Kennst du das Gefühl, dass ein Gespräch eigentlich ruhig beginnt, doch plötzlich kippt und du dich fragst, was gerade passiert ist?
Vielleicht merkst du, dass dein Gegenüber abblockt, kälter wirkt oder auf einmal Sätze sagt, die dich klein machen sollen.
Das liegt oft nicht daran, dass du falsch reagiert hast, sondern daran, dass der andere in den Verteidigungsmodus schaltet, weil er Angst vor Nähe, Kritik oder Entlarvung hat.
Es lohnt sich, diese Signale zu erkennen, denn je besser du sie verstehst, desto klarer kannst du reagieren und dich selbst schützen, ohne dich auf endlose Machtspiele einzulassen.
11. „So bin ich nun mal.“
Wer diesen Satz sagt, versucht sich unangreifbar zu machen, indem er behauptet, dass Veränderung bei ihm gar nicht möglich sei.
In Wirklichkeit steckt dahinter die Angst, Fehler einzugestehen, weil das Gefühl entsteht, dass jede Kritik an der eigenen Person wie ein Angriff auf die Identität wäre.
Vielleicht hast du schon erlebt, dass jemand diese Worte gesagt hat, als du ihn auf sein Verhalten hingewiesen hast, und statt eines Gesprächs über Lösungen kam sofort diese Mauer.
Dieser Satz klingt nach Stärke, ist aber in Wahrheit eine Schutzrüstung, die verhindern soll, dass du näher kommst oder Schwachstellen sichtbar werden.
10. „Du bist zu sensibel.“
Diese Aussage verschiebt das Problem sofort auf dich und macht aus deinen Gefühlen ein vermeintliches Übermaß an Empfindlichkeit.
Sie dient dazu, dass der andere keine Verantwortung übernehmen muss und sich stattdessen sicher fühlen kann, weil du die Rolle der Übertreibenden einnimmst.
Vielleicht hast du in einer Diskussion gespürt, wie dich diese Worte plötzlich zum Schweigen gebracht haben, weil du dich gefragt hast, ob du wirklich überreagierst.
Doch in Wahrheit ist es nichts anderes als ein Abwehrmechanismus, der verhindern soll, dass er sein Verhalten hinterfragt.
9. „Ich will nicht darüber reden.“
Ein Mensch, der nicht reden will, hat meistens Angst vor den Konsequenzen, die ein ehrliches Gespräch mit sich bringen könnte.
Mit dieser Aussage wird die Diskussion abrupt beendet, noch bevor du deine Gedanken oder Gefühle überhaupt erklären kannst.
Vielleicht bist du schon einmal in einer Situation gewesen, in der ein wichtiges Thema angesprochen werden sollte, doch statt einer Antwort bekamst du nur diese Abwehr.
So entsteht eine Mauer des Schweigens, die zwar kurzfristig für Ruhe sorgt, aber langfristig nur Distanz und Unklarheit schafft.
8. „Warum dramatisierst du das immer?“
Mit diesen Worten wird dein Empfinden kleingeredet und du sollst glauben, dass du übertreibst, auch wenn deine Gefühle völlig berechtigt sind.
Es ist ein Versuch, dich unsicher zu machen und deine Wahrnehmung infrage zu stellen, damit das eigentliche Problem nicht angesprochen werden muss.
Solche Aussagen können sehr verletzend sein, weil sie dich dazu bringen, an dir selbst zu zweifeln, während der andere sich sicher fühlt.
Am Ende bleibst du mit dem Gefühl zurück, dass du dich erklären musst, obwohl du in Wahrheit nichts falsch gemacht hast.
7. „Du verdrehst meine Worte.“
Wenn dieser Satz fällt, verschiebt sich das ganze Gespräch plötzlich auf die Frage, wie du etwas verstanden hast, anstatt über das eigentliche Thema zu sprechen.
So entzieht sich die andere Person der Verantwortung, indem sie dich in die Position bringt, dich für dein Verständnis rechtfertigen zu müssen.
Vielleicht kennst du diese Situation: Du willst ein Problem ansprechen, aber plötzlich geht es nur noch darum, ob du ihn richtig zitiert hast.
Dadurch bleibt das Wesentliche im Dunkeln, und der Konflikt wird nie wirklich geklärt.
6. „Ich meinte das nicht so.“
Auf den ersten Blick klingt das wie eine Entschuldigung, doch in vielen Fällen dient es nur dazu, die Diskussion abzukürzen.
Die Aussage relativiert das Gesagte, ohne sich wirklich damit auseinanderzusetzen, warum es verletzend war.
Vielleicht wird sie mit einem Schulterzucken oder einem schnellen Themenwechsel begleitet, was dir das Gefühl gibt, dass deine Gefühle nicht ernst genommen werden.
