.

Gerade rund um Feiertage können alte Erinnerungen außerdem wieder stärker auftauchen. Wer als Kind erlebt hat, dass solche Tage zwischen zwei Haushalten aufgeteilt werden mussten, verbindet sie möglicherweise noch immer mit Abschied, Veränderung oder komplizierten Absprachen.

Mit zunehmendem Alter wird vieles leichter, aber die emotionale Seite kann bleiben. 

Du hast einen „Wöhlfühl-Elternteil“

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Natürlich können Kinder geschiedener Eltern beide Elternteile gleichermaßen lieben. Trotzdem gibt es oft einen Elternteil, bei dem man sich einfach mehr zu Hause fühlt.

Das muss nicht einmal bedeuten, dass die Beziehung zum anderen schlechter ist. Manchmal ist es nur diese besondere Vertrautheit, bei der man sich sofort entspannen kann, ohne viel erklären oder nachdenken zu müssen.

Vielleicht ist es der Elternteil, den du automatisch anrufst, wenn etwas Schönes passiert oder wenn du eine wichtige Entscheidung treffen musst. Oder derjenige, bei dem du dich auch als Erwachsener noch auf das Sofa setzen kannst und plötzlich wieder dieses vertraute Gefühl aus der Kindheit hast.

Allerdings sprechen viele Menschen nicht offen darüber, besonders wenn sie wissen, dass ihre Eltern unterschiedliche Rollen in ihrem Leben einnehmen.

Schließlich möchte niemand den Eindruck erwecken, einen Elternteil dem anderen vorzuziehen. Deshalb kann diese besondere Nähe für Außenstehende lange unsichtbar bleiben.

Du hast Angst, selbst einmal geschieden zu werden

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Wenn wieder einmal eine Studie Schlagzeilen macht, nach der Kinder geschiedener Eltern später häufiger selbst eine Scheidung erleben, kann das einen ziemlich nervös machen.

Sofort kommen Gedanken auf wie: „Ist das irgendwie vorprogrammiert?“ oder „Werde ich irgendwann dieselben Fehler machen?“ Rational weißt du vielleicht, dass die Geschichte deiner Eltern nicht automatisch deine eigene Zukunft bestimmt. Emotional kann diese Sorgen trotzdem erstaunlich stark sein.

Wer als Kind erlebt hat, wie eine Familie auseinanderbricht, kann Beziehungen unbewusst als weniger sicher oder dauerhaft wahrnehmen. Streit bekommt dadurch manchmal eine größere Bedeutung, als er eigentlich verdient.

Eine kleine Krise kann sich plötzlich wie ein Warnsignal anfühlen: Was, wenn alles wieder von vorne beginnt?

Diese Angst kann dazu führen, dass man besonders vorsichtig mit langfristigen Beziehungen umgeht. Vielleicht analysierst du Konflikte übermäßig oder brauchst viel Sicherheit, bevor du dich wirklich fallen lässt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Scheidung unvermeidlich wäre. Die Erfahrungen deiner Eltern können beeinflussen, wie du Beziehungen betrachtest. Sie schreiben aber nicht das Drehbuch für deine eigene Liebesgeschichte.

Du hast eine besonders enge Verbindung zu deinen Geschwistern

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Geschwister können für Kinder getrennter Eltern eine ganz besondere Rolle einnehmen. Schließlich gibt es jemanden, der nicht nur davon gehört hat, was passiert ist, sondern es selbst miterlebt hat.

Ihr kennt dieselben Veränderungen, dieselben schwierigen Momente und vielleicht auch das Gefühl, zwischen zwei Welten aufzuwachsen. Diese gemeinsame Geschichte kann eine Verbindung schaffen, die weit über eine gewöhnliche Geschwisterbeziehung hinausgeht.

Vielleicht habt ihr euch schon früher gegenseitig Halt gegeben, wenn zu Hause alles etwas chaotisch oder emotional wurde. Und auch Jahre später bleibt dieses Gefühl oft bestehen.

Du weißt, dass dein Bruder oder deine Schwester bestimmte Gefühle und Gedanken sofort versteht, ohne dass du sie ausführlich erklären musst. Deshalb bist du möglicherweise besonders aufmerksam, wenn es ihnen schlecht geht, und bereit, jederzeit einzuspringen.

Diese Nähe kann sich bis ins Erwachsenenalter ziehen. Ihr müsst nicht ständig miteinander sprechen, um euch verbunden zu fühlen. Ein kurzer Anruf, eine Nachricht oder ein gemeinsames Treffen können reichen, um dieses vertraute Gefühl wiederherzustellen.

Du bist immer noch dabei, deine eigenen Themenaufzuarbeiten

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Ja, immer noch. Denn die Auswirkungen einer elterlichen Trennung zeigen sich nicht unbedingt sofort. Manche Muster werden erst viele Jahre später sichtbar, wenn man längst erwachsen ist und die eigenen Beziehungen, Entscheidungen und Reaktionen genauer betrachtet.

Plötzlich ergibt eine bestimmte Unsicherheit oder Gewohnheit, die man bisher einfach als Teil der eigenen Persönlichkeit gesehen hat, deutlich mehr Sinn.

Vielleicht stellst du irgendwann fest, dass du Konflikten besonders schnell ausweichst, ständig nach Sicherheit suchst oder Schwierigkeiten damit hast, dich emotional vollständig auf jemanden einzulassen.

Andere Eigenschaften können dagegen durchaus positiv sein. Du bist vielleicht besonders unabhängig, kannst dich gut auf Veränderungen einstellen oder bemerkst sehr früh, wenn die Stimmung zwischen zwei Menschen kippt.

Kindheitserlebnisse können lange nachwirken. Und man darf auch als Erwachsener noch lernen, die eigene Geschichte besser zu verstehen.