Unser Gehirn spielt uns verschiedene Streiche, die uns in unserem täglichen Leben oft verwirren. 

Mit bestimmten Tricks kann uns unser Verstand helfen, das Leben besser zu verstehen und verschiedene Herausforderungen zu meistern. 

Der menschliche Verstand kann unsere Wahrnehmung beeinflussen und uns irre führen, um angenehme Erinnerungen an unsere Vergangenheit zu erzeugen oder besser mit schwierigen Situationen umzugehen.

Wenn wir diese Tricks kennen und verstehen, können wir herausfinden, wie sie sich auf unser Leben auswirken und wie wir ein glücklicheres und besseres Leben führen können.

Hier sind einige der häufigsten und seltsamsten Tricks, die uns der eigene Verstand vorspielt und uns damit täuscht.

1. Optimismus

Optimismus bedeutet, eine positive Einstellung zum Leben zu haben.

Die Täuschung durch Optimismus lässt uns fälschlicherweise glauben, dass wir eher etwas positives erleben werden und dass uns seltener etwas Schreckliches passieren wird, als das in Wirklichkeit der Fall ist.

Optimistische und lebensbejahende Menschen neigen dazu, der Möglichkeit, dass sich alles am Ende zum Besseren entwickeln wird, viel mehr Glauben beizumessen als dass sie sich an negative Gedanken klammern.

Diese positive Denkweise kann natürlich in vielen Fällen von Vorteil sein kann, doch sie kann sich oft negativ auf unsere Entscheidungen und unser Urteilsvermögen auswirken.

2. Negativität

Leider neigen viele Menschen dazu, sich lieber auf negative Dinge zu konzentrieren und unbewusst negativen Erfahrungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als positiven Erfahrungen, die unser Verhalten beeinflussen.

Negative Gedanken haben einen stärkeren Einfluss auf unseren Geisteszustand und hinterlassen einen bleibenden Eindruck in unserem Gedächtnis.

Der Schmerz des Verlustes und der Ablehnung beeinflusst unseren Geist, unsere Gedanken, unser Verhalten und unsere Emotionen viel mehr als flüchtige Erfahrungen von Freude und Vergnügen.

3. Pessimismus

Obwohl Pessimismus und Negativität ähnlich sind, bezieht sich die Täuschung unseres Verstandes durch Pessimismus auf die Tatsache, dass wir häufiger denken, dass uns etwas schlimmes oder negatives widerfahren wird oder das wir eher scheitern werden als Erfolg zu haben, obwohl es keinen Grund für diese Annahme gibt.

Dieser Trick unseres Gehirns hilft uns, unsere Hoffnung gering zu halten und uns vor Enttäuschungen zu schützen.

4. Placebo-Effekt

Der Placebo-Effekt kommt besonders in medizinischer Behandlung zum Vorschein und lässt uns glauben, dass wir uns mit Hilfe eines Medikaments besser fühlen, obwohl es sich um keine echte Medizin handelt sondern um Tabletten ohne Wirkstoff.

Die Patienten wissen dabei nicht, dass sie kein echtes Medikament einnehmen. Placebos können genauso wirksam sein wie Tabletten mit Wirkstoff.

Auf diese Weise spielt uns unser Verstand einen Streich, damit wir glauben, dass etwas real ist, obwohl es nicht der Fall ist.

Wir müssen Vertrauen in die Kraft des Glaubens setzen, denn genau wie unser Körper, können wir alles erreichen, wenn wir uns entscheiden, daran fest zu glauben. 

5. Verankerungseffekt

Der Verankerungseffekt wird in der Psychologie verwendet, um unsere grundsätzliche Tendenz zu erklären, uns bei der Entscheidungsfindung stark auf eine bestimmte Information oder Eigenschaft zu verlassen, ohne dessen bewusst zu sein.

Dieser Effekt ist der Grund dafür, dass der erste Eindruck, den jemand bei uns hinterlässt, der stärkste ist.

Wenn man etwas kaufen möchte, nimmt man den ersten Preis für einen Artikel, den man zuerst sieht, als Referenzpreis und damit vergleicht man alles andere. 

Deshalb muss man vorsichtig sein, wenn man etwas Teures kauft, denn wir neigen dazu zu glauben, wenn etwas teuer ist, dann ist es von hoher Qualität.