So entsteht keine echte Nähe, sondern nur das oberflächliche Gefühl, das Problem sei erledigt, obwohl es noch da ist.
5. „Ich bin ohnehin immer der Böse.“
Wer so spricht, macht sich selbst zum Opfer und versucht, dich in die Rolle des Angreifers zu drängen.
Es ist eine subtile Art, Mitleid zu erzeugen und dich dazu zu bringen, deine Kritik zurückzunehmen, auch wenn sie berechtigt war.
Vielleicht hast du gemerkt, wie diese Worte sofort ein schlechtes Gewissen in dir ausgelöst haben, obwohl du eigentlich nur deine Sicht äußern wolltest.
Diese Opferrolle ist eine der stärksten Verteidigungsstrategien, weil sie jede ernsthafte Auseinandersetzung im Keim erstickt.
4. „Das ist nicht meine Schuld.“
Dies ist eine der deutlichsten Formen defensiven Verhaltens, denn die Verantwortung wird sofort von sich weggeschoben.
Statt zu reflektieren oder über den eigenen Anteil nachzudenken, wird jemand anderes verantwortlich gemacht, oft du selbst oder äußere Umstände.
Vielleicht hast du erlebt, wie schnell sich dadurch ein Gespräch in gegenseitige Schuldzuweisungen verwandelt hat, ohne dass jemals eine Lösung gefunden wurde.
Das Ergebnis ist fast immer Frustration, weil die eigentliche Wahrheit im Nebel der Ausreden verschwindet.
3. „Du übertreibst.“
Wenn dir jemand sagt, dass du übertreibst, ist das ein direkter Angriff auf deine Wahrnehmung.
Es soll dich verunsichern und dir das Gefühl geben, dass deine Reaktion nicht gerechtfertigt ist.
Diese Worte können dazu führen, dass du dich zurückziehst und beginnst, deine Gefühle herunterzuspielen, obwohl sie in Wahrheit völlig angemessen waren.
Der andere schützt sich dadurch vor einer ehrlichen Konfrontation, und du bleibst mit dem Eindruck zurück, dass du zu empfindlich bist.
2. „Ich hab mich schon entschuldigt.“
Dieser Satz klingt nach Einsicht, aber oft ist er nur eine bequeme Abkürzung, um das Thema endgültig abzuschließen.
Die Entschuldigung wird als Schlussstrich benutzt, nicht als Einladung, tiefer über das Geschehene zu sprechen.
Vielleicht hast du das Gefühl gehabt, dass deine Verletzung noch gar nicht richtig anerkannt wurde, während der andere längst weitergehen wollte.
So bleibt ein innerer Abstand bestehen, weil das eigentliche Problem nicht berührt wurde.
1. „Lass uns einfach weitermachen.“
Diese Worte klingen friedlich, doch in Wahrheit bedeuten sie, dass Konflikte ignoriert und verdrängt werden sollen.
Man tut so, als sei nichts passiert, obwohl das Thema weiter zwischen euch steht und euch im Stillen belastet.
Vielleicht hast du schon erlebt, wie dadurch scheinbare Harmonie entstand, die aber nur so lange hielt, bis das nächste Problem wieder alles hochgebracht hat.
Wahre Nähe entsteht nicht durch Schweigen, sondern durch den Mut, auch schwierige Gespräche zu führen.
Fazit
Defensives Verhalten zeigt sich selten in lautem Streit, sondern fast immer in kleinen, scheinbar harmlosen Sätzen, die jedoch eine Mauer zwischen zwei Menschen aufbauen.
Hinter diesen Worten steckt nicht unbedingt Böswilligkeit, sondern meist Unsicherheit, Angst und das Bedürfnis, die eigene verletzliche Seite zu schützen.
Wenn du erkennst, welche Phrasen wirklich aus Abwehr gesprochen werden, kannst du viel besser entscheiden, wie du darauf reagierst, und verhindern, dass du dich in endlose Diskussionen verstrickst.
Am Ende ist es nicht deine Aufgabe, die Mauern des anderen niederzureißen, sondern deine eigene Klarheit zu bewahren und zu wissen, dass echte Nähe nur dort möglich ist, wo Ehrlichkeit stärker ist als Angst.
Studentin und freiberufliche Autorin, die über eine ganze Reihe von Themen wie Astrologie, Horoskope, Lifestyle, Mode, Reisen und vieles mehr schreibt.
Meine Leidenschaft gilt der Erforschung der Verbindungen zwischen den Sternen, den Zahlen und unseren spirituellen Reisen. In aufschlussreichen Artikeln zeige ich, wie diese uralten Praktiken Orientierung, Klarheit und Selbsterkenntnis bieten können.