6. Backfire-Effekt

Wir neigen stark dazu, an unseren Überzeugungen und Prinzipien stärker festzuhalten, wenn diese durch widersprüchliche Beweise in Frage gestellt werden.

Dieser Effekt bezeichnet die Tendenz, unsere Überzeugungen stark zu verteidigen und Kritik ernster zu nehmen, wenn wir mit Beweisen und Fakten konfrontiert werden, die drastisch genug vorgebracht werden.

Wir schützen unsere eigene Überzeugungen auf unbewusste und instinktive Weise und weisen diese Beweise zurück, um unsere ursprüngliche Haltung zu stärken.

Je mehr jemand versucht, uns von einer anderen Meinung zu überzeugen, desto stärker sind wir überzeugt, dass unsere Ansicht die richtige ist.

Es bedeutet einfach, dass der Versuch zu beweisen, dass ein Menschen Unrecht hat, wirkungslos ist und nach hinten losgehen kann.

7. Versunkene Kosten-Effekt

Wir halten uns oftmals an Dingen, Menschen und Beziehungen fest, weil wir bereits etwas in sie investiert haben, sei es Geld, Zeit, Mühe oder emotionale Belastung.

Dieses Verhalten beeinflusst unser logisches Denken und wir treffen häufig falsche Entscheidungen aufgrund der Tatsache, dass es besser ist, weiterzumachen, statt aufzugeben.

Wir klammern uns an ein Vorhaben oder an ein Verhalten, weil wir denken, dass wir irgendwann Erfolg haben werden, obwohl wir nicht merken, welchen Schaden wir uns selbst dadurch zufügen.

Dieses Verhalten können wir in Liebesbeziehungen oder Freundschaften erkennen, wenn jemand nicht bereit ist, loszulassen, weil man schon so viel Mühe und Kraft in diese Beziehung investiert hat.

8. Halo-Effekt

Der Halo-Effekt oder auch Heiligenschein-Effekt ist eine kognitive Verzerrung ist eine Beurteilungsfehler, bei der unser allgemeiner Eindruck von einer Person, dadurch bestimmt wird, wie wir über ihr Verhalten, Handeln und den Charakter denken und fühlen.

Durch diesen Effekt kann oft nur ein einziges positives Merkmal oder eine Eigenschaft die gesamte Person in einem guten Licht erscheinen lassen. 

Wie wir jemanden beurteilen, hängt davon ab, wie sehr wir diese Person mögen oder wie stark wir uns zu ihr hingezogen fühlen.

Als menschliche Wesen beurteilen wir andere als einen natürlichen Instinkt. Dieses Urteil hängt jedoch oft davon ab, wie gut wir mit dieser Person zurechtkommen.

Viele Menschen achten deshalb darauf, beim Kennenlernen einen guten Eindruck zu hinterlassen, denn der erste Eindruck bestimmt später den Gesamteindruck.

9. Bestätigungs-Irrtum

Wir neigen dazu, nach Wegen zu suchen, um unsere zuvor vertretenen Überzeugungen zu bestätigen und zu rechtfertigen, indem wir Ideen akzeptieren und Informationen so auswählen, die unsere Ideale und Erwartungen unterstützen.

Dabei blenden wir alles aus, was im Widerspruch zu unseren Idealen steht.

Es kommt häufig vor, dass wir uns selbst täuschen und nach Gründen suchen, die unsere Entscheidungen bestätigen.

10. Framing-Effekt

Der Framing-Effekt ist das Phänomen, bei dem unsere Entscheidungen und Urteile davon beeinflusst werden, wie ein Gegenstand oder eine Information im sprachlichen Rahmen dargestellt werden.

Der Rahmen, der Kontext und die Umsetzung neuer Informationen betreffen uns viel mehr, als uns vielleicht bewusst ist.

Die gesamte Werbeindustrie basiert auf diesem Trick, den unser Gehirn mit uns spielt, da unser Verstand sehr empfänglich für subtile Hinweise in Verbal- und Körpersprache ist.

Ein Beispiel dafür ist, wie man ein Glas Wasser betrachtet. Für die einen ist das Glas halbvoll aber für andere halbleer.

Oder in der Werbeindustrie werden bestimmte Artikel mit der Aufschrift “30%weniger Zucker” gekennzeichnet, aber trotzdem ungesunde Mengen an Zucker enthalten.